Archive für Watson

Dies war ein asoziales Wochenende. 10 Stunden vor meinem Apple-Computer verbracht und eine Präsentation erstellt. Es gibt schönere Wochenendtätigkeiten. Doch die Just-in-Time-Production der Slides für mein Referat zum Thema „Geld verdienen mit digitalen Inhalten – Herausforderungen und Best Practices“ am Dienstag, 3. März 2015, am Internet-Briefing um 17.30 Uhr in Zürich, musste vollendet werden. Wenn es euch Wunder nimmt, ob sich mein Wochenendprogramm gelohnt hat, kann sich gerne noch anmelden. Ein paar wenige Plätze hat es noch.

Ein kleiner Teaser-Text: 

Wir wollen Zeitung lesen – bloss immer weniger auf Papier. Die Online- bzw. Mobilenutzung ist in den letzten Jahren markant gestiegen. Doch nirgends ist die Schere zwischen Nutzung und Werbeerträgen so gross wie beim Mobile. Der Werbefranken wandert nur zögerlich in digitale Kanäle. Doch wie kann unter diesen schwierigen Umständen mit digitalen Inhalten Geld verdient werden? Was können wir von New York Times, BuzzFeed, Huffington Post, Circa, NowThis News und Co. lernen? Was gibt es für Learnings nach der Einführung des Metered-Bezahlmodells beim Tages-Anzeiger. Funktioniert das Premium-Modell von BILDplus? Wieso haben Axel Springer und New York Times in Blendle investiert? Wieso finde ich keine Schweizer Magazine bei Readly? Weshalb gibt es in Polen eine Medien-Flatrate? Was gibt es für Erfolgsfaktoen von mobilen Newsportalen?

Facts & Figures zum Anlass:

  • Wann: Dienstag, 03. März 2017 um 17.30 Uhr
  • Wo: Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
  • Thema „Geld verdienen mit digitalen Inhalten“ sprechen.
  • Anmeldung: Es hat noch ein paar wenige freie Plätze. Jetzt anmelden unter diesem Link.

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

 

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

Geld verdien mit digitalen Inhalten

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

Mit Freude habe ich die Einladung von Sarah Genner angenommen, als Referent bei der Jahrestagung 2014 der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft meine Praktikerperspektive zu „Digital Natives & Hard News“ zu erläutern. Zusammen mit Konrad Weber (SRF), Lorenz König (NZZ), Olivia Kühni (Handelszeitung) und Philipp Wampfler (Kantonsschullehrer Kantonsschule Wettingen) durften wir die jungen Medienkonsumenten unter die Lupe nehmen.

Gemäss einer Studie von PWC (PWC Media & Entertainment Outlook) werden die „Digital Natives“ ab 2020 in der Mehrheit sein. Mit der Übernahme der Mehrheit durch die „Digital Converts“ 2013 wurde die Transformationsphase eingeläutet. In dieser Transformationsphase wird die DNA der Kunden fundamental geändert. Aus Businesssicht ist es daher zwingend, dass man sich mit der neuen Generation beschäftigt? Werden „Digital Natives“ noch ein Print-Zeitungsabonnement kaufen? Sind für „Digital Natives“ Medienmarken wichtig? Werden „Digital Natives“ je bereit sein, für Informationen zu zahlen? Über welche Kanäle informieren sich „Digital Natives“ über das Weltgeschehen? Welche Art von News wird von dieser neuen Generation nachgefragt? Wie muss das Geschäftsmodell angepasst werden, um mit der neuen Generation Geld zu verdienen? Wie gelingt es den klassischen Medienunternehmen, die „Digital Natives“ für sich zu gewinnen?

Bildschirmfoto 2014-04-14 um 21.06.19

Diese wichtigen Fragen habe ich selbstverständlich nicht beantwortet, sondern lediglich 6 Thesen über „Digital Natives & Hard News“ skizziert.

1. These: Mobile First

Smartphones sind die Schaltzentrale der Digital Natives. Nachrichten werden hauptsächlich über mobile Endgeräte gelesen.

2. These: Kurze Boulevardnews

Die Aufmerksamkeitsspanne der Digital Natives ist gering. Deshalb gilt für News: Je kürzer, desto besser.

3. These: Social Media als Anker

Die Bedeutung der klassischen Medienmarken nimmt für Digital Natives ab. Über Social Media werden Geschichten von unterschiedlichsten Medien konsumiert.

4. These: Verschmelzung Hard und Soft News

Hard News und Soft News verschmelzen miteinander. Digital Natives können damit umgehen.

