Archive für Newsplattform

Alle Jahre wieder erscheint die neue Media Use Index Studie von Y&R Group Switzerland. Ich durfte bei der Präsentation diesen Dienstagabend dabei sein. Anbei fasse ich die 11 wichtigsten Erkenntnisse zusammen

Der MUI-Flyer 2016 kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

1. Weiterhin Wachstum bei Internet per Smartphone und Tablet

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Quelle: Media Use Index 2016

2. Das Smartphone kommt überall mit – aufs Klo und ins Bett

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Quelle: Media Use Index 2016

3. Bei den Tablets sind die Digital Immigrants Spitzenreiter

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Quelle: Media Use Index 2016

4. Ad-Blocker auf dem Computer sind in der Schweiz weit verbreitet

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Quelle: Media Use Index 2016

5. Newsmedien werden immer seltener direkt anvisiert

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Quelle: Media Use Index 2016

6. WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter sind für Digital Natives in der Schweiz die wichtigsten Social Media Plattformen

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Quelle: Media Use Index 2016

7. 46% der Digital Natives nutzen Snapchat

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Quelle: Media Use Index 2016

8. Bei den 14- bis 19-Jährigen hat Snapchat Facebook überholt und Instagram eingeholt

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Quelle: Media Use Index 2016

9. Telefonieren gehört bei den Digital Natives NICHT zu 5 häufigsten Funktionen auf dem Smartphone

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Quelle: Media Use Index 2016

10. Bei Digital Natives hat das Streaming das klassische Live TV überholt

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Quelle: Media Use Index 2016

11. Kein Alkohol: OK – Kein Auto: OK – Kein Sex: OK – Kein Smartphone: Voll nicht OK

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Quelle: Media Use Index 2016

In der aktuellen Ausgabe vom „DAS MAGAZIN“ vom 31. Oktober 2015 hat es ein grossartiges Interview von Michael Marti mit der Medienprofessorin Emily Bell. Das Interview kann auch in der 12App von Tamedia unter folgenden Link (kostenlos) gelesen werden: http://mobile2.12app.ch/articles/22368360. Eine Lektüre kann ich empfehlen.

Für diejenigen, welche lieber farbige Bilder anschauen, habe ich 8 markante Statements aus dem Interview herausgenommen.

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In den nächsten Tagen hat die Schweiz eine neue Newsapp namens „12-App“. Apple hat über das Wochenende grünes Lichts gegeben, so dass die App bereits heruntergeladen werden kann (–> der Link dazu). Die 12-App bringt täglich (Mo-So) die 12 relevantesten Artikel um 12 Uhr direkt auf das Smartphone. Die Artikel stammen aus verschiedenen Redaktionen des Verlags Tamedia (wie beispielsweise Tages-Anzeiger, Finanz und Wirtschaft, annabelle, Sonntagszeitung, 20 Minuten, 20 Minuten Friday, Der Bund, Berner Zeitung etc.). Ein eigenes 12-App-Team bestehend aus 2 Mitarbeitenden wählt die Storys des Tages aus und bereitet sie für das mobile Lesen speziell auf. Pro Monat können 12 Artikel kostenlos gelesen werden. Danach kann für 6 CHF im Monat ein Abonnement gelöst werden.

Ich durfte bereits eine Testversion der neuen App herunterladen. Was mir auf den ersten Blick gefällt: 

