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Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu. Am Silvester macht man sich Vorsätze fürs neue Jahr. Und wie jedes Jahr merkt man spätestens dann, dass man die Neujahrsvorsätze vom letzten Jahr nicht eingehalten hat. So auch bei mir.

Ein einziger Neujahrsvorsatz für 2016 habe ich eingehalten: Mehr Sport. Der morgendliche Indigo-Besuch wurde zum Fixpunkt in meiner Agenda.

Trotz der verpasster Jahresziele blicke ich zufrieden aufs 2016. Einige meiner persönlichen/geschäftlichen Highlights sind folgende:

  • Erfolgreiche Durchführung meines neuen Fachs «Digital & Mobile Business» an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich auf der Bachelor-Stufe
  • Wiederum erfolgreiche Durchführung (meine 3. als Studienleiter und insgesamt 11. Durchführung) des Lehrgangs CAS Social Media Management an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich
    (nächste Durchführung startet im August 2017 –> jetzt anmelden)
  • Spannende Begegnungen bei Keynotes und Referaten über die digitale Transformation und Social Media (u.a. für AXPO, Swiss Online Marketing Messe, EDU ICT, OneGov, UPGREAT)
  • 2. Runde  der Studie «Digital Switzerland» (a.k.a. Digitale Dinos)
  • Verfassen mehrerer Fachbeiträge (u.a. bei Tagesspiegel CAUSA, Jahrbuch Marketing 2016, Buchbeitrag über digitale Transformation in der Immobilienbranche)
  • Statements zur digitalen Transformation und Social Media bei verschiedenen Publikationen (u.a. 20 Minuten, Blick, Handelszeitung)

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Damit meine Neujahrsvorsätze «verbindlicher» werden, anbei mein 17-Punkte-Plan (für 2017): 

  1. Mehr «Digital Detox»
  2. Weniger «FOMO»
  3. Mehr Genuss
  4. Mehr «Nein»
  5. Mehr Kampf für die digitale Bildung (Aus- und Weiterbildung) in der Schweiz
  6. Weniger «Aufregen»
  7. Mehr Ferien
  8. Mehr Lesen 
  9. Weniger «digitale Dinos»
  10. Mehr Digital Disruption
  11. Mehr neue Leute kennenlernen 
  12. Mehr kurze Auszeiten 
  13. Weniger Smartphone
  14. Mehr Fokus 
  15. Mehr Work 4.0
  16. Mehr Spass 
  17. Mehr Verbindlichkeit 

Happy New Year! Happy 2017! «En guetä Rutsch!»

Seit Donnerstag findet zum ersten Mal das «Digital Festival» in Zürich statt. Heute Nachmittag endet das «Digital Festival» mit der Ehrung der besten Hacker-Ideen am «Hack Zürich», an welchem über 500 Hacker aus der ganzen Welt während 40 Stunden an spannenden Fragestellungen von Unternehmen gearbeitet haben. Ich erlaube mir – obschon das «Digital Festival» noch läuft, bereits ein Fazit in 5 Punkten.

1. Krawatten-Quote tiefer als Hoodie-Quote

In den letzten Jahren wurden einige digitale Konferenzen lanciert. Als Teilnehmer wurden insbesondere die Anzugsträger mit Krawatten gesichtet. Die Niveau der Vorträge hat man entsprechend auf das digitale Know-how dieser Krawattenträger angepasst. Das «Digital Festival» war anders. Die Hoodie-Quote war deutlich höher als die Krawatten-Quote. Und entsprechend war das Niveau und die Stimmung komplett eine andere.

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2. Unkompliziertes Festival versus bocksteife Konferenz

Das «Digital Festival» lebt seinen Namen. Anstatt eine bocksteife Konferenz zu organisieren, veranstalteten die Organisatoren ein unkompliziertes Festival. Das Programm bestand aus spannenden Keynotes, interaktiven Labs, Sessions in der ganzen Stadt und HackZurich im Technopark. Fazit: Vielseitig. Am Donnerstagabend gab es auf der Terrasse vom Kaufleuten noch eine Grillparty. Fazit: Gemütlich. Beim «Digital Festival» wurde man nicht nur inspiriert und hat sich ausgetauscht, sondern man hatte auch noch Spass.

