Archive für Newsportal

In der aktuellen Ausgabe des deutschen Magazins «Medium – Magazin für Journalisten» hat Paulin Tillmann einen spannenden Artikel zu den «Innovationstreibern im Publishing» verfasst. Die Digitalisierung schafft nicht nur Disruption, sondern auch neue Rollen. Darunter: Innovationsmanager, die den Wandel und die Kreativität vorantreiben sollen. Der Fokus der Artikels liegt auf Deutschland. Doch wie machen es die Nachbarn in der Schweiz? Neben Michael Marti von Tamedia wurde ich in meiner Rolle als Head of Product und Development bei der Blick-Gruppe erwähnt.

Den kompletten Artikel findet ihr anbei oder hier als PDF-Link: Innovationstreiber

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In der aktuellen Ausgabe vom „DAS MAGAZIN“ vom 31. Oktober 2015 hat es ein grossartiges Interview von Michael Marti mit der Medienprofessorin Emily Bell. Das Interview kann auch in der 12App von Tamedia unter folgenden Link (kostenlos) gelesen werden: http://mobile2.12app.ch/articles/22368360. Eine Lektüre kann ich empfehlen.

Für diejenigen, welche lieber farbige Bilder anschauen, habe ich 8 markante Statements aus dem Interview herausgenommen.

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In den nächsten Tagen hat die Schweiz eine neue Newsapp namens „12-App“. Apple hat über das Wochenende grünes Lichts gegeben, so dass die App bereits heruntergeladen werden kann (–> der Link dazu). Die 12-App bringt täglich (Mo-So) die 12 relevantesten Artikel um 12 Uhr direkt auf das Smartphone. Die Artikel stammen aus verschiedenen Redaktionen des Verlags Tamedia (wie beispielsweise Tages-Anzeiger, Finanz und Wirtschaft, annabelle, Sonntagszeitung, 20 Minuten, 20 Minuten Friday, Der Bund, Berner Zeitung etc.). Ein eigenes 12-App-Team bestehend aus 2 Mitarbeitenden wählt die Storys des Tages aus und bereitet sie für das mobile Lesen speziell auf. Pro Monat können 12 Artikel kostenlos gelesen werden. Danach kann für 6 CHF im Monat ein Abonnement gelöst werden.

Ich durfte bereits eine Testversion der neuen App herunterladen. Was mir auf den ersten Blick gefällt: 

  • Kuratierung: Von Hand kuratiert, nicht von einer Maschine (–> ähnlich wie Niuws von Peter Hogenkamp)
  • Begrenzung: Klare Begrenzung auf 12 Geschichten pro Tag, klare Begrenzung auf 1 Ausgabe pro Tag
  • Mobile-Only: Klarer Fokus auf Mobile (–> Die Artikel können nicht auf dem Desktop angeschaut werden)
  • Freier Zugriff für bestehende Zeitungs-Abonnenten: Abonnenten von Tages-Anzeiger, Der Bund, Berner Zeitung, Langenthaler Zeitung, Thuner Tagblatt und Berner Oberländer haben kostenlosen Zugriff auf die „12-App“. Momentan diskriminiert werden die Abonnenten der Zürcher Landzeitungen (Der Landbote, Zürcher Unterländer etc.), welche für die neue App bezahlen müssen
  • Design: Nüchternes, aber sehr angenehmes Design
  • Einfacher Bezahlprozess: Der Bezahlprozress geschieht über In-App-Purchase von Apple, d.h. die Abrechnung geschieht direkt über den iTunes-Account. Dies erachte ich als sehr nutzerfreundlich

Da es sich bei dieser App um eine „Zweitverwertung“ handelt und mit knappsten Mittel kuratiert und produziert wird (2 Personen mit Teilzeitpensen), kann die App hoffentlich bald schwarze Zahlen schreiben. Bei geschätzten 200’000 und 300’000 CHF Kosten pro Jahr (ohne Investitionskosten) und mit der Annahme einer Abgabe von 30% der Abokosten an Apple benötigt die App zwischen 4’000 und 6’000 Abonnenten, welche dafür zahlen. 5’000 Abonnenten für Break-even sollten ein erreichbares, aber trotzdem sportliches Ziel darstellen.

Wie immer wünsche ich neuen Medienprodukten in der Schweiz viel Erfolg. Lieber Michael Marti und liebe Regula Marti, ich wünsche euch nur das Beste vom Besten für eure neue „12-App“.