  • Kuratierung: Von Hand kuratiert, nicht von einer Maschine (–> ähnlich wie Niuws von Peter Hogenkamp)
  • Begrenzung: Klare Begrenzung auf 12 Geschichten pro Tag, klare Begrenzung auf 1 Ausgabe pro Tag
  • Mobile-Only: Klarer Fokus auf Mobile (–> Die Artikel können nicht auf dem Desktop angeschaut werden)
  • Freier Zugriff für bestehende Zeitungs-Abonnenten: Abonnenten von Tages-Anzeiger, Der Bund, Berner Zeitung, Langenthaler Zeitung, Thuner Tagblatt und Berner Oberländer haben kostenlosen Zugriff auf die „12-App“. Momentan diskriminiert werden die Abonnenten der Zürcher Landzeitungen (Der Landbote, Zürcher Unterländer etc.), welche für die neue App bezahlen müssen
  • Design: Nüchternes, aber sehr angenehmes Design
  • Einfacher Bezahlprozess: Der Bezahlprozress geschieht über In-App-Purchase von Apple, d.h. die Abrechnung geschieht direkt über den iTunes-Account. Dies erachte ich als sehr nutzerfreundlich

Da es sich bei dieser App um eine „Zweitverwertung“ handelt und mit knappsten Mittel kuratiert und produziert wird (2 Personen mit Teilzeitpensen), kann die App hoffentlich bald schwarze Zahlen schreiben. Bei geschätzten 200’000 und 300’000 CHF Kosten pro Jahr (ohne Investitionskosten) und mit der Annahme einer Abgabe von 30% der Abokosten an Apple benötigt die App zwischen 4’000 und 6’000 Abonnenten, welche dafür zahlen. 5’000 Abonnenten für Break-even sollten ein erreichbares, aber trotzdem sportliches Ziel darstellen.

Wie immer wünsche ich neuen Medienprodukten in der Schweiz viel Erfolg. Lieber Michael Marti und liebe Regula Marti, ich wünsche euch nur das Beste vom Besten für eure neue „12-App“.

Und die neue App kann bereits im Apple-Store heruntergeladen werden: https://itunes.apple.com/ch/app/12-app/id985919437?l=en&mt=8

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Die neue „12-App“ aus dem Haus Tamedia

 

Transparenz-Box: Zwischen 2012 bis 2014 habe ich als Projektleiter in der Unternehmensentwicklung bei Tamedia gearbeitet. Ich war weder direkt noch indirekt in das Projekt „12-App“ involviert. Aktuell arbeite ich beim Medienunternehmen Ringier im Bereich Business Development.

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Lange musste man warten. Seit Monaten hiess es, dass die neue «20 Minuten»-App bald kommt. Und nun ist sie endlich da. Und das Warten hat sich gelohnt.

Das Würfeldesign: Die vier Fronten

  • Aus 1 View wurden 4 verschiedene Views: ClassicView, SocialView, PlayView & PersonalView
  • Die ClassicView ist die bekannte Newsfront
  • Bei der SocialView sieht man, wieviele Leser von wo auf der Welt gerade «20 Minuten» lesen, welches die meistgelesene Storys sind, welche Leserkommentare geschrieben werden, welche Storys am besten bewerten werden, etc.
  • Bei der PlayView steht die Unterhaltung im Fokus. Der Leser kann wählen, wie viele Minuten (3 Minuten, 10 Minuten oder ziemlich viel Zeit) er unterhalten werden möchte. Dabei werden verschiedenste Storytellingformate wie Quizzes, Duelle, Videos, Games und dergleichen eingesetzt. Zudem können Movies on Demand geschaut werden.
  • Bei der PersonalView dreht sich alles um die Individualisierung. Der User wählt, welche Themen im persönlichen News-Feed erscheinen. Zudem wird ein Bilder-Feed mit Leserbildern angezeigt. Der eingeloggte User kann Punkte sammeln und zum Opinionleader Pro aufsteigen.

Was mir auf den ersten Blick gefällt

  • Klare Trennung zwischen Information und Unterhaltung
  • Gamification-Ansatz
  • Individualisierungs-Möglichkeiten
  • Stärkerer Community-Fokus
  • Fokus auf Videos, Quizzes, Duelle, etc.

