Archive für Education

Ich bin auch ein Kolumnist. Per sofort gibt es monatlich in der Werbewoche, dem Branchenmagazin für Marketing, Kommunikation und Medien, eine Kolumne von mir über digitale Themen.

Die erste Kolumne mit dem Titel «Liebe C-Levels, sucht euch einen 20-jährigen Mentor, welcher Snapchat versteht» gibt es bereits in der aktuellen Ausgabe der Werbewoche zu lesen.

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Das PDF der Kolumne zum Download gibt es hier: 2017-2_kolumne_werbewoche

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu. Am Silvester macht man sich Vorsätze fürs neue Jahr. Und wie jedes Jahr merkt man spätestens dann, dass man die Neujahrsvorsätze vom letzten Jahr nicht eingehalten hat. So auch bei mir.

Ein einziger Neujahrsvorsatz für 2016 habe ich eingehalten: Mehr Sport. Der morgendliche Indigo-Besuch wurde zum Fixpunkt in meiner Agenda.

Trotz der verpasster Jahresziele blicke ich zufrieden aufs 2016. Einige meiner persönlichen/geschäftlichen Highlights sind folgende:

  • Erfolgreiche Durchführung meines neuen Fachs «Digital & Mobile Business» an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich auf der Bachelor-Stufe
  • Wiederum erfolgreiche Durchführung (meine 3. als Studienleiter und insgesamt 11. Durchführung) des Lehrgangs CAS Social Media Management an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich
    (nächste Durchführung startet im August 2017 –> jetzt anmelden)
  • Spannende Begegnungen bei Keynotes und Referaten über die digitale Transformation und Social Media (u.a. für AXPO, Swiss Online Marketing Messe, EDU ICT, OneGov, UPGREAT)
  • 2. Runde  der Studie «Digital Switzerland» (a.k.a. Digitale Dinos)
  • Verfassen mehrerer Fachbeiträge (u.a. bei Tagesspiegel CAUSA, Jahrbuch Marketing 2016, Buchbeitrag über digitale Transformation in der Immobilienbranche)
  • Statements zur digitalen Transformation und Social Media bei verschiedenen Publikationen (u.a. 20 Minuten, Blick, Handelszeitung)

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Damit meine Neujahrsvorsätze «verbindlicher» werden, anbei mein 17-Punkte-Plan (für 2017): 

  1. Mehr «Digital Detox»
  2. Weniger «FOMO»
  3. Mehr Genuss
  4. Mehr «Nein»
  5. Mehr Kampf für die digitale Bildung (Aus- und Weiterbildung) in der Schweiz
  6. Weniger «Aufregen»
  7. Mehr Ferien
  8. Mehr Lesen 
  9. Weniger «digitale Dinos»
  10. Mehr Digital Disruption
  11. Mehr neue Leute kennenlernen 
  12. Mehr kurze Auszeiten 
  13. Weniger Smartphone
  14. Mehr Fokus 
  15. Mehr Work 4.0
  16. Mehr Spass 
  17. Mehr Verbindlichkeit 

Happy New Year! Happy 2017! «En guetä Rutsch!»

Seit Donnerstag findet zum ersten Mal das «Digital Festival» in Zürich statt. Heute Nachmittag endet das «Digital Festival» mit der Ehrung der besten Hacker-Ideen am «Hack Zürich», an welchem über 500 Hacker aus der ganzen Welt während 40 Stunden an spannenden Fragestellungen von Unternehmen gearbeitet haben. Ich erlaube mir – obschon das «Digital Festival» noch läuft, bereits ein Fazit in 5 Punkten.

1. Krawatten-Quote tiefer als Hoodie-Quote

In den letzten Jahren wurden einige digitale Konferenzen lanciert. Als Teilnehmer wurden insbesondere die Anzugsträger mit Krawatten gesichtet. Die Niveau der Vorträge hat man entsprechend auf das digitale Know-how dieser Krawattenträger angepasst. Das «Digital Festival» war anders. Die Hoodie-Quote war deutlich höher als die Krawatten-Quote. Und entsprechend war das Niveau und die Stimmung komplett eine andere.

