Wo bleiben die Digital Natives bei der Initiative „Digital Zurich 2025“?

18. Februar 2015 — 3 Kommentare

2025 werde ich 43 Jahre alt. Und 2015 werden wir Digital Natives die Mehrheit der aktiven Bevölkerung in der Schweiz darstellen. Ich freue mich auf den Moment, wenn wir gemäss einer Studie von PWC ab 2020 die Mehrheit von den Digital Converts übernehmen. Momentan befinden wir uns in dieser Transformationsphase vom „Alten Welt Paradigma“ hin zum „Neuen Welt Paradigma“. Die digitale Transformation wird bis 2020 gemäss meiner Studie (wird demnächst publiziert) für 73 Prozent der Schweizer Unternehmen zu einem kritischen Erfolgsfaktor. Momentan sind 56 Prozent der Schweizer Unternehmen als „digitale Dinosaurier“ unterwegs. Sämtliche Branchen stehen bezüglich digitaler Transformation vor immensen Herausforderungen. Da kommt die von Ringier-Chef Marc Walder angestossene Initiative „Digital Zurich 2025“ gerade richtig, welche den Grossraum Zürich zu einem industrieübergreifenden Cluster für digitale Wirtschaft von europäischer Bedeutung machen will. „Digital Zurich 2025“ hat sich Folgendes vorgenommen: Unterstützung der digitalen Transformation der Schweizer Unternehmen, Ausbildung von digitalen Talenten, Ansiedlung von Start-ups, Sicherstellen guter politischer Rahmenbedingungen. Das Ziel, „Europas Silicon Valley“ zu werden, ist sicherlich ambitioniert.

PWC

Quelle: PWC

Marc Walder ist es gelungen, ein hochkarätiges Komitee mit mehreren Konzernchefs und Politikern zu konstituieren. Mit dabei sind unter anderem folgende Persönlichkeiten: 

  • Marc Walder, Ringier, Jahrgang 1965
  • Sergio Ermotti, UBS, Jahrgang 1960
  • Harry Hohmeister, Swiss, Jahrgang 1964
  • Patrick Warnking, Google Schweiz, Jahrgang 1967
  • Urs Schaeppi, Swisscom, Jahrgang 1960
  • Andreas Meyer, SBB, Jahrgang 1961
  • Herbert Bolliger, Migros, Jahrgang 1953
  • Markus Hongler, Mobiliar, Jahrgang 1957
  • Detlef Trefzger, Kühne & Nagel, Jahrgang 1962
  • Ivo Furrer, Swiss Life Schweiz, Jahrgang 1957
  • Heinz Karrer, Economiesuisse, Jahrgang 1959
  • Corine Mauch, Stadt Zürich, Jahrgang 1960
  • Ernst Stocker, Stadt Zürich, Jahrgang 1955

2025 wird Herbert Bolliger 72 Jahre alt. Ernst Stocker feiert seinen 70. Geburtstag. Ivo Furrer und Markus Hogler werden 68 Jahre alt. Heinz Karrer feiert seinen 66. Geburtstag. Sergio Ermotti, Urs Schaeppi und Corine Mauch lassen sich gemeinsam mit 65 Jahren pensionieren. Andreas Meyer wird 64 Jahre alt. Detlef Trefzger feiert seinen 63. Geburtstag, Harry Hofmeister den 61. Geburtstag. Der Initiator der Initiative Marc Walder wird 60 Jahre alt. Der jüngste im Komitee, Patrick Warnking, feiert seinen 58. Geburtstag. 

Ich verstehe, dass ein solches Komitee aus möglichst vielen wichtigen Personen auf Stufe C-Level bestehen soll. Doch wo bleiben die Digital Natives, welche ab 2020 in der Mehrheit sind? Die digitale Transformation wird kein leichter Weg sein. Gefragt ist eine grosse Veränderung im Denken. Sie wird nicht von heute auf morgen stattfinden. Aus digitalen Dinosauriern müssen sich digitale Master entwickeln. Es wird an der Zukunft der Generation Internet gearbeitet. Auch an meiner Zukunft. Darum ist mein Appell an die Initiative „Digital Zurich 2015″klar: Junge, wilde Digital Natives müssen bei der digitalen Transformation zwingend involviert werden. Und so auch bei der Initiative „Digital Zurich 2025“. 

Digital Zürich 2025

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3 Antworten zu Wo bleiben die Digital Natives bei der Initiative „Digital Zurich 2025“?

  1. 

    Wieso sich auf Zürich beschränken? An der Lift1t wurde die Swiss digital Agenda lanciert schau mal hier: http://numerich.ch/

  2. 

    Vielen Dank für den Artikel und die Zusammenstellung der Jahrgänge. Ich hatte schon von der Initiative gehört/gelesen, aber symptomatischerweise findet man Internet nichts dazu (keine Website, keine Social Media-Kanäle…). Ich stimme dir zu, dass Digital Natives und Vertreter aus der lokalen Digitalwirtschaft unbedingt dabei sein müssten.

  3. 

    Vielen Dank für den Artikel und die Zusammenstellung der Jahrgänge. Hatte von der Initiative auch gehört/gelesen. Umso symptomatischer ist, dass man im Netz nichts zu dieser Aktion findet (Website, Social Media-Kanäle…). Und ja, es sollten unbedingt Digital Natives und vielleicht auch Vertreter aus der lokalen Digitalwirtschaft dabei sein.

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