Archive für 20 Minuten

Lange musste man warten. Seit Monaten hiess es, dass die neue «20 Minuten»-App bald kommt. Und nun ist sie endlich da. Und das Warten hat sich gelohnt.

Das Würfeldesign: Die vier Fronten

  • Aus 1 View wurden 4 verschiedene Views: ClassicView, SocialView, PlayView & PersonalView
  • Die ClassicView ist die bekannte Newsfront
  • Bei der SocialView sieht man, wieviele Leser von wo auf der Welt gerade «20 Minuten» lesen, welches die meistgelesene Storys sind, welche Leserkommentare geschrieben werden, welche Storys am besten bewerten werden, etc.
  • Bei der PlayView steht die Unterhaltung im Fokus. Der Leser kann wählen, wie viele Minuten (3 Minuten, 10 Minuten oder ziemlich viel Zeit) er unterhalten werden möchte. Dabei werden verschiedenste Storytellingformate wie Quizzes, Duelle, Videos, Games und dergleichen eingesetzt. Zudem können Movies on Demand geschaut werden.
  • Bei der PersonalView dreht sich alles um die Individualisierung. Der User wählt, welche Themen im persönlichen News-Feed erscheinen. Zudem wird ein Bilder-Feed mit Leserbildern angezeigt. Der eingeloggte User kann Punkte sammeln und zum Opinionleader Pro aufsteigen.

Was mir auf den ersten Blick gefällt

  • Klare Trennung zwischen Information und Unterhaltung
  • Gamification-Ansatz
  • Individualisierungs-Möglichkeiten
  • Stärkerer Community-Fokus
  • Fokus auf Videos, Quizzes, Duelle, etc.

Mein erstes Fazit

Manchmal darf man auch die Konkurrenz loben. Respekt. Die neue App setzt neue Massstäbe für Newsportale. Bezüglich Community und Nutzererlebnis bin ich begeistert. Ob tatsächlich die Leser alle Funktionalitäten nutzen werden, bleibt abzuwarten. Lieber Mike Herter, da kann ich nur sagen: Well done. Die nächste Bierrunde geht auf mich.

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„Geld verdienen mit digitalen Inhalten – Herausforderungen und Best Practices“ war das heutige Thema meines Referates am Internet-Briefing in Zürich.

Die Facts and Figures, welche aus meiner Sicht gegeben sind:

  • Trend Smartphone: Smartphone ist das Leitmedium der jungen Generation
  • Der Medienkonsum der heutigen Generation ist „interactive“ – sie sind „always on“ und interagieren auf Social Media (Von Lean-Back-Media zu Lean-Forward-Media)
  • In der digitalen Welt kann jeder aus tausenden Quellen nach den individuellen Interessen seine News zusammenstellen (Newsportale, Blogs, Nischenportale, Social Media etc. (–> Individualisierung)

Es gibt unterschiedlichste Geschäftsmodelle für digitale Inhalte. Die wichtigsten Modelle im Überblick:

Als Servicedienstleistung findest du anbei die komplette Präsentation zum Referat (kostenlos, ohne Paywall, ohne Werbung).

Die digitale Newslandschaft bleibt spannend. In den letzten Tagen wurde bekannt, dass die Süddeutsche Zeitung eine Paywall nach dem Metered-Modell einführt. Und 20 Minuten prüft die Lancierung eines Newsportals in Deutschland. Die Branche ist in Bewegung. Wir bleiben dran. Digital ist not the future, it is the present. Und wer nicht digital denkt, ist raus!

20 Minuten will nach Deutschland

Mein Spruch „Wer nicht digital denkt, ist raus!“ hat’s bis ins 20 Minuten geschafft. Das neue Center for Digital Business an der HWZ wird in der Print-Ausgabe vom 27. Oktober 2014 in vollen Tönen gelobt:

20 Minuten: „Das dortige Center for Digital Business hat eines der modernsten Bildungskonzepte im Bereich Digital Business umgesetzt!“

Ich kann diese Weiterbildung wirklich allen zukünftigen digitalen Cowboys empfehlen. Denn Digital Business braucht mehr als nur Stammtischwissen.