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2. Unkompliziertes Festival versus bocksteife Konferenz

Das «Digital Festival» lebt seinen Namen. Anstatt eine bocksteife Konferenz zu organisieren, veranstalteten die Organisatoren ein unkompliziertes Festival. Das Programm bestand aus spannenden Keynotes, interaktiven Labs, Sessions in der ganzen Stadt und HackZurich im Technopark. Fazit: Vielseitig. Am Donnerstagabend gab es auf der Terrasse vom Kaufleuten noch eine Grillparty. Fazit: Gemütlich. Beim «Digital Festival» wurde man nicht nur inspiriert und hat sich ausgetauscht, sondern man hatte auch noch Spass.

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3.  Unser Festival der digitalen Szene

An Konferenzen geht man häufig auch zum «Networken». Obschon ich beim «Digital Festival» überhaupt nicht genetworked habe, habe ich noch nie so viele neue, spannende Leute kennengelernt. Der Austausch funktionierte unkompliziert. Viele Personen kannte man zumindest über die digitalen Kanäle. Man duzte sich auf allen Ebenen. Ich habe während diesen vier Tagen kein einziges «Sie» gehört. Was mir aber ganz oft zu Ohren gekommen ist: «Das Digital Festival ist unser Anlass!»

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4. Sogar die Stadt hisst die Fahnen fürs «Digital Festival»

Sogar die Stadt Zürich wusste, dass mit dem «Digital Festival» endlich «Digital Switzerland» / «Digital Zürich 2025» erlebbar wird und hat in der Stadt die Fahnen dafür gehisst. Normalerweise muss ein Anlass zuerst zur Tradition werden wie das «Sächsilüüte» oder die «Street Parade». Darum war die Beflaggung durch die Stadt sicherlich mutig, aber richtig. Die Beflaggung zeigt auf, wie ernst die Stadt Zürich ihre digitale Ambition anstrebt.

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5. Der volle Saal am Samstag-Morgen um 09.00 Uhr

Jeder Konferenz-Experte hat wohl gewarnt: «Seid ihr verrückt, am Samstagmorgen Keynotes durchzuführen.». Diese Experten wurden eines besseren belehrt. Am Samstagmorgen um 09.00 Uhr war der Saal im Kaufleutensaal mit ca. 200 Teilnehmer überraschenderweise ziemlich voll. Diese Tatsache ist für mich ein sehr starkes Zeichen: Das «Digital Festival» war nicht nur eine bessere Alternative zum normalen «Arbeiten» am Donnerstag und Freitag, sondern man war auch gewillt, seine Freizeit zu «opfern». Wenn eine Konferenz dies erreicht, dann ist sie nicht nur gut, sondern sehr, sehr gut.

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Fazit: Mit dem «Digital Festival» ist «Digital Switzerland» endlich erlebbar geworden. Ein herzliches Kompliment an die vier Gründer Manuel Nappo, Schoscho Rufener, Jonathan Isenring und Rasmus Rothe und das ganze Team dahinter. Ihr sind geili Sieche! Ich freue mich jetzt schon auf das «Digital Festival 2017» – mit den spannendsten Keynotes, den innovativsten Sponsoren und den coolsten Teilnehmern. 

Am 23. März 2016 habe ich es in den Blick geschafft – zumindest in die Blick-Beilage „Blick Büez“ zum Thema „Digitalisierung“.

Den Artikel „Digitaler Wandel beginnt im Kopf“ findet ihr unten. Die komplette Beilage könnt ihr hier herunterladen: Blick Büez vom 23. März 2016

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Yeah. Das YEA(H)RBOOK 2015 vom Center for Digital Business der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich ist da. Das Buch gibt es nicht nur digitalsondern auch analog als Taschenbuch

Doch was ist das YEA(H)RBOOK 2015? 

