Archive für 2016

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu. Am Silvester macht man sich Vorsätze fürs neue Jahr. Und wie jedes Jahr merkt man spätestens dann, dass man die Neujahrsvorsätze vom letzten Jahr nicht eingehalten hat. So auch bei mir.

Ein einziger Neujahrsvorsatz für 2016 habe ich eingehalten: Mehr Sport. Der morgendliche Indigo-Besuch wurde zum Fixpunkt in meiner Agenda.

Trotz der verpasster Jahresziele blicke ich zufrieden aufs 2016. Einige meiner persönlichen/geschäftlichen Highlights sind folgende:

  • Erfolgreiche Durchführung meines neuen Fachs «Digital & Mobile Business» an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich auf der Bachelor-Stufe
  • Wiederum erfolgreiche Durchführung (meine 3. als Studienleiter und insgesamt 11. Durchführung) des Lehrgangs CAS Social Media Management an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich
    (nächste Durchführung startet im August 2017 –> jetzt anmelden)
  • Spannende Begegnungen bei Keynotes und Referaten über die digitale Transformation und Social Media (u.a. für AXPO, Swiss Online Marketing Messe, EDU ICT, OneGov, UPGREAT)
  • 2. Runde  der Studie «Digital Switzerland» (a.k.a. Digitale Dinos)
  • Verfassen mehrerer Fachbeiträge (u.a. bei Tagesspiegel CAUSA, Jahrbuch Marketing 2016, Buchbeitrag über digitale Transformation in der Immobilienbranche)
  • Statements zur digitalen Transformation und Social Media bei verschiedenen Publikationen (u.a. 20 Minuten, Blick, Handelszeitung)

bildschirmfoto-2016-12-31-um-13-28-22

Damit meine Neujahrsvorsätze «verbindlicher» werden, anbei mein 17-Punkte-Plan (für 2017): 

  1. Mehr «Digital Detox»
  2. Weniger «FOMO»
  3. Mehr Genuss
  4. Mehr «Nein»
  5. Mehr Kampf für die digitale Bildung (Aus- und Weiterbildung) in der Schweiz
  6. Weniger «Aufregen»
  7. Mehr Ferien
  8. Mehr Lesen 
  9. Weniger «digitale Dinos»
  10. Mehr Digital Disruption
  11. Mehr neue Leute kennenlernen 
  12. Mehr kurze Auszeiten 
  13. Weniger Smartphone
  14. Mehr Fokus 
  15. Mehr Work 4.0
  16. Mehr Spass 
  17. Mehr Verbindlichkeit 

Happy New Year! Happy 2017! «En guetä Rutsch!»

Zusammen mit über 50 