Mein erstes Fazit

Manchmal darf man auch die Konkurrenz loben. Respekt. Die neue App setzt neue Massstäbe für Newsportale. Bezüglich Community und Nutzererlebnis bin ich begeistert. Ob tatsächlich die Leser alle Funktionalitäten nutzen werden, bleibt abzuwarten. Lieber Mike Herter, da kann ich nur sagen: Well done. Die nächste Bierrunde geht auf mich.

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Seit 8. April 2015 kuratiere ich bei Niuws die Box «Social Media». Während diesen 131 Tagen ist meine Followerschaft auf mehrere hundert Interessierte angewachsen. Es ist Zeit, meine Erfahrungen in fünf Punkten festzuhalten.

1. Selbstdisziplin: Niuws hat meine Selbstdisziplin erhöht

Auch vor meiner Zeit bei Niuws habe ich sehr viele Artikel über Social Media gelesen. Einerseits da es mich interessiert und andererseits bin ich als Studienleiter des Lehrgangs CAS Social Media Management am Center for Digital Business an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich auch dazu verpflichtet, auf den neusten Stand zu sein. Doch seit ich kuratiere, lese ich regelmässiger und intensiver. Ich bin meinen Followern verpflichtet, spannende Artikel zu finden. Dies hat meine Selbstdisziplin markant erhöht.

2. Regelmässigkeit: Regelmässigkeit zahlt sich aus – Ausnahmen sind erlaubt

Mein Ziel ist es, meine Box täglich (an Wochentagen) mit drei spannenden Artikeln zu füllen. Ich verzichte bewusst auf mehr als drei Artikel, da die Zeit der Leser knapp ist. Daneben erlaube ich mir, bei «Breaking-News» auch eine Push-Notifications für einen einzigen Artikel zu schreiben.

3. Push-Titelei: Hansi hats immer gesagt, nun glaube ich ihm auch

Der Text für die Push-Notifications und der Tweet bei Twitter sind matchentscheidend, um das Interesse der Leser zu gewinnen. Bisher habe ich da einige Ansätze ausprobiert. Doch grundsätzlich bin ich mit meiner Titelei noch nicht zufrieden. Zukünftig möchte ich bezüglich Titelsetzung noch besser werden.

4. Top All-Time-Articles: Unterschiedlichste Artikel werden am besten gelesen

Auch nach 131 Tagen kann ich immer noch schwer vorausahnen, welche Artikel wie häufig geklickt werden. Bei den Top-10-Artikel der letzten 9 Tage sind unterschiedlichste Formen dabei: Kolumnen, Artikel auf Englisch, Tipps und Tricks, News, etc.

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5. Followers: Eine wachsende Followerschaft ist gut fürs Gemüt und verpflichtet

Im Niuws-Dashboard kann ich jeweils sehen, wieviele Follower ich in den letzten 7 Tage dazugewonnen habe. Meine Followerzahl steigt täglich um einige Follower. Solange die Zahlen stetig steigen, ist man zufrieden. In den letzten beiden Wochen ging es aber langsamer vorwärts. Lediglich 1 bis 2 Personen habe ich pro Tag dazugewonnen. An einigen Tagen ist sogar nichts passiert. Und obschon auch ich das schöne Wetter genossen habe, bin ich trotzdem nervös geworden.

Ich selbst wurde in den letzten Monaten ein regelmässiger Leser der Niuws-App. In den ersten Monaten habe ich die App nur einmal wöchentlich geöffnet, nun ist es praktisch täglich. Insbesondere für das Themenfeld «Digital Business» ist die App ein MUST geworden.

Für alle, welche Niuws und meine Box noch nicht kennen, kann ich folgender 3-Punkte-Plan empfehlen: 

  1. App «Niuws» herunterladen
  2. Box «Social Media» folgen
  3. Weitere spannende Boxen hinzufügen

TRANSPARENZ-BOX: Ich erhalte kein Geld für meine Tätigkeit als Kurator bei Niuws und schreibe diesen Blogbeitrag aus eigener Veranlassung.

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„Geld verdienen mit digitalen Inhalten – Herausforderungen und Best Practices“ war das heutige Thema meines Referates am Internet-Briefing in Zürich.