Die Herausforderung der digitalen Transformation erschüttert unsere Gesellschaft und unsere Arbeitswelten in ihrem tiefsten Kern. Digitales Know-how und digitales Talent wurden zu den Rohstoffen von morgen. Um ein nationales Kompetenzzentrum für dieses neue digitale Wissen zu schaffen, gründete die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich im September 2014 unter der Leitung von Manuel P. Nappo das Center for Digital Business. Das Yea(h)rbook 2015 nimmt DICH mit auf eine Reise durch das erste Jahr des Center for Digital Business und bietet mit Experten-Kommentaren, Blogbeiträgen oder Erlebnisberichten aus dem Unterricht Einblicke ins Studium der digitalen Welt – von Airbnb via Facebook und Digital Leadership bis hin zu Wearables.

Ich selbst bin stolz, Bestandteil dieses Buches zu sein. Ich durfte Peter Sennhauser ein Interview geben. Und dieses Interview möchte ich euch nicht vorenthalten.

YEA(H)RBOOK 2015

Was konsumiert ein Medienjunkie heute noch?

Ziemlich vieles. Ich habe mein Smartphone immer bei mir und ich weiss nicht einmal, wie oft ich drauf schaue. Ich kriege viel mit via Twitter, Facebook und andere Dienste, aber kraft der Branche, in der ich arbeite, auch aus Printpublikationen.

Was interessiert dabei mehr – die Inhalte oder die Machart?

Natürlich will ich wissen, wer was wie macht – und wer wie schnell ist. Aber ich bin auch Nachrichtenkonsument, ich will wissen, was läuft.

In der Medienbranche sind Sie mitten im Strukturwandel der Digitalisierung – gibt es einen Fall von Disruption, den Sie für exemplarisch halten?

Deren gibt es eigentlich viele – nehmen Sie AirBnB, das die Hotelbranche- und Uber, das die Transportgilde in Angst und Schrecken versetzt.

Oder ganze Städte, in denen die Regulierungssysteme nicht mehr funktionieren…

Wir sehen ja auch in all diesen Beispielen, wie das Recht der Realität immer hinterherhinkt, denn die Digitalisierung durchbricht alle diese Regelsysteme.

Also ist das ganze vor allem eine neue Chancengleichheit…

Absolut, inzwischen sind wir alle ermächtigt, Wissen abzurufen, zu kommunizieren, oder sogar eine Publikation zu starten – Dinge, von denen die meisten früher viel Zeit oder Geld voraussetzten.

Andere müssen reagieren. Sie haben herausgefunden, dass drei Viertel der Unternehmen die Digitaltechnik «ab 2020 für erfolgsrelevant» halten und in den nächsten Jahren das Fachwissen anstellen wollen, das sie dafür brauchen. Was heisst das für den Arbeitsmarkt? Ist das Knowhow überhaupt vorhanden?

(Lacht) Es muss sehr schnell ausgebildet werden. Für die grossen Player wie Google wird das kein Problem darstellen, die kaufen sich das Wissen einfach zu jedem Preis irgendwo auf der Welt zusammen. Aber für das Schweizer KMU ist das rasch eine gehörige Herausforderung.

Entsprechend hat mich die Gelassenheit oder Ignoranz der Unternehmen überrascht…

Glauben Sie mir – mich auch! Man sagt zwar, dass Digitalisierung ab 2020 erfolgskritisch wird und gibt gleich darauf zu, dass man noch genau gar nichts unternommen hat. Dahinter vermute ich die die totale Hilfosigkeit, weil die Unternehmen schlicht nicht wissen wo sie anfangen sollen. Die C-Level im Management sind ja selber grösstenteils über 50 und damit nicht gerade Digital Natives, die haben wenig Ahnung. Und das Wissen aus 20jährigen Praktikanten absaugen? Das wird nicht gehen.