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3.  Unser Festival der digitalen Szene

An Konferenzen geht man häufig auch zum «Networken». Obschon ich beim «Digital Festival» überhaupt nicht genetworked habe, habe ich noch nie so viele neue, spannende Leute kennengelernt. Der Austausch funktionierte unkompliziert. Viele Personen kannte man zumindest über die digitalen Kanäle. Man duzte sich auf allen Ebenen. Ich habe während diesen vier Tagen kein einziges «Sie» gehört. Was mir aber ganz oft zu Ohren gekommen ist: «Das Digital Festival ist unser Anlass!»

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4. Sogar die Stadt hisst die Fahnen fürs «Digital Festival»

Sogar die Stadt Zürich wusste, dass mit dem «Digital Festival» endlich «Digital Switzerland» / «Digital Zürich 2025» erlebbar wird und hat in der Stadt die Fahnen dafür gehisst. Normalerweise muss ein Anlass zuerst zur Tradition werden wie das «Sächsilüüte» oder die «Street Parade». Darum war die Beflaggung durch die Stadt sicherlich mutig, aber richtig. Die Beflaggung zeigt auf, wie ernst die Stadt Zürich ihre digitale Ambition anstrebt.

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5. Der volle Saal am Samstag-Morgen um 09.00 Uhr

Jeder Konferenz-Experte hat wohl gewarnt: «Seid ihr verrückt, am Samstagmorgen Keynotes durchzuführen.». Diese Experten wurden eines besseren belehrt. Am Samstagmorgen um 09.00 Uhr war der Saal im Kaufleutensaal mit ca. 200 Teilnehmer überraschenderweise ziemlich voll. Diese Tatsache ist für mich ein sehr starkes Zeichen: Das «Digital Festival» war nicht nur eine bessere Alternative zum normalen «Arbeiten» am Donnerstag und Freitag, sondern man war auch gewillt, seine Freizeit zu «opfern». Wenn eine Konferenz dies erreicht, dann ist sie nicht nur gut, sondern sehr, sehr gut.

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Fazit: Mit dem «Digital Festival» ist «Digital Switzerland» endlich erlebbar geworden. Ein herzliches Kompliment an die vier Gründer Manuel Nappo, Schoscho Rufener, Jonathan Isenring und Rasmus Rothe und das ganze Team dahinter. Ihr sind geili Sieche! Ich freue mich jetzt schon auf das «Digital Festival 2017» – mit den spannendsten Keynotes, den innovativsten Sponsoren und den coolsten Teilnehmern. 

Alle Jahre wieder erscheint die neue Media Use Index Studie von Y&R Group Switzerland. Ich durfte bei der Präsentation diesen Dienstagabend dabei sein. Anbei fasse ich die 11 wichtigsten Erkenntnisse zusammen

Der MUI-Flyer 2016 kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

1. Weiterhin Wachstum bei Internet per Smartphone und Tablet

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Quelle: Media Use Index 2016

2. Das Smartphone kommt überall mit – aufs Klo und ins Bett

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Quelle: Media Use Index 2016

3. Bei den Tablets sind die Digital Immigrants Spitzenreiter

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Quelle: Media Use Index 2016

4. Ad-Blocker auf dem Computer sind in der Schweiz weit verbreitet

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Quelle: Media Use Index 2016

5. Newsmedien werden immer seltener direkt anvisiert

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Quelle: Media Use Index 2016

6. WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter sind für Digital Natives in der Schweiz die wichtigsten Social Media Plattformen

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Quelle: Media Use Index 2016

7. 46% der Digital Natives nutzen Snapchat

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Quelle: Media Use Index 2016

8. Bei den 14- bis 19-Jährigen hat Snapchat Facebook überholt und Instagram eingeholt

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Quelle: Media Use Index 2016

9. Telefonieren gehört bei den Digital Natives NICHT zu 5 häufigsten Funktionen auf dem Smartphone

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Quelle: Media Use Index 2016

10. Bei Digital Natives hat das Streaming das klassische Live TV überholt

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Quelle: Media Use Index 2016

11. Kein Alkohol: OK – Kein Auto: OK – Kein Sex: OK – Kein Smartphone: Voll nicht OK

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Quelle: Media Use Index 2016

Vor ca. 3 Wochen hat ein ehemaliger Arbeitskollege, Philipp Meier, folgendes auf Facebook gepostet:

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Und da wurde mir bewusst: Seit Monaten bin ich ohne persönliche Visitenkarten. Und darauf bin ich auch stolz.