5. These: Interaktionsmöglichkeiten

Digital Natives wollen mitreden und mitmachen – auch in den Medien.

6. These: Identität – Lokaler Bezug

Den Digital Natives ist Identität wichtig. Ein lokaler Bezug bei den News ist für die Digital Natives essentiell.

Anbei findet man die Slides meiner Präsentation: 

 

 

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer investiert weiter im Silicon Valley und beteiligt sich am Online-Magazin „OZY„, wie Axel Springer in einer Medienmitteilung schreibt.

„We are going to bring you the new and the next. Every day. OZY will deliver new people, places, trends, ideas and opinions“

Allgemein

Gegründet wurde das Medien-Startup Ozy Media von Carlos Watson, welcher zuvor Unternehmer und Fernsehjournalist bei CNN und MSNBC war. Das Portal ging im September 2013 an den Start und setzt auf Qualitätsjournalismus für die sogenannte „Change Generation“, welche aus gut ausgebildeten Personen besteht, die sich für die Veränderungen auf der Welt interessieren. Der Hauptsitz von Ozy Media ist in Mountain View.

Redaktionelles Konzept

Das Portal setzt nicht auf Quantität, sondern auf Qualität. Anstelle von unzähligen Kurznachrichten, welche von überall angeboten werden, werden bei Ozy Media weniger, dafür aber hochwertige Artikel produziert. Gemäss Ozy wird dem Leser das gegeben, was er wirklich will: We are going to bring you the new and the next. Every day. OZY will deliver new people, places, trends, ideas and opinions“. News sollen nicht drei Stunden oder drei Tage zuvor auf Ozy veröffentlicht werden, sondern Monate, bevor diese in der Mainstream-Press publiziert werden. Das Newsportal Ozy setzt stark auf Bilder. Die Frontseite besteht ausschliesslich aus grossen Bildern und viele Artikel beinhalten auch grosszügige Image-Walls bzw. Slideshows.

Kommerzielles Konzept

Das Unternehmen beschäftigt circa 15 Personen. Ozy Media ist es gelungen, dass verschiedenste Personen in das Unternehmen investierten: Larry Sonsini, Google’s Chief Legal Officer David Drummond, Chegg CEO Dan Rosensweig und SV Angel Ron Conway. Unter den Investoren befindet sich auch Lauren Powell Jobs, die Witwe des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs. Ozy Media hat über die Investoren insgesamt 5,3 Millionen Dollar Risikokapital erhalten. Zum Geschäftsmodell von Ozy Media findet man keine Angaben. Bisher ist Ozy werbefrei. Ob Ozy zukünftig Werbeprodukte anbietet, ist nicht bekannt. Auf der Homepage von Ozy findet man lediglich eine Mailadresse, an welche man sich für Werbung und Partnerschaften wenden kann.

Ozy Media

 

David G. Bradley, Besitzer von „Atlantic Media“:
“Nobody is ever going to say that they need you. The market never needs what you have until they decide they do.”

Verschiedenste neuartige journalistische Newsportale (beispielsweise Buzzfeed, Upworthy, NowThis News etc.) sind in letzter Zeit international lanciert worden und erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit bei den Nutzern. Bereits sind einige erfolgreiche Neulancierungen im deutschen Raum kopiert worden (Huffington Post Deutschland, Upcoming etc.). Der ehemalige Mitarbeiter von 20 Minuten, Bernhard Brechbühl, lancierte im Herbst 2013 Storyfilter.com, ein Portal mit kuratierten Nachrichten. Ringier startete am 12. Dezember 2013 unter blickamabend.ch seine Buzzfeed-Kopie. Auch 20 Minuten veröffentlicht seit Herbst 2013 Artikel mit Buzzfeed-Elementen (Listen, Gifs). Der ehemalige Chefredaktor von 20 Minuten Online, Hansi Voigt, brachte am 22. Januar 2014 Watson, das neue Schweizer Newsportal. Dazu heuerte er nicht weniger als 58 Personen an.

Der Mobile-Traffic steigt rasant. Immer mehr Menschen lesen News über ihre Smartphones. Vor einem Jahr griffen 3,2 Millionen Nutzer in der Schweiz über ein mobiles Endgerät auf das Internet zu. Das Nutzungsverhalten unterscheidet sich jedoch von dem des Desktopusers. Dabei lassen sich folgende Fragestellungen ableiten: Welche Bedürfnisse haben die Nutzer an mobile Newsplattformen? Auf welche Art und in welcher Form möchten User über ihre Smartphones News lesen? Wie kann der Traffic über mobile Endgeräte monetarisiert werden? Welche neuartigen Geschäftsmodelle für mobile Newsplattformen werden sich durchsetzen?