Goldene Zeiten für Junge Leute, die jetzt die richtigen Dinge lernen.

Klar, die Digital Natives tun gut daran, sich auf Jobprofile vorzubereiten, für die wir jetzt noch nicht einmal eine Bezeichnung haben.

Was definiert denn die Digital Natives? Fachwissen ist ja nicht durch Konsum der Technologie gegeben. Und in den Selbstdefinitionen beschreiben sich die jungen Generationen vor allem als Menschen, die ein anderes Wertesystem haben.

Ich glaube, die beiden Dinge gehen zusammen. Die Mischung aus Digital Natives und Generation Y stellt die Wirtschaft vor weitere Heraus-forderungen: Loyalität ist nicht mehr so verbreitet wie früher, Geld und Macht zählen weniger als Sinnstiftung und persönliche Befriedigung.

Ist dem Management diese Zusatzproblematik bewusst, oder wird das mit dem War for Talent kumulieren?

Darin steckt tatsächlich eine weitere Problematik, indem man sich in vielen Führungsetagen nicht bewusst ist, dass sich die Digital Natives nicht mit Geld anlocken lassen. Die Angebote der Firmen werden besser sein müssen…

In welche Richtung würden Sie denn jetzt der Spitze Ihrer Firma raten zu gehen? Was muss sie bieten?

Es wird eine Frage der Kultur sein: Teilzeitarbeit, Vertrauen, flache Hierarchien und Can-Do-Mentalität: das sind die Dinge, die attraktiv machen. Keine leichte Aufgabe für grosse Unternehmen, eine Startup-Mentalität zu entwickeln, um Mitarbeiter anzuziehen… Aber wer es nur mit Geld versucht, wird nicht die richtigen Arbeitskräfte bekommen.

Warum ist dieses Personalproblem noch kein Thema?

Weil es noch weniger auf dem Radar der Unternehmen ist als die technologische Veränderung. Dabei wird sich der Kampf um die Talente übrigens nicht nur um die Digital Natives drehen, sondern ebenso um die älteren Semester mit dem richtigen Fachwissen. Denn die haben im Gegensatz zu den Digital Natives auch noch einen Haufen Erfahrung, den sie einbringen können. Die ist durch nichts wettzumachen.

Das YEA(H)RBOOK 2015 kann hier digital oder hier analog gekauft werden.

Patrick Comboeuf, Marion Marxer und ich sind die neuen Co-Studiengangsleiter im Masterstudiengang Digital Business an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Gemeinsam mit Studiengangsleiter Manuel P. Nappo bauen wir die Weiterbildung in den Bereichen Digital Leadership, Multichannel und Social Media aus. 

«Was wir heute brauchen, sind Leader-Persönlichkeiten statt klassische Manager», sagt Manuel P. Nappo, Leiter des Centers for Digital Business an der HWZ und Studiengangsleiter des MAS Digital Business. «Um dies sicherzustellen, konnten wir drei Top-Cracks verpflichten. Die neuen Co-Studiengangsleiter werden für den Ausbau und die Weiterentwicklung der CAS zuständig sein. Ich freue mich, mit ihnen die neue Generation von Digital Leaders auszubilden.»

Digital Leadership als Erfolgsfaktor

Bildschirmfoto 2014-11-01 um 12.33.27Im CAS Digital Leadership ist Patrick Comboeuf neuer Co-Studiengangsleiter. Gemeinsam mit Manuel P. Nappo trägt der 46-Jährige die inhaltliche und konzeptionelle Verantwortung für diesen neuen Zertifikatsstudiengang. Comboeuf hat von 2006 bis 2014 zusammen mit einem fast 50-köpfigen Team eine Vielzahl von digitalen Initiativen bei der SBB umgesetzt. «Neben vielen Erfolgsstories wie SBB Mobile, mit fast 5 Millionen Downloads die erfolgreichste App der Schweiz, dem Relaunch von sbb.ch oder der Orchestrierung der Social-Media-Plattformen gab es dabei auch schmerzhafte, aber wertvolle Learnings, die es lohnt zu teilen», sagt Comboeuf. Ein Unternehmen mit einem «realen» Business und einer langen Tradition auf dem digitalen Weg zu begleiten, erfordert in Zukunft neben einem radikal erneuerten Skillset vor allem mutige Leader. Der CAS Leadership nimmt sich dieser Herausforderung an.