Und die neue App kann bereits im Apple-Store heruntergeladen werden: https://itunes.apple.com/ch/app/12-app/id985919437?l=en&mt=8

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Die neue „12-App“ aus dem Haus Tamedia

 

Transparenz-Box: Zwischen 2012 bis 2014 habe ich als Projektleiter in der Unternehmensentwicklung bei Tamedia gearbeitet. Ich war weder direkt noch indirekt in das Projekt „12-App“ involviert. Aktuell arbeite ich beim Medienunternehmen Ringier im Bereich Business Development.

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Lange musste man warten. Seit Monaten hiess es, dass die neue «20 Minuten»-App bald kommt. Und nun ist sie endlich da. Und das Warten hat sich gelohnt.

Das Würfeldesign: Die vier Fronten

  • Aus 1 View wurden 4 verschiedene Views: ClassicView, SocialView, PlayView & PersonalView
  • Die ClassicView ist die bekannte Newsfront
  • Bei der SocialView sieht man, wieviele Leser von wo auf der Welt gerade «20 Minuten» lesen, welches die meistgelesene Storys sind, welche Leserkommentare geschrieben werden, welche Storys am besten bewerten werden, etc.
  • Bei der PlayView steht die Unterhaltung im Fokus. Der Leser kann wählen, wie viele Minuten (3 Minuten, 10 Minuten oder ziemlich viel Zeit) er unterhalten werden möchte. Dabei werden verschiedenste Storytellingformate wie Quizzes, Duelle, Videos, Games und dergleichen eingesetzt. Zudem können Movies on Demand geschaut werden.
  • Bei der PersonalView dreht sich alles um die Individualisierung. Der User wählt, welche Themen im persönlichen News-Feed erscheinen. Zudem wird ein Bilder-Feed mit Leserbildern angezeigt. Der eingeloggte User kann Punkte sammeln und zum Opinionleader Pro aufsteigen.

Was mir auf den ersten Blick gefällt

  • Klare Trennung zwischen Information und Unterhaltung
  • Gamification-Ansatz
  • Individualisierungs-Möglichkeiten
  • Stärkerer Community-Fokus
  • Fokus auf Videos, Quizzes, Duelle, etc.

Mein erstes Fazit

Manchmal darf man auch die Konkurrenz loben. Respekt. Die neue App setzt neue Massstäbe für Newsportale. Bezüglich Community und Nutzererlebnis bin ich begeistert. Ob tatsächlich die Leser alle Funktionalitäten nutzen werden, bleibt abzuwarten. Lieber Mike Herter, da kann ich nur sagen: Well done. Die nächste Bierrunde geht auf mich.

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Seit 8. April 2015 kuratiere ich bei Niuws die Box «Social Media». Während diesen 131 Tagen ist meine Followerschaft auf mehrere hundert Interessierte angewachsen. Es ist Zeit, meine Erfahrungen in fünf Punkten festzuhalten.

1. Selbstdisziplin: Niuws hat meine Selbstdisziplin erhöht

Auch vor meiner Zeit bei Niuws habe ich sehr viele Artikel über Social Media gelesen. Einerseits da es mich interessiert und andererseits bin ich als Studienleiter des Lehrgangs CAS Social Media Management am Center for Digital Business an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich auch dazu verpflichtet, auf den neusten Stand zu sein. Doch seit ich kuratiere, lese ich regelmässiger und intensiver. Ich bin meinen Followern verpflichtet, spannende Artikel zu finden. Dies hat meine Selbstdisziplin markant erhöht.

2. Regelmässigkeit: Regelmässigkeit zahlt sich aus – Ausnahmen sind erlaubt

Mein Ziel ist es, meine Box täglich (an Wochentagen) mit drei spannenden Artikeln zu füllen. Ich verzichte bewusst auf mehr als drei Artikel, da die Zeit der Leser knapp ist. Daneben erlaube ich mir, bei «Breaking-News» auch eine Push-Notifications für einen einzigen Artikel zu schreiben.

3. Push-Titelei: Hansi hats immer gesagt, nun glaube ich ihm auch

Der Text für die Push-Notifications und der Tweet bei Twitter sind matchentscheidend, um das Interesse der Leser zu gewinnen. Bisher habe ich da einige Ansätze ausprobiert. Doch grundsätzlich bin ich mit meiner Titelei noch nicht zufrieden. Zukünftig möchte ich bezüglich Titelsetzung noch besser werden.