Ich habe mich entschieden, dass ich für die nächsten Jahre (vielleicht auch für immer) keine persönliche Visitenkarten benötige. Und dies aus drei Gründen: Erstens sehe ich als Digital Native den Mehrwert für Visitenkarten nicht. Zweitens hat mich die Medienbranche so erzogen, dass ich nicht für meinen Arbeitgeber unnötige Kosten wie beispielsweise für Visitenkarten verursache. Und Drittens: Keine analoge Visitenkarten zu besitzen ist auch ein bewusstes Statement von mir. Darum mein Entscheid: Ich lebe per sofort ohne Visitenkarten. 

Das Leben ohne eigene Visitenkarten ist ganz gut. Die einzige Herausforderung: Die Gesellschaft erwartet von mir, dass ich Visitenkarten habe. Bei Meetings mit externen Personen gab es schon etliche verdutzte Blicke, wenn ich den Personen sagte, dass ich Ihnen leider keine physische Visitenkarten geben könne, weil ich keine habe und keine will. Ich würde mich aber gerne mit Ihnen digital über XING oder Linkedin vernetzen.

In ihren Blicken konnte ich ihre Gedanken teilweise ablesen: «Der Arme bekommt keine eigenen Visitenkarten.» 

Was lernen wir daraus: Ob man auf analoge oder digitale Visitenkarten setzt, ist für die digitale Transformation irrelevant. Ob es in 10 Jahren noch analoge Visitenkarten gibt, ist für die Menschheit irrelevant. Die Tatsache, dass ich keine Visitenkarten mehr besitze, ist sogar mehr als irrelevant. Aber an diesem total irrelevanten Visitenkarten-Beispiel erkennt man die grösste Herausforderung der digitalen Transformation: CULTURE. 

 

Alle Jahre wieder findet im April die Swiss Online Marketing Messe in Zürich statt. Die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich ist mit dem Center for Digital Business natürlich auch wieder mit einem Stand vor Ort und führt kleine Digital Marketing Schulungen durch.

Zusammen mit sämtlichen Studienleitern des HWZ Centers for Digital Business werde ich vor Ort sein und jeweils um 15.00 Uhr ein kleines Referat zum Thema „Lernen von den Profis: Wie Teenager Social Media nutzen“ halten.

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Selbstverständlich sind die Folien auch wieder digital verfügbar;-)

Diese Woche bin ich über meine Social Media Kanäle mehrfach über die Top 10 der Ratschläge, wie man als Führungskraft um die Digitalisierung herumkommt. Die Hitparade der digitalen Ingnoranz hat Der Standard visualisiert und als Basis dient der Leadership Report 2016.

Leider war dieser Printscreen von schlechter Qualität. Deshalb habe mir erlaubt, diese wertvolle Hitparade zu kopieren.

 1. Haben Sie keine Ahnung von IT, und seien Sie stolz darauf.
Schliesslich gehören Sie ja nicht zu den Digital Natives und finden sich beruflich und privat auch ohne das elektronische Klimbin gut zurecht.

2. Delegieren Sie das Thema an den CIO.
Begreifen Sie Digitalisierung bloss nicht als integrale Querschnittsmaterie, die das ganze Unternehmen erfasst und verunsichert. Wozu haben Sie schliesslich eine eigene Abteilung, die sich darum kümmert?

3. Sehen Sie in Ihrem CIO weiterhin den Cheftechniker der Firma.
Erwarten Sie, von ihm möglichst wenig zu hören. Schliesslich ist IT entweder ein enormer Kostenfaktor oder Quell steten Ärgernisses, wenn wieder einmal etwas nicht funktioniert.

4. Marginalisieren Sie das Social-Media-Gedöns.
Überantworten Sie es ein paar jungen Praktikanten als Spielwiese, die mit den anderen Abteilungen möglichst wenig Berührungspunkte hat.

5. Lächeln Sie milde über die Versuche von Digitalunternehmen, in Ihre Branche vorzudringen.
Es hat Jahrzehnte gedauert, bis Ihre Firma die Stellung eingenommen hat, die sie jetzt innehat. Diesen Vorsprung holen ein paar Jungs aus dem Silicon Valley nicht über Nacht auf.

6. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn Ihnen Big-Data-Analysen vorgelegt werden. Ihre persönliche Erfahrung zählt mehr und wird Sie auch in Zukunft nicht täuschen, da können die Daten ruhig in eine ganz andere Richtung zeigen.

7. Seien Sie Ihren Mitarbeitern gegenüber restriktiv in der Bereitstellung digitaler Ressourcen.
Die meisten Daten gehen Ihre Leute ohnehin nichts an. Und ausserdem sollten sie arbeiten und nicht mit Computern rumspielen.

8. Glorifizieren Sie die gute alte Zeit, als die Menschen noch miteinander gesprochen und nicht dauernd auf ihr Smartphone geschaut haben.
Erst kürzlich haben Sie eine Studie gelesen, dass Vinyl-Schallplatten wieder schick sind.

9. Tun Sie Roboter, AI-Systeme oder Machine-Learning als utopische Fiktion ab.
Dass Automatisierung einmal Menschen ersetzen wird, sagen Experten schon seit Jahrzenten voraus. Und seien wir mal ehrlich: Was davon wurde jemals wirklich Realität?

10. Seien Sie ganz gelassen und lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Digitalisierung ist nur einer dieser Hypes, die von Medien und sogenannten Gurus aufgeblasen werden. Nächstes Jahr wird eine andere Sau durch das Dorf getrieben. Ihr Unternehmen hat nichts zu befürchten.

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Am Montag, 26. Oktober 2015, wurde das „Jahrbuch Qualität der Medien 2015“ von fög/Universität Zürich präsentiert. Die Ergebnisse werden von der Medienbranche meistens totgeschrieben. Ich habe mich durch die Hauptbefunde gekämpft. Folgende 7 Grafiken nehme ich für mich persönlich mit:

1. Traditionelle Informationsangebote haben ein Jugendproblem – auch Online-Angebote

16- bis 29-Jährige informieren sich immer weniger über TV, Radio und Zeitungen. Bei dieser Altersgruppe stagniert auch die Nutzung professioneller Online-Newsangebote. Bei den jungen Erwachsenen wächst die Gruppe der News-Deprivierten, die gar oder fast keine Informationsangebote mehr nutzen und stattdessen hauptsächlich Unterhaltung konsumieren.

Quelle: fög, 2015

Quelle: fög, 2015

2. Korrelation zwischen Mobile und Softnews

Je höher der Anteil der Mobilnutzer an einem Medienangebot, desto höher ist auch der jeweilige Softnewsanteil.

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Quelle: fög, 2015

3. Digital Natives konsumieren immer mehr Nachrichten über Facebook

Facebook wird immer stärker zum Hauptnachrichtenkanal der jüngeren Generation. Um hohe Reichweiten in den Social Networks zu generieren, müssen Publisher auf Social-Media-Journalismus setzen.

Quelle: Pew Research Center, 2015

Quelle: Pew Research Center, 2015

4. Einnahmen aus den Onlinewerbe- und Onlinelesermärkten können die Verluste im Pressebereich nicht kompensieren

Trotz der Verlagerung des Newsgeschäfts ins Internet entsprechen 2014 in der Schweiz die Erlöse aus dem Onlinewerbemarkt (105 Mio. CHF) gerade einmal einem Zehntel der Erträge aus dem Werbegeschäft der Presse (1042 Mio. CHF).

Quelle: fög, 2015

Umsätze in Mio. Quelle: fög, 2015

5. Die digitalen Werbemärkte gehören den globalen Tech-Giganten Google und Facebook

Die globalen Tech-Giganten erzielen einen Grossteil der digitalen Werbeerträge und stossen neuerdings auch ins publizistische Geschäft vor.

Quelle: Pew Research Center, 2015

Marktanteile digitaler Werbeerlöse. Quelle: Pew Research Center, 2015

6. Konsolidierung der Schweizer Medienbranche geht weiter

In der Deutschschweiz wurden noch im Jahr 2001 rund 40% des Pressemarktes von Verlagen abgedeckt, die es heute nicht mehr gibt. In der Suisse romande deckten im Jahr 2001 jene Verlage, die seither verschwunden sind, sogar über 80% des Informationsmarktes ab.