Multichannel bedeutet Touchpoints-gerechte Kommunikation

Marion MarxerMarion Marxer wird an der HWZ für den neu konzipierten CAS Multichannel Management tätig sein. Marxer weist eine 20-jährige Berufserfahrung im Bereich Marketing und Kommunikation auf. In Agenturen wie JungvonMatt/Limmat oder Publicis baute sie digitale Units auf und erhielt diverse Auszeichnungen für Effizienz, Vernetzung und Kreativität ihrer Kampagnen. Marxer ist u.a. Mitbegründerin und Organisatorin eines Festivals für digitale Kultur und digitalen Lebensstil (tweakfest). «Der CAS Multichannel Management richtet sich an alle leitenden Mitarbeitenden im Bereich Marketing und Kommunikation», sagt Marxer. Denn heute seien alle von den neuen Paradigmen betroffen – die meisten allerdings noch überfordert. «Deshalb freue ich mich, mit meinem Engagement an der HWZ das Thema in der Schweiz gezielt weiterzuentwickeln.» Der Fokus dabei sei klar: Digital First.

Im CAS Social Media Management wird Kontinuität und Innovation gewährleistet

SvenRuossMit Sven Ruoss als Co-Studiengangsleiter des CAS Social Media Management setzt die HWZ gleichzeitig auf Kontinuität und Innovation. Der 32-Jährige HSG-Absolvent schliesst im Moment den MAS Digital Business ab und wirkte schon mehrmals an der HWZ als Dozent. Sein Berufsweg führte Ruoss von der Beratungs- in die Medienbranche. Mehrere Jahre arbeitete er im Bereich Business Development von Tamedia. Heute verantwortet er die Unternehmensentwicklung beim neuen Schweizer Newsportal watson. Ruoss setzt sich dafür ein, dass auch künftig sehr kompetente Dozierende mit spannenden Insights und aktuellen Cases die Studierenden unterrichten. «Jeder, der im Bereich Social Media künftige Entwicklungsschritte in der eigenen Organisation prägen möchte, erhält im erfolgreichen CAS ein ideales Wissensfundament». Und dies sei entscheidend, so der Social-Media-Experte weiter. «Denn wer nicht digital denkt, ist raus!»

„Ich freue mich ausserordentlich, mit Marion Marxer, Patrick Comboeuf und Manuel Nappo zukünftige Digital Cowboys auszubilden!

Die komplette Medienmitteilung findet man unter folgendem Link: Neue Digital Business-Experten an der HWZ

Und denkt daran: Wer nicht digital denkt, ist raus! Darum besser heute als morgen für eine digitale Weiterbildung am HWZ Center for Digital Business anmelden:

 

Mitte Juni 2014 durfte ich im Rahmen des MAS-Studiengang „Digital Business“ der HWZ eine Studienreise ins Silicon Valley unternehmen. Wir haben von San Francisco aus u.a. Evernote, Facebook, Instagram, Airbnb, Techchrunch und LinkedIn besucht und ergänzend an der Stanford University einige inspirierende Zeit verbracht. Für mich persönlich sind ein paar Schlagwörter und Slogans hängen geblieben, welche ich anbei gerne auf meinem Blog veröffentliche.

