Fünf Erfolgsfaktoren für Innovation im Online Newsroom: Autonomie, Arbeitskultur, Rolle des Managements, Relevanz neuer Technologien und innovative Individuen (Literature Review, 8. Teil)

18. August 2013 — Hinterlasse einen Kommentar

Heutiger Artikel im Fokus: What’s Shopping them? Toward a grounded theory of innovations in online journalism (Steensen, 2009)

Steensen untersucht anhand einer Fallstudie, welche Faktoren die Innovation in Online Zeitungen beeinflussen. Die Forschungsfrage kann sowohl dem Themengebiet „Journalistische Organisation“ als auch dem der „Journalistischen Rollen“ zugeordnet werden. Da insbesondere die Erkenntnisse auch für die journalistischen Rollen und insbesondere für den Journalisten als Individuum relevant sind, wurde diese Untersuchung in dieser Literaturarbeit ebenfalls aufgenommen. Steensen analysiert mittels einer ethnografischen Fallstudie, wie sich der Journalismus in der Norwegischen Online Zeitung dagblatet.no entwickelt hat. Innovation wird in seiner Studie als Prozess verstanden, in welchem organisatorische Strukturen und individuelle Mitarbeitende miteinander interagieren. Seine Arbeit baut auf der Erkenntnis von Boczkowski auf, welcher folgende drei relevanten Faktoren für Innovationen bei Online Newsrooms aufzählt: The relationships between the print and online newsrooms as either close or distant, the representation of the intended user as either consumer or producer of information and either technically savvy or unsavvy, and the character of online newsroom practices as either reproducing editorial gatekeeping or generating alternatives to it. Different combinations of these factors have led to different path in online newsrooms”.[1] Verglichen mit früheren Forschungen wie derjenigen von Boczkowski, wagte Steensen mit seiner Schlussfolgerungen aus seiner Fallstudie eine „Grounded Theory“ bezüglich Innovation in Online Newsrooms auszustellen. Fünf Faktoren haben sich dabei als relevant herausgestellt: Die Autonomie im Newsraum, die Arbeitskultur im Newsraum, die Rolle des Management, die Relevanz von neuen Technologien und die innovativen Individuen.[2] Interessanterweise hat sich herausgestellt, dass die Macht der individuellen Journalisten in den früheren Forschungen im Innovationsprozess unterschätzt wurde.[3] Steensens Forschung zeigt auf, dass der Wandel der journalistischen Rollen nicht losgelöst von der journalistischen Organisation und umgekehrt betrachtet werden darf. Die Handlungen von individuellen Journalisten sollen in zukünftigen Forschungen bezüglich Innovation als auch bezüglich dem Wandel der Berufsgruppe Journalist nicht weiter heruntergespielt werden.

Bildschirmfoto 2013-08-18 um 09.30.37

blick-newsroom-zentrum

 

[1] Vgl. Boczkowski, 2004, p. 171- 172.

[2] Vgl. Steensen, 2009, p. 833.

[3] Vgl. Steensen, 2009, p. 831.

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