Quelle: fög, 2015

Konzentration im Pressmarkt in der Deutschschweiz. Quelle: fög, 2015

7. Paywall-Angebote mit den höchsten Qualitätswerten

Die Bereitschaft für digitale Newsangebote zu bezahlen, ist weiterhin gering. Doch wenigstens befinden sich hinter den porösen Paywalls Newsinhalte von hoher Qualität.

fög, 2015

Quelle: fög, 2015

In den nächsten Tagen hat die Schweiz eine neue Newsapp namens „12-App“. Apple hat über das Wochenende grünes Lichts gegeben, so dass die App bereits heruntergeladen werden kann (–> der Link dazu). Die 12-App bringt täglich (Mo-So) die 12 relevantesten Artikel um 12 Uhr direkt auf das Smartphone. Die Artikel stammen aus verschiedenen Redaktionen des Verlags Tamedia (wie beispielsweise Tages-Anzeiger, Finanz und Wirtschaft, annabelle, Sonntagszeitung, 20 Minuten, 20 Minuten Friday, Der Bund, Berner Zeitung etc.). Ein eigenes 12-App-Team bestehend aus 2 Mitarbeitenden wählt die Storys des Tages aus und bereitet sie für das mobile Lesen speziell auf. Pro Monat können 12 Artikel kostenlos gelesen werden. Danach kann für 6 CHF im Monat ein Abonnement gelöst werden.

Ich durfte bereits eine Testversion der neuen App herunterladen. Was mir auf den ersten Blick gefällt: 

  • Kuratierung: Von Hand kuratiert, nicht von einer Maschine (–> ähnlich wie Niuws von Peter Hogenkamp)
  • Begrenzung: Klare Begrenzung auf 12 Geschichten pro Tag, klare Begrenzung auf 1 Ausgabe pro Tag
  • Mobile-Only: Klarer Fokus auf Mobile (–> Die Artikel können nicht auf dem Desktop angeschaut werden)
  • Freier Zugriff für bestehende Zeitungs-Abonnenten: Abonnenten von Tages-Anzeiger, Der Bund, Berner Zeitung, Langenthaler Zeitung, Thuner Tagblatt und Berner Oberländer haben kostenlosen Zugriff auf die „12-App“. Momentan diskriminiert werden die Abonnenten der Zürcher Landzeitungen (Der Landbote, Zürcher Unterländer etc.), welche für die neue App bezahlen müssen
  • Design: Nüchternes, aber sehr angenehmes Design
  • Einfacher Bezahlprozess: Der Bezahlprozress geschieht über In-App-Purchase von Apple, d.h. die Abrechnung geschieht direkt über den iTunes-Account. Dies erachte ich als sehr nutzerfreundlich

Da es sich bei dieser App um eine „Zweitverwertung“ handelt und mit knappsten Mittel kuratiert und produziert wird (2 Personen mit Teilzeitpensen), kann die App hoffentlich bald schwarze Zahlen schreiben. Bei geschätzten 200’000 und 300’000 CHF Kosten pro Jahr (ohne Investitionskosten) und mit der Annahme einer Abgabe von 30% der Abokosten an Apple benötigt die App zwischen 4’000 und 6’000 Abonnenten, welche dafür zahlen. 5’000 Abonnenten für Break-even sollten ein erreichbares, aber trotzdem sportliches Ziel darstellen.

Wie immer wünsche ich neuen Medienprodukten in der Schweiz viel Erfolg. Lieber Michael Marti und liebe Regula Marti, ich wünsche euch nur das Beste vom Besten für eure neue „12-App“.

Und die neue App kann bereits im Apple-Store heruntergeladen werden: https://itunes.apple.com/ch/app/12-app/id985919437?l=en&mt=8

12 App

Die neue „12-App“ aus dem Haus Tamedia

 

Transparenz-Box: Zwischen 2012 bis 2014 habe ich als Projektleiter in der Unternehmensentwicklung bei Tamedia gearbeitet. Ich war weder direkt noch indirekt in das Projekt „12-App“ involviert. Aktuell arbeite ich beim Medienunternehmen Ringier im Bereich Business Development.