Nun die fünf Punkte, die aus meiner Sicht am bemerkenswertesten waren:

1. „Done is better than perfect.“

Digitale Produkte, die zu 80% fertig sind werden auf die User losgelassen. Diese sollen beurteilen wie gut das Produkt ist und wo noch geschraubt werden muss. Mut zahlt sich aus. Digitale Produkte sind nie fertig.

Kaffeeecke bei Airbnb

Kaffeeecke bei Airbnb

2. Scheitern ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht

Eine Firma gegen die Wand fahren heisst erleben und gelernt haben. Eine wichtige Voraussetzung für nächste grosse Projekte. Der mehrmals mit einer Neugründung gescheitert ist, ist auf dem Arbeitsmarkt sehr viel wert, weil er nun weiss, wie man es nicht machen darf.

Design Thinking an der Stanford University

Design Thinking an der Stanford University

3. “Nothing is a mistake. There’s no win and no fail. There’s only MAKE.“

Im Silicon Valley fürchtet man sich nicht vor Fehltritten. Man nimmt sich Zeit und Raum (und natürlich ein paar Dollars) und setzt um, probiert aus, testet.

NO Fail

There’s only make! Spruch an der Stanford University (School of Design)

4. “Free food is mainly a benefit for the employer.“

Was nach paradiesischen Zuständen tönt ist nichts anderes als emotionale und zeitliche Bindung der Mitarbeitenden an den Arbeitsplatz. Ein Investment, welches sich scheinbar bei allen befragten Firmen auszahlt – nicht nur bei Google. „Free Food“ gehört im Silicon Valley zu einem Standard-Benefit. Die Mitarbeitenden kommen früher zur Arbeit, gehen über Mittag nur kurz mit ihren Arbeitskollegen intern essen und reden selbstverständlich zu 90% über das Business. Und am Abend bleiben die Mitarbeitenden länger.

Der "Take-what-you-need"-Automat bei Evernote

Der „Take-what-you-need“-Automat bei Evernote

5. Digitale Talente und Leaders im Silicon Valley zu finden – und dann auch zu halten – ist harte Arbeit

Employer Branding geniesst einen unglaublich hohen Stellenwert, da der Wettbewerb auf dem Arbeitgebermarkt extrem gross ist. Jeder will die Besten. Und tut dafür auch Entsprechendes. Nur wer die besten Talente für sich gewinnen und halten kann, wird langfristig erfolgreich sein.

Lounge-Bereich bei Facebook

Lounge-Bereich bei Facebook

Mein persönliches Fazit: 

Die Welt im Silicon Valley ist eine eigene Welt, welche sich nicht 1:1 in die Schweiz übertragen lässt. Wir können und sollten nicht alles kopieren. Aber persönlich habe ich den Eindruck bekommen, dass eine Übernahme mehrerer Elemente dieser (schon fast surrealen) Arbeitskultur notwendig ist, um dem immer stärker werdenden internationalen Wettbewerb um Talente und „Digital Natives“ Paroli bieten zu können.

Einen ausführlichen Bericht unserer HWZ-Gruppe und des Aufenthaltes hat unsere Klasse in Blogform unter http://fachstellesocialmedia.ch/study-tour-ins-silicon-valley-2014-tag-4-scandit-airbnb-und-gigaom/ aufgeschaltet.

Am 26. März 2013 fand in Zürich die Social Media Marketing Konferenz 2013 statt, über welche ich tatkräftig gebloggt habe. Nun ist das eBook dazu erschienen, bei welchem ich als Autor auch dabei sein durfte. Im eBook findet man Konferenz-Rückblicke, Handouts zu Themen wie Social Media ROI, Content Marketing und Story Telling, Fallbeispiele und vieles mehr.

Das eBook ist beim Verlag buch & netz erschienen und kann in zwei Formaten heruntergeladen werden. Hier der Link zum PDF-Format und zum epub-Format.

Falls ihr privat gerade ein langfristiges Effizienz- und Wachstumsprogramm durchführt, so meldet euch einfach bei mir. Dank buch & netz kann ich meinen treuen Bloglesern einige Codes für den Gratisdownload zur Verfügung stellen.