4. Top All-Time-Articles: Unterschiedlichste Artikel werden am besten gelesen

Auch nach 131 Tagen kann ich immer noch schwer vorausahnen, welche Artikel wie häufig geklickt werden. Bei den Top-10-Artikel der letzten 9 Tage sind unterschiedlichste Formen dabei: Kolumnen, Artikel auf Englisch, Tipps und Tricks, News, etc.

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5. Followers: Eine wachsende Followerschaft ist gut fürs Gemüt und verpflichtet

Im Niuws-Dashboard kann ich jeweils sehen, wieviele Follower ich in den letzten 7 Tage dazugewonnen habe. Meine Followerzahl steigt täglich um einige Follower. Solange die Zahlen stetig steigen, ist man zufrieden. In den letzten beiden Wochen ging es aber langsamer vorwärts. Lediglich 1 bis 2 Personen habe ich pro Tag dazugewonnen. An einigen Tagen ist sogar nichts passiert. Und obschon auch ich das schöne Wetter genossen habe, bin ich trotzdem nervös geworden.

Ich selbst wurde in den letzten Monaten ein regelmässiger Leser der Niuws-App. In den ersten Monaten habe ich die App nur einmal wöchentlich geöffnet, nun ist es praktisch täglich. Insbesondere für das Themenfeld «Digital Business» ist die App ein MUST geworden.

Für alle, welche Niuws und meine Box noch nicht kennen, kann ich folgender 3-Punkte-Plan empfehlen: 

  1. App «Niuws» herunterladen
  2. Box «Social Media» folgen
  3. Weitere spannende Boxen hinzufügen

TRANSPARENZ-BOX: Ich erhalte kein Geld für meine Tätigkeit als Kurator bei Niuws und schreibe diesen Blogbeitrag aus eigener Veranlassung.

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Seit gestern habe ich meine eigene Box «Social Media» beim neuen Medien-Start-up Niuws und darf mich nun auch noch «Kurator» nennen. Ich widme mich in der neuen Box der schnelllebigen und bunten Welt von Social Media. Hier kann man mich direkt abonnieren.

Gleichzeitig startete auch Marie-Christine Schindler. Sie wird ab sofort über Neuigkeiten rund um Online-PR informieren. Hier geht es direkt zur Web-Vorschau ihrer Box.

Ich freue mich, bei diesem Projekt mit Koryphäen wie Peter Hogenkamp, Martin Weigert, Stefan Leuthold, Nick Lüthi, Andreas von Gunten, Lukas Stuber, Martin Steiger, Thomas Lang, Viktor Giacobbo, Marie-Christine Schindler und vielen weiteren Persönlichkeiten mitwirken zu dürfen.

Um keine Trends zu verpassen, empfehle ich folgender 3-Punkte-Plan: 

  1. App «Niuws» herunterladen
  2. Box «Social Media» folgen
  3. Weitere spannende Boxen hinzufügen

Weitere Infos zu Niuws:

Niuws Sven Ruoss Social Media

Die beiden neuen Boxen «Online PR» und »Social Media» bei Niuws

 

Dies war ein asoziales Wochenende. 10 Stunden vor meinem Apple-Computer verbracht und eine Präsentation erstellt. Es gibt schönere Wochenendtätigkeiten. Doch die Just-in-Time-Production der Slides für mein Referat zum Thema „Geld verdienen mit digitalen Inhalten – Herausforderungen und Best Practices“ am Dienstag, 3. März 2015, am Internet-Briefing um 17.30 Uhr in Zürich, musste vollendet werden. Wenn es euch Wunder nimmt, ob sich mein Wochenendprogramm gelohnt hat, kann sich gerne noch anmelden. Ein paar wenige Plätze hat es noch.

Ein kleiner Teaser-Text: 

Wir wollen Zeitung lesen – bloss immer weniger auf Papier. Die Online- bzw. Mobilenutzung ist in den letzten Jahren markant gestiegen. Doch nirgends ist die Schere zwischen Nutzung und Werbeerträgen so gross wie beim Mobile. Der Werbefranken wandert nur zögerlich in digitale Kanäle. Doch wie kann unter diesen schwierigen Umständen mit digitalen Inhalten Geld verdient werden? Was können wir von New York Times, BuzzFeed, Huffington Post, Circa, NowThis News und Co. lernen? Was gibt es für Learnings nach der Einführung des Metered-Bezahlmodells beim Tages-Anzeiger. Funktioniert das Premium-Modell von BILDplus? Wieso haben Axel Springer und New York Times in Blendle investiert? Wieso finde ich keine Schweizer Magazine bei Readly? Weshalb gibt es in Polen eine Medien-Flatrate? Was gibt es für Erfolgsfaktoen von mobilen Newsportalen?