Im Rahmen des CAS Mobile Business an der HWZ habe ich eine Zertifikatsarbeit zum Thema „Erfolgsfaktoren von mobilen Newsplattformen“ verfasst. In den nächsten Wochen werde ich einzelne Abschnitte auf meinem Blog veröffentlichen. Am Sonntag, 30. März 2014, geht es mit einer ersten Ladung los.

Carlos Watson, Gründer von Ozy Media:
“I think most people would say, ‚No, we don’t need another news site.‘ But if you asked them, ‚Has there been a change, such that people are hungrier now to see more, be more and do more than before?‘ I think they’d tell you there has been.“

 

Erfolgsfaktoren von mobilen Newsplattformen

 

Da ich mich selbst als „Marketier“ bezeichne, war ich gerne bereit, der HWZ ein paar Fragen zu meiner Weiterbildung im „Digital Business“ zu beantworten. Achtung: Das Interview ist so etwas wie ein Native Advertising Interview. Es ist Werbung für die HWZ, für watson und für mich selbst 😉

Das Interview findet man unter http://www.fh-hwz.ch/de/interview-sven-ruoss.htm

Werbung für die HWZ

Manuel P. Nappo, Leiter Fachstelle Social Media Management an der HWZ und Digital Pionier of the Year 2013, hat ein Näschen für Trends. So bietet er nun neu im Bereich Weiterbildung im digitalen Markt einen Social Media Fokus-Kurs für Städte und Gemeinden an der HWZ an. Es freut mich, dass ich mit dem Modul „Mobile Lösungen für die öffentliche Verwaltung“ am Freitag, 14. März 2014, mein Wissen im Bereich Mobile weitergeben darf. Ein kleines Amuse-Bouche findet man anbei.

 „Beim spannendsten Medienprojekt 2014 will ich dabei sein!“

Viele Medienunternehmen antworten mit Effizienzprogrammen auf die Herausforderungen durch Technologie und verändertes Nutzungsverhalten. Das Startup watson hingegen investiert konsequent in die Zukunft des Journalismus. Meinem ehemaligen Arbeitgeber walkerproject ag habe ich ein fünf Fragen zu meiner neuen beruflichen Herausforderung beantwortet. Das kurze Interview findet man hier: www.walkerproject.com.

Bildschirmfoto 2014-02-24 um 22.58.25

Bildschirmfoto 2014-02-24 um 22.58.35

Gemäss dem Mobile-Report 2013 von NET-Metrix greifen bereits 3,2 Mio. Nutzer in der Schweiz über mobile Geräte aufs Internet zu. Davon nutzen 2,2 Mio. Nutzer täglich oder fast täglich das Internet über mobile Endgeräte. Ebenfalls der Internetzugriff über Tablets wächst rasant. Der Report besagt, dass fast 1 Mio. der Tablet-User über Tablet aufs Internet zugreifen. Das mobile Internet ist in der Schweiz angekommen. Die stark wachsende Verbreitung der mobilen Endgeräte und deren intensive Nutzung haben auch den Medienkonsum verändert. Immer mehr Menschen informieren sich über Smartphones und Tablets über das Weltgeschehen. Die Schweizer Medienmarken versuchen, den neuen Nutzungsgewohnheiten Rechnung zu tragen und haben in den letzten Jahren die Newsportale auf die neuen Bildschirmgrösse der mobilen Geräte optimiert und Applications entwickelt. So gibt es heutzutage von praktisch sämtlichen Medienprodukten entsprechende Applications auf dem Markt. Ein Blick auf die zertifizierten Monatsdaten von NET-Metrix-Audit und NET-Metrix Mobile belegt die Wichtigkeit des mobilen Kanals. Im Monat Dezember 2013 hat „20 Minuten“ (deutsche Version) insgesamt 58,8 Mio. Besuche auf ihrem digitalen Kanal registriert. Davon kamen 14,4 Mio. Visits über Desktop und 44,4 Mio. Visits über Mobile (Smartphone und Tablet). D.h. mehr als 75% aller Visits kamen über mobile Endgeräte. „20 Minuten“ weist – wie untenstehende Abbildung  zeigt – den höchsten prozentualen Anteil Visits über Mobile aus. Aber auch die im Newsnet zusammengefassten deutschsprachigen Newsportale „Basler Zeitung“, „Berner Zeitung“, „Der Bund“ und „Tages-Anzeiger kommen auf Werte zwischen 37% und 46%. Der „Blick“ als Boulevardblatt erreicht 41%. Die „Neue Zürcher Zeitung“ hingegen kommt mit ihrer seriösen Berichterstattung auf lediglich 23% mobilen Traffic (bzw. Visits).