12 App

«An alle High Potentials und Key Performer, Global Player und Opinion Leader, alle Deep Diver und Innovation Driver. An alle Indoor Stepper und Power Napper. An alle Urban Gardener und Facebook Farmer. An alle Laufbandläufer und Proteindrink-Trinker. Alle Insider und Upgrader. An alle euch Meilen-Millionäre. Macht erst mal ohne mich weiter.»

#DigitalDetox

Die Sommerferien starten. Und mit den Sommerferien startet auch mein Vorhaben, während den nächsten Woche meinen digitalen Konsum wesentlich einzuschränken. Keine Angst, ich gehe nicht gerade in ein Digital Detox Camp, sondern ich versuche es mit der digitalen FdH-Diät. Aus diesem Grund macht mein Blog im Juli 2015 Sommerpause.

Ich wünschen allen schöne Sommerferien. Geniesst es!

Die heutigen Jugendlichen trinken viel weniger Alkohol, rauchen und kiffen weniger als früher. Doch was machen sie denn heute mit der vorigen Zeit? Genau! Sie surfen stundenlang im Internet herum und befinden sich täglich 2, 3 oder sogar 4 Stunden auf Social-Media-Plattformen. In der JoiZone Digital Sendung vom Mittwoch, 25. März 2015, darf ich auf dem Sofa bei Corsin von joiz Platz nehmen und Fragen rund um Social Media beantworten. Wie sind Social Media und das Berufsleben vereinbar? Wie hilfreich sind Plattformen wie Xing und Linkedin im Arbeitsleben? Bewerben wir uns künftig vielleicht nur noch über Social Media? Welche Informationen gebe ich im Netz über mich preis?

Facebook: Der Chef liest mit

Denn eines ist sicher: Die meisten Arbeitgeber informieren sich auch im Netz über die Bewerber. Unvorteilhafte Informationen und Bilder können sich negativ auf die Stellensuche auswirken? Die Bilder vom Saufgelage des Kandidaten geben meistens keine Pluspunkte im Rekrutierungsprozess. Aus diesem Grund erhält auch der sogenannte Social CV immer mehr Gewicht? Doch was finden die Arbeitgeber über mich heraus? Über den Social CV Check von Adecco habe ich den Test gemacht.

Zum Social CV von Adecco: https://blog.adecco.ch/jimjim/data/app/view/

Adecco Social CV Check

Adecco Social CV Check

Welche Informationen sind für die Öffentlichkeit bestimmt?

Mein Social CV Score ist 8 von 12. Immerhin. Ich bin gut unterwegs. Einige Informationen über mich sind explizit nicht öffentlich auf Facebook, wie beispielsweise mein Geburtsdatum. Andere Informationen wie Schulen und Arbeitgeber habe ich bewusst auf öffentlich geschaltet. Darum aus meiner Sicht alles in Ordnung.

Social CV Check

Social CV Score von Adecco

Partypics, Partypics und noch mehr Partypics

Bei den Bildern bin ich dann allerdings überrascht, wie viele Bilder von mir öffentlich einsehbar sind. Und darunter auch Fotos in Badehosen, in seltsamen Posen, in geschmacklosen Outfits, alkoholisiert und mit Vodka-Flaschen. Und diese Fotos sehen nicht nur meine 1084 Facebook-Freunde, sondern können von der ganzen Welt gesehen werden. Durch meine berufliche Tätigkeit in der Medien-Marketing-Branche verfolge ich persönlich eine eher lockere Haltung bezüglich privater Informationen. Trotzdem hat mich der Social CV Check von Adecco dazu veranlasst, einige Fotos von mir zu löschen bzw. den Tag auf mich zu entfernen.

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Nicht geeignete Bilder für Recruiter und Headhunter – aber momentan noch öffentlich einsehbar via Facebook

3 DON’Ts auf Facebook

Zusammengefasst deshalb folgende drei No-Gos für das öffentliche Facebook: 

  • Bilder: Es muss ja nicht die ganze Welt sehen, wie du Party bis in die frühen Morgenstunden feierst
  • Alkohol: Don’t drink and post! Auch SMSlen ist nicht immer die beste Idee im angeheiterten Zustand.
  • Meinungen: Von abfälligen Äusserungen über spezifische Personen / Gruppen sollte abgesehen werden.