Die Facts and Figures, welche aus meiner Sicht gegeben sind:

  • Trend Smartphone: Smartphone ist das Leitmedium der jungen Generation
  • Der Medienkonsum der heutigen Generation ist „interactive“ – sie sind „always on“ und interagieren auf Social Media (Von Lean-Back-Media zu Lean-Forward-Media)
  • In der digitalen Welt kann jeder aus tausenden Quellen nach den individuellen Interessen seine News zusammenstellen (Newsportale, Blogs, Nischenportale, Social Media etc. (–> Individualisierung)

Es gibt unterschiedlichste Geschäftsmodelle für digitale Inhalte. Die wichtigsten Modelle im Überblick:

Als Servicedienstleistung findest du anbei die komplette Präsentation zum Referat (kostenlos, ohne Paywall, ohne Werbung).

Die digitale Newslandschaft bleibt spannend. In den letzten Tagen wurde bekannt, dass die Süddeutsche Zeitung eine Paywall nach dem Metered-Modell einführt. Und 20 Minuten prüft die Lancierung eines Newsportals in Deutschland. Die Branche ist in Bewegung. Wir bleiben dran. Digital ist not the future, it is the present. Und wer nicht digital denkt, ist raus!

20 Minuten will nach Deutschland

Dies war ein asoziales Wochenende. 10 Stunden vor meinem Apple-Computer verbracht und eine Präsentation erstellt. Es gibt schönere Wochenendtätigkeiten. Doch die Just-in-Time-Production der Slides für mein Referat zum Thema „Geld verdienen mit digitalen Inhalten – Herausforderungen und Best Practices“ am Dienstag, 3. März 2015, am Internet-Briefing um 17.30 Uhr in Zürich, musste vollendet werden. Wenn es euch Wunder nimmt, ob sich mein Wochenendprogramm gelohnt hat, kann sich gerne noch anmelden. Ein paar wenige Plätze hat es noch.

Ein kleiner Teaser-Text: 

Wir wollen Zeitung lesen – bloss immer weniger auf Papier. Die Online- bzw. Mobilenutzung ist in den letzten Jahren markant gestiegen. Doch nirgends ist die Schere zwischen Nutzung und Werbeerträgen so gross wie beim Mobile. Der Werbefranken wandert nur zögerlich in digitale Kanäle. Doch wie kann unter diesen schwierigen Umständen mit digitalen Inhalten Geld verdient werden? Was können wir von New York Times, BuzzFeed, Huffington Post, Circa, NowThis News und Co. lernen? Was gibt es für Learnings nach der Einführung des Metered-Bezahlmodells beim Tages-Anzeiger. Funktioniert das Premium-Modell von BILDplus? Wieso haben Axel Springer und New York Times in Blendle investiert? Wieso finde ich keine Schweizer Magazine bei Readly? Weshalb gibt es in Polen eine Medien-Flatrate? Was gibt es für Erfolgsfaktoen von mobilen Newsportalen?

Facts & Figures zum Anlass:

  • Wann: Dienstag, 03. März 2017 um 17.30 Uhr
  • Wo: Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
  • Thema „Geld verdienen mit digitalen Inhalten“ sprechen.
  • Anmeldung: Es hat noch ein paar wenige freie Plätze. Jetzt anmelden unter diesem Link.

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

 

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

Geld verdien mit digitalen Inhalten

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

71 Prozent des Traffics auf watson stammt bereits von mobilen Geräten (Smartphones und Tabelts). In einem Blogwerk-Interview durfte ich erklären, wieso das Newsportal App-Nutzungen anstrebt und welche Rolle zukünftig Videoinhalte spielen sollen.

Zum kompletten Interview: Mobile: Wieso watson die App ins Zentrum stellt 

blogwerk Sven Ruoss

Quelle: Blogwerk.ch

Immer wieder wird mir von Branchenfremden folgende Frage gestellt: Wieso lässt man Printzeitungen nicht sterben? Wieso müssen digitale Newsportale Printzeitungen quersubventionieren? 