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Quelle: 20 Minuten vom 27. Oktober 2014, Seite 29

E-Paper 20 Minuten vom 27. Oktober 2014

Gemäss dem Mobile-Report 2013 von NET-Metrix greifen bereits 3,2 Mio. Nutzer in der Schweiz über mobile Geräte aufs Internet zu. Davon nutzen 2,2 Mio. Nutzer täglich oder fast täglich das Internet über mobile Endgeräte. Ebenfalls der Internetzugriff über Tablets wächst rasant. Der Report besagt, dass fast 1 Mio. der Tablet-User über Tablet aufs Internet zugreifen. Das mobile Internet ist in der Schweiz angekommen. Die stark wachsende Verbreitung der mobilen Endgeräte und deren intensive Nutzung haben auch den Medienkonsum verändert. Immer mehr Menschen informieren sich über Smartphones und Tablets über das Weltgeschehen. Die Schweizer Medienmarken versuchen, den neuen Nutzungsgewohnheiten Rechnung zu tragen und haben in den letzten Jahren die Newsportale auf die neuen Bildschirmgrösse der mobilen Geräte optimiert und Applications entwickelt. So gibt es heutzutage von praktisch sämtlichen Medienprodukten entsprechende Applications auf dem Markt. Ein Blick auf die zertifizierten Monatsdaten von NET-Metrix-Audit und NET-Metrix Mobile belegt die Wichtigkeit des mobilen Kanals. Im Monat Dezember 2013 hat „20 Minuten“ (deutsche Version) insgesamt 58,8 Mio. Besuche auf ihrem digitalen Kanal registriert. Davon kamen 14,4 Mio. Visits über Desktop und 44,4 Mio. Visits über Mobile (Smartphone und Tablet). D.h. mehr als 75% aller Visits kamen über mobile Endgeräte. „20 Minuten“ weist – wie untenstehende Abbildung  zeigt – den höchsten prozentualen Anteil Visits über Mobile aus. Aber auch die im Newsnet zusammengefassten deutschsprachigen Newsportale „Basler Zeitung“, „Berner Zeitung“, „Der Bund“ und „Tages-Anzeiger kommen auf Werte zwischen 37% und 46%. Der „Blick“ als Boulevardblatt erreicht 41%. Die „Neue Zürcher Zeitung“ hingegen kommt mit ihrer seriösen Berichterstattung auf lediglich 23% mobilen Traffic (bzw. Visits).

Im Dezember 2013 kommen bei 20 Minuten 76% aller Visits über Mobile (Smartphone und Tablets)

Mobile Traffic

Ein Blick auf die absoluten Werte der Visits über mobile Endgeräte zeigt, dass „20 Minuten“ (deutschsprachige Version) im Vergleich mit den Deutschschweizer Tageszeitungen mit Abstand am meisten Mobile Visits erzielt. Im Dezember 2013 konnte „20 Minuten“ insgesamt 44,4 Mio. Visits zählen. Dies bedeutet ein Wachstum von 60%  gegenüber dem Vorjahr. An zweiter Stelle platziert sich der „Blick“ mit 23,1 Mio. Visits. Die untenstehende Abbildung visualisiert, dass die beiden grossen Boulevard-Titel „20 Minuten“ und „Blick“ deutlich am meisten von der wachsenden mobilen Internetnutzung profitieren kann. An dritter Position kann sich der „Tages-Anzeiger“ mit 6,5 Mio. Visits behaupten, aber mit bereits einem beachtlichen Abstand auf die grössten zwei Medienmarken. Die „Neue Zürcher Zeitung“ muss sich deutlich vom „Tages-Anzeiger“ mit 1,9 Mio. Mobile Visits geschlagen geben. Dahinter folgen „Basler Zeitung“, „Berner Zeitung“, „Der Bund“, „Neue Luzerner Zeitung“ und das „St. Galler Tagblatt“.

Insgesamt sind innerhalb eines Jahres bei diesen neun ausgewählten Deutschschweizer Newsportalen die mobilen Visits um 53% gestiegen. Insbesondere die Boulevard-Titel können stark wachsen. Bei „20 Minuten“ beträgt das Wachstum 60% und beim „Blick“ 49% gegenüber Vorjahr.

Mobile Traffic

In Anbetracht sowohl der jährlichen prozentualen Wachstumsrate als auch der absoluten Werte zeigt sich, dass insbesondere Boulevard-Titel stark über mobile Endgeräte gelesen werden. Die beiden Plattformen „20 Minuten“ und „Blick“ haben zusammen bei der gemachten Auswahl einen Marktanteil von 84% aller mobilen Visits. Es scheint, dass der Abstand der beiden grössten Player zu den restlichen Konkurrenten auch zukünftig noch zunehmen wird.

Die Grössenunterschiede der Anzahl an Mobile Visits zeigt deutlich auch die Entwicklung über die Gesamtzeit der erhobenen Zahlen. Im März 2012 erschien zum ersten Mal die Net-Metrix Mobile Publikation. Es zeigt sich, dass bereits im April 2012 „20 Minuten“, „Blick“ und „Tages-Anzeiger“ mit Abstand am meisten Mobile Visits generierten. Mit der höheren Wachstumsrate der Boulevard-Titel hat sich der absolute und relative Abstand weiter vergrössert.