Facts & Figures zum Anlass:

  • Wann: Dienstag, 03. März 2017 um 17.30 Uhr
  • Wo: Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
  • Thema „Geld verdienen mit digitalen Inhalten“ sprechen.
  • Anmeldung: Es hat noch ein paar wenige freie Plätze. Jetzt anmelden unter diesem Link.

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

 

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

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Der Start

Knapp ein Jahr nach dem Start von watson hat die Schweiz ein neues Medien-Start-up: NiuwsNiuws ist eine News-App mit handkuratierten Nachrichten. Ein Team von zunächst circa 15 Kuratoren erstellen täglich eine Liste lesenswerter Nachrichten zu spezifischen Fachgebieten zusammen. Die Kuratoren und die Themen versprechen für Digital Cowboys einiges.

Anbei eine Auswahl der bekannten Experten bei Niuws:

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Das Team

Hinter Niuws steht das Unternehmen Newscron aus Lugano, gegründet von Elia Palme, der 2013 mit seiner Informatik-Dissertation ausgezeichnet wurde. Als Verwaltungspräsident und CEO ist der frühere NZZ-Digitalchef Peter Hogenkamp tätig. Der Gründer Elia Palme hat die Funktion als CTO inne. Als COO ist Mitgründer Patrick Lardi an Board. Momentan werden gemäss Homepage noch ein Project Manager und Software Developers gesucht.

Team Niuws

Das Fazit

Ich persönlich findet die Geschäftsidee des News-Aggregators sehr spannend. Peter Hogenkamp ist es gelungen, ein ausgezeichnetes Kuratorenteam aufzubauen. Viele der Themen sind im Bereich „DIGITAL“ anzusiedeln. Gemäss Aussagen von Peter Hogenkamp im Persönlich setzt man auf ein B2B-Businessmodell. Die App sieht gut aus und ist einfach zu bedienen. Ich als Nicht-Goldküstenjunge werde regelmässig die Niuws-App öffnen und werde die Entwicklung von Niuws mit Interesse verfolgen. Dem Niuws-Team um Peter Hogenkamp wünsche ich nur das Beste. #GoodLuck #CooleApp #AllTheBest 

Wie die Niuws-App funktioniert und aussieht zeigt folgendes Video:

71 Prozent des Traffics auf watson stammt bereits von mobilen Geräten (Smartphones und Tabelts). In einem Blogwerk-Interview durfte ich erklären, wieso das Newsportal App-Nutzungen anstrebt und welche Rolle zukünftig Videoinhalte spielen sollen.

Zum kompletten Interview: Mobile: Wieso watson die App ins Zentrum stellt 

blogwerk Sven Ruoss

Quelle: Blogwerk.ch

Zeitungen sterben wie Fliegen. Leserzahlen und Werbeeinnahmen brechen ein. Das Geschäftsmodell der Printmedien liegt im Koma. So oder ähnlich schreiben die Totengräber-Journalisten über ihre Branche.

Doch manchmal hilft ein Blick auf Zahlen – Daten – Fakten, wie ich in der Medienmanagementschule bei Roland Wittmann gelernt habe. Der Datenblog vom Tages-Anzeiger.ch hat den Umbruch der Schweizer Zeitungslandschaft in 5 Grafiken zusammengefasst, welche ich euch nicht vorenthalten möchte.

Den kompletten Datenblog findet man anbei: Der Umbruch der Schweizer Zeutngslandschaft in 5 Grafiken (Bitte Klicken, der Tages-Anzeiger ist auf Klicks angewiesen).

1. Grafik: Die Gesamtauflagen der Zeitungen sinken seit 2009 – aber nicht im freien Fall

2. Grafik: Die Gattung „Tageszeitung“ ist die grosse Verliererin – Innerhalb der letzten 11 Jahre verlor sie über 40% der Auflage

3. Grafik: Die Preise für Zeitungen sind in den letzten 11 Jahren inflationsbereinigt markant gestiegen – Im Einzelverkauf über 20%

4. Grafik: Die Online-Nutzung von Newssites steigt – 20 Minuten und Blick mit Abstand die grössten Gewinner

5. Grafik: Seit 2000 sind die Werbeeinnahmen bei Zeitungen um beinahe 60% eingebrochen – Online-Werbeausgaben steigen, aber befinden sich immer noch auf eher homöopathischem Niveau