Tamedia: Digital-Umsatz innerhalb von 4 Jahren von 76 Mio. CHF auf 271 Mio. CHF verdreieinhalbfacht

22. März 2015 — Hinterlasse einen Kommentar

Prolog

«Sven, wieso schaust du dir die Geschäftsberichte der Schweizer Medienhäuser nicht mehr an?», wurde ich in den letzten Tagen mehrmals gefragt. Stimmt gar nicht. Selbstverständlich habe ich die Geschäftsberichte 2014 der NZZ-Mediengruppe und Tamedia gelesen. Auch in meinen Winterferien habe ich den Wecker pünktlich auf 06.30 Uhr gestellt, so dass ich mir ein Bild über die Jahreszahlen machen konnte. Nur darüber bloggen konnte und durfte ich nicht, da in den Ferien das Motto «Digital Detox Light» galt. Deshalb anbei der verspätete Beweis, dass ich mich immer noch für die Medienbranche interessiere.

Ein Blick in die Vergangenheit: 2010 bis 2013

2010 hat das Tamedia Geschäftsfeld Digital einen Umsatz von 76 Mio. CHF erzielt. Ein Jahr später waren es bereits 126 Mio. CHF und einen EBITDA-Anteil von 6%. Auch im Jahr 2012 betrugt der EBITDA-Anteil 6% bei einem Digital-Umsatz von 148 Mio. CHF. Im Geschäftsjahr 2013 wuchs der Digital-Umsatz auf 233 Mio. CHF und erwirtschaftete ein EBITDA von 57 Mio. CHF (EBITDA-Anteil von 29%). 

Und 2014?

2014 erzielte das Geschäftsfeld Digital insgesamt 271 Mio. CHF Umsatz und erzielte ein EBITDA von 75 Mio. CHF. Der Bereich Digital trägt bereits knapp ein Drittel (32 Prozent) des gesamten EBITDAs bei. Dieses Wachstum kam dank etlichen Akquisitionen (wie jobs.ch, StarTicket, Zattoo etc.) und organischem Wachstum zustande.

Und 2015?

Auch der Ausblick sieht vielversprechend aus. Der Entscheid der Wettbewerbskommission bezüglich search.ch und local.ch wird auf Ende März 2015 erwartet. Und auch bei der vollständigen Übernahme der Ricardo-Gruppe sowie tutti.ch und car4you.ch wird auf den Entscheid von der Wettbewerbskommission gewartet. Und ein Nein der WEKO wäre eine Überraschung beziehungsweise für die digitale Wirtschaft ein Desaster. Initiativen wie Digital Zurich 2025 müssten gar nicht gestartet werden, wenn die Schweiz keine starken nationalen Digitalunternehmen zulässt, welche den Kampf gegen die internationalen Player wie Google, Facebook und Co. aufnehmen.

Auch 2015 darf nochmals mit einem markanten Umsatz- und Ergebnissprung gerechnet werden. Leider können wir in einem Jahr die Zahlen nicht mehr mit den Vorjahren vergleichen, da ab Berichtsjahr 2015 mit einer neuen Einteilung der Geschäftsfelder gearbeitet wird. Die publizistischen Digitalangebote werden neu gemeinsam mit den jeweiligen gedruckten Angeboten in deren Geschäftsbereichen ausgewiesen.

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Tamedia Geschäftsjahr 2011

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Tamedia Geschäftsjahr 2012

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Tamedia Geschäftsjahr 2013

Tamedia Geschäftsjahr 2014

Tamedia Geschäftsjahr 2014

Digital-Portfolio

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