Mobile Traffic
Und damit der Wachstum auch bei den kleineren Player visuell wahrgenommen werden kann, anbei noch untenstehende Abbildung mit den Medienmarken „NZZ“, Basler Zeitung“, „Berner Zeitung“, „Der Bund“, „Neue Luzerner Zeitung“ und „St. Galler Tagblatt“.
Mobile Traffic
Ähnliche Beiträge: 

Seit März 2012 werden von Net-Metrix der Mobile Traffic separat ausgewiesen. 96 Schweizer Mobile-Sites und Apps weisen bei Net-Metrix-Mobile monatlich ihre Nutzungszahlen aus. Damit hat der Schweizer Markt zertifizierte und verlässliche Mobile-Kennzahlen aus einer unabhängigen Quellen.

Ein fokussierter Blick auf lediglich die Newsportale der Schweiz lohnt sich. Dafür wurden folgende 14 Newsportale aus der Deutschschweiz und der Westschweiz miteinander verglichen:

Im Allgemeinen: 

  • Innerhalb von 19 Monaten (November 2013 versus April 2012) haben sich die monatlichen Mobile Visits um den Faktor 2.5x erhöht (Anmerkung: Angaben von März 2012 nicht vergleichbar, da ohne 20 Minuten)
  • Die Bestmarke mit fast 100 Mio. Visits wurde im September 2013 aufgestellt

Monatliche Mobile Visits von 14 Schweizer Newsplattformen

Das animierte Chart zu den monatlichen Mobile Visits von 14 Schweizer Newsplattformenhttp://cf.datawrapper.de/Td5kD/1/

Im Speziellen: 

  • 20 Minuten Deutschschweiz verbucht mit Abstand am meisten Mobile Visits pro Monat (August 2013: 44,1 Mio. Visits)
  • 20 Minuten Deutschschweiz erzielte seit April 2012 die grösste Wachstumsrate
  • Blick ist die klare Nummer 2 im Schweizer Markt (November 2013: 21,7 Mio. Visits)
  • In der Westschweiz gewinnt ebenfalls 20 Minutes (November 2013: 13,5 Mio. Visits) deutlich vor Le Matin (4,1 Mio. Visits)
  • Tages-Anzeiger erzielt als Nicht-Boulevard-Titel mit 6,3 Mio. Visits (November 2013) ansehnliche Werte. Die Wachstumsrate von Tages-Anzeiger ist ggü. den Boulevardtiteln gering
  • Die Werte der übrigen Zeitungstitel (wie NZZ, St. Galler Tagblatt, Berner Zeitung etc.) bewegen sich unter 2 Mio. Visits pro Monat und können keine derartige Wachstumsgeschichte wie 20 Minuten aufzeigen

Mobile Traffic Newsportale Schweiz

Das animierte Chart zur Entwicklung des Mobile Traffic der Newsportale in der Schweiz (Mio. Visits): http://cf.datawrapper.de/CTHEi/2/

Die Grafiken wurden erstellt mit Datawrapper.de.

Verwandter Artikel: 20Minuten und Blick haben beim Mobile Traffic bei den Schweizer Newsplattformen einen Marktanteil von 87%

Ehemalige „20 Minuten„-Mitarbeitende scheinen innovativ zu sein. Hansi Voigt und Co. tauchen bald mit watson.ch auf. Bernhard Brechbühl, Ex-Mitglied der Chefredaktion von 20 Minuten, startet bereits diesen Montag, 07. Oktober 2014, um 14.00 Uhr mit dem neuen Newsportal „Storyfilter.com. Das Konzept orientiert sich an US-amerikanischen Vorbildern und fokussiert auf das „Kuratieren“. Inhalte von verschiedensten Quellen werden gebündelt und lesergerecht aufbereitet. Die Kuratoren von Storyfilter.com sehen sich als Goldwäscher, welche sich für uns in die Content-Flut stellen und für uns die Goldnuggets herausfiltern.

Als externe Kuratoren konnten u.a. folgende prominente Persönlichkeiten gefunden werden:

Storyfilter.com will uns spannende, unterhaltsame und inspirierende Content-Erlebnisse verschaffen, welche wir auf den sozialen Netzwerken weiterempfehlen und dort diskutieren. Bisher hält sich die soziale Fangemeinde in Grenzen: 2 Facebook-Likes und ganze 6 Follower auf Twitter (Stand 06. Oktober, 08.50 Uhr).

Die Finanzierung geschieht über sogenannten „Consumer Content“. Firmen können Storyfilter.com beauftragen, über ihr Angebot zu berichten. Aus meiner Sicht sicherlich ein spannender Ansatz, bei welchem sinnvoll mit der Herausforderung der Verschmelzung zwischen redaktionellem und kommerziellem Content umgegangen werden muss.

Fazit: Wir sind gespannt. Als Nischenplayer hat Storyfilter.com Potential. 

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