Auf diese Frage habe ich nun dank Matthias Ackeret, dem neuen Verleger von „persönlich“, eine passende Antwort gefunden. Obschon ich als Digital Native eher in der digitalen Welt Zuhause bin, muss bzw. kann ich seinen folgenden Ausführungen grösstenteils zustimmen.

„Es gibt wohl keine andere Branche als die Medienbranche, die mit einer solch sadomasochistischen Lust ihren baldigen Untergang zelebriert wie die unsrige. Bei gewissen Vorträgen und Branchentagungen wähnt man sich auf der Titanic. Aber erst fünf Minuten nachdem sie untergegangen ist. Aber einmal anders gefragt: Wie viele Zeitungen haben in der Schweiz in den letzten Jahren ihr Erscheinen eingestellt? Natürlich wurde umstrukturiert, abgebaut, optimiert. Natürlich wurde auch zusammengelegt und vor allem gespart. Der Glanz der goldenen Zeiten ist ermattet. Dass Peter Wanner das Badener Tagblatt wieder aufleben lässt, stimmt optimistisch. Auch wenn es sich um kleine Summen handelt, ist dieses Projekt höchstwahrscheinlich lukrativer als die Lancierung eines neuen Internetbrands.

Tatsache ist doch, dass die meisten Schweizer Verlagshäuser momentan ihr Geld immer noch mit dem Print verdienen. Aber trotzdem: Hat man je vom Metzgerverband gehört, dass dieser aufgrund der steigenden Anzahl von Veganern und Vegetarier auf Schlachthöfe verzichten will?

Unsere Branche handelt oftmals aus der Defensive. Aus Angst vor dem Tod sehen viele Verlagshäuser ihre Rettung im Selbstmord. 

Was viele Verlagshäuser momentan betreiben, ist umgekehrter Darwinismus. Die Jungen fressen ihre Eltern, die Ihnen den Lebensunterhalt garantieren. Aber das kann es nicht sein! 

Aber solange Print noch ein geldbringendes Business ist, soll man es nicht ohne Not aufgeben.“

Matthias Ackeret

Zeitungen sterben wie Fliegen. Leserzahlen und Werbeeinnahmen brechen ein. Das Geschäftsmodell der Printmedien liegt im Koma. So oder ähnlich schreiben die Totengräber-Journalisten über ihre Branche.

Doch manchmal hilft ein Blick auf Zahlen – Daten – Fakten, wie ich in der Medienmanagementschule bei Roland Wittmann gelernt habe. Der Datenblog vom Tages-Anzeiger.ch hat den Umbruch der Schweizer Zeitungslandschaft in 5 Grafiken zusammengefasst, welche ich euch nicht vorenthalten möchte.

Den kompletten Datenblog findet man anbei: Der Umbruch der Schweizer Zeutngslandschaft in 5 Grafiken (Bitte Klicken, der Tages-Anzeiger ist auf Klicks angewiesen).

1. Grafik: Die Gesamtauflagen der Zeitungen sinken seit 2009 – aber nicht im freien Fall

2. Grafik: Die Gattung „Tageszeitung“ ist die grosse Verliererin – Innerhalb der letzten 11 Jahre verlor sie über 40% der Auflage

3. Grafik: Die Preise für Zeitungen sind in den letzten 11 Jahren inflationsbereinigt markant gestiegen – Im Einzelverkauf über 20%

4. Grafik: Die Online-Nutzung von Newssites steigt – 20 Minuten und Blick mit Abstand die grössten Gewinner

5. Grafik: Seit 2000 sind die Werbeeinnahmen bei Zeitungen um beinahe 60% eingebrochen – Online-Werbeausgaben steigen, aber befinden sich immer noch auf eher homöopathischem Niveau