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Vor 13 Tagen ist mein 999-Franken-Experiment gestartet. Das Ziel des Experiments ist ganz einfach: Mein variables Monatsbudget wird für den Monat April 2013 auf 999 CHF reduziert bzw. pro Tag steht mir ein Budget von 33 Franken und 30 Rappen zur Verfügung. Mit diesem Geld muss ich sämtliche Ausgaben finanzieren, welche bei mir nicht unter Fixkosten budgetiert sind. D.h. mit diesen 999 CHF muss ich alles bezahlen, ausser meiner Wohnung, der Krankenkasse, Jahresabonnements, Steuern, regelmässige Rechnungen über 200 CHF und meinem monatlichen Sparbeitrag in die 3. Säule.

Mein Antrieb für dieses Experiment:

  • Als dipl. Wirtschaftspädagoge muss man manchmal eine Vorbildfunktion wahrnehmen und zeigen, dass langfristig die Ausgaben kleiner aus die Einnahmen sein müssen 😉
  • Als Studierender bin ich mit weniger Geld als den 999 CHF variablen Kosten ausgekommen und habe dabei sehr gut gelebt. Das müsste doch auch noch heute möglich sein
  • Die theoretischen und praktischen Erfahrungen mit „Sparen“ vom Arbeitsleben in meinen privaten Bereich transferieren
  • Durch das Experiment Transparenz über meine Ausgaben verschaffen und dadurch Einsparungspotenziale identifizieren

Der aktuelle Stand: 

  • Nach 13 Tagen sind bereits 522.25 CHF ausgegeben (Soll: 432.90 CHF). D.h. ich bin 89.35 CHF über Budget
  • Mein günstigster Tag: 02. April mit 13.60 CHF (3.10 CHF für Frühstück, 09.50 CHF für Mittagessen in der Kantine)
  • Mein teuerster Tag: 12. April mit 119.10 CHF (3.10 CHF für Frühstück, 19 CHF für Mittagessen in der Kantine, Nachtessen 55 CHF, und Bierrunde in einer Bar 34 CHF)
  • Wenn ich folglich so weiterlebe, dann wird mein Budget am 25. April 2013 aufgebraucht sein. Die letzten 5 Tage werden dementsprechend sicherlich hart

Meine Learnings: 

  • Im Detailhandel sind die Preisdifferenzen der verschieden Produktlinien enorm. Tipp: Migros-Budget-Produkte kaufen, Aktionsprodukte kaufen, kurz vor Ladenschluss Einkaufen gehen, auf Fleisch und Käse (leider zu teuer) komplett verzichten
  • Der Budgetposten „auswärtige Verpflegung“ ist bei mir sehr hoch. Vermutlich muss ich in den letzten 10 Tagen möglichst auf „auswärtige Verpflegung“ verzichten
  • Das Wochenendprogramm muss mit einem solchen Budget markant eingeschränkt werden. Fast alles, was Spass macht, kostet Geld, und sei es auch nur ein „Kinoeintritt“ oder ein „Kaffee“. Diese Einschränkung schmerzt mich am stärksten, da dadurch das soziale Leben erschwert wird
  • Auf den Luxus vom „Outsourcing Hemdenbügeln“ wurde bisher noch nicht verzichtet, ist jedoch ein markanter Budgetposten

 Ende April 2013 werdet ihr an dieser Stelle erfahren, ob ich das 999-CHF-Experiment erfolgreich überstanden habe. 