Im Dezember 2013 kommen bei 20 Minuten 76% aller Visits über Mobile (Smartphone und Tablets)

Mobile Traffic

Ein Blick auf die absoluten Werte der Visits über mobile Endgeräte zeigt, dass „20 Minuten“ (deutschsprachige Version) im Vergleich mit den Deutschschweizer Tageszeitungen mit Abstand am meisten Mobile Visits erzielt. Im Dezember 2013 konnte „20 Minuten“ insgesamt 44,4 Mio. Visits zählen. Dies bedeutet ein Wachstum von 60%  gegenüber dem Vorjahr. An zweiter Stelle platziert sich der „Blick“ mit 23,1 Mio. Visits. Die untenstehende Abbildung visualisiert, dass die beiden grossen Boulevard-Titel „20 Minuten“ und „Blick“ deutlich am meisten von der wachsenden mobilen Internetnutzung profitieren kann. An dritter Position kann sich der „Tages-Anzeiger“ mit 6,5 Mio. Visits behaupten, aber mit bereits einem beachtlichen Abstand auf die grössten zwei Medienmarken. Die „Neue Zürcher Zeitung“ muss sich deutlich vom „Tages-Anzeiger“ mit 1,9 Mio. Mobile Visits geschlagen geben. Dahinter folgen „Basler Zeitung“, „Berner Zeitung“, „Der Bund“, „Neue Luzerner Zeitung“ und das „St. Galler Tagblatt“.

Insgesamt sind innerhalb eines Jahres bei diesen neun ausgewählten Deutschschweizer Newsportalen die mobilen Visits um 53% gestiegen. Insbesondere die Boulevard-Titel können stark wachsen. Bei „20 Minuten“ beträgt das Wachstum 60% und beim „Blick“ 49% gegenüber Vorjahr.

Mobile Traffic

In Anbetracht sowohl der jährlichen prozentualen Wachstumsrate als auch der absoluten Werte zeigt sich, dass insbesondere Boulevard-Titel stark über mobile Endgeräte gelesen werden. Die beiden Plattformen „20 Minuten“ und „Blick“ haben zusammen bei der gemachten Auswahl einen Marktanteil von 84% aller mobilen Visits. Es scheint, dass der Abstand der beiden grössten Player zu den restlichen Konkurrenten auch zukünftig noch zunehmen wird.

Die Grössenunterschiede der Anzahl an Mobile Visits zeigt deutlich auch die Entwicklung über die Gesamtzeit der erhobenen Zahlen. Im März 2012 erschien zum ersten Mal die Net-Metrix Mobile Publikation. Es zeigt sich, dass bereits im April 2012 „20 Minuten“, „Blick“ und „Tages-Anzeiger“ mit Abstand am meisten Mobile Visits generierten. Mit der höheren Wachstumsrate der Boulevard-Titel hat sich der absolute und relative Abstand weiter vergrössert.

Mobile Traffic
Und damit der Wachstum auch bei den kleineren Player visuell wahrgenommen werden kann, anbei noch untenstehende Abbildung mit den Medienmarken „NZZ“, Basler Zeitung“, „Berner Zeitung“, „Der Bund“, „Neue Luzerner Zeitung“ und „St. Galler Tagblatt“.
Mobile Traffic
Ähnliche Beiträge: 

Die neue Facebook-App „Paper“ ist da. Und T3N erklärt dir, wie du die neue Facebook-App „Paper“ aus der Schweiz bereits herunterladen kannst: http://t3n.de/news/facebook-20-paper-so-kriegt-ihr-es-526408/

Nach erstem Herumturnen muss ich sagen: Gefällt mir. 

watson watson watson watson

watson ist seit Mittwochabend, 22. Januar 2014 21.00 Uhr, live. Unglaublich wie aktiv über diesen Launch getwittert wurde. Anbei meine persönlichen Top 13 Tweets zum Start von watson.

13. Platz

12. Platz

11. Platz

10. Platz

9. Platz

8. Platz

7. Platz

6. Platz

5. Platz

4. Platz

3. Platz

2. Platz

1. Platz