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Anbei ein paar stichwortartige Take-Aways von den ersten fünf Referaten der Social Media Marketing Konferenz 2013:

Alejandro Ortega, Krebsliga Schweiz: „Vom Wildwuchs zur Social Media Strategie“

  • Cooler Storytelling-Ansatz über zwölf 12 Apps und Prezi 
  • Einführung eines „Social Media Café“ für Mitarbeitende ist gescheitert
  • Die meisten „Likes“ bei Krebsliga Schweiz kommen vom Smartphone
  • Empfehlung von Facebook für Krebsliga Schweiz: 1x pro Tag posten, Bild, zwischen 9am – 12pm
  • Tools für Analytics: Edgerank-Checker (25 Doller / Monat / 1 Seite) und Crowdbooster (39 Doller / Monat / 10 Seiten

German Ramirez, Ex-Global Head of Online & Mitglied der Geschäftsleitung Zurich Financial Services und Managing Director bei Spark & Strategy: „Roadmap zur erfolgreichen Social Media Strategie“

  • Sympathischer Typ, der genial präsentieren kann. Wow.
  • Web 1.0 = „the mostly read-only Web““ vs Web 2.0 = „the wildly read-write Web“(–> Collective intelligence)
  • Das Problem mit Social Media und Web 2.0 ist, dass wir in Plattformen denken. Entscheidend ist aber WARUM Facebook und Co. funktionieren
  • Der Kunde ist nicht mehr König. Der Kunde ist jetzt Mr. President
  • Herausforderung: Wem „gehört“ Digital in einem Unternehmen? Leider zu häufig den Praktikanten
  • 1. Zuhören, 2. Schulen, 3. Einsteigen, 4. Beeinflussen
  • Social Media besteht aus privaten Streams
  • Schritt 1: Social Media Business Case, Schritt 2: Definition des Mehrwertes, Schritt 3: Definition der Inhalte, Kanäle, Zielgruppen (Strategisches Triumvirat), Schritt 4: Verkaufen, verkaufen, verkaufen!
  • Mythos: Kunden wollen Dialoge mit Marken.
  • Mythos: Social media is for Marketing.
  • Mythos: We have to be entertaining.
  • Mythos: We have to be viral.
  • Mythos: We need customers to love our brand.
  • Empfehlung: Don’t focus on your IN-dustry, focus on the OUT-dustry.

Denis Nordmann, CEO von blueReport: „Solide KPI fürs Social Media“

  • „Der Matt Thomson von Klout.com hat das gut gemacht“–> Klout-Score ist bereits heute eine soziale Währung; nützlich, aber nicht zu wichtig nehmen 
  • Input –> Output –> Outcome –> Outflow
  • These 1: Zuerst die Unternehmensstrategie, dann die Zielsetzung und deren KPI
  • These 2: Ein kostenloser KPI löst dein Problem nicht
  • These 3: Dein solider KPI ist einfach nachvollziehbar und klar überprüfbar

Peter Metzinger, Inhaber von Business Campaigning Switzerland GmbH: „Wie viel Wert haben 100 Follower“

  • Physiker basteln gerne komplizierte Formeln (beispielsweise Formel für den relativen ROI)
  • Fazit: ROI-Berechnungen für Social Media eine komplexe Angelegenheit

Reto Baumgartner und Renato Mitra von MySign AG: „Lohnt sich Social Media Marketing wirklich? Case mit Zahlen“

  • Neue Präsentationsform (Gespräch) nach vier Vorträgen ist angenehm 
  • Case Social Media Recruiting: Erfolgreiches Social Media Recruiting von MySign über Twitter (5’000 CHF wurden für die Einstellung von Renato Mitra bezahlt, viele Medienberichte, gutes Employer Branding)
  • Jedoch nicht jede Stelle kann über Social Media besetzt werden: 12’000 CHF Vermittlungsgebühr für Java-Entwickler, jedoch kaum passende Bewerbungen
  • Case Social Commerce: LinsenMax. Wer LinsenMax auf Facebook „liked“, der erhält 10% Rabatt (–> Facebook-Werbung für bestehende Fans lohnt sich: deutlich höherer CTR/CR/Umsatz als Nicht-Fans)

So, die erste Kaffeepause habe ich mir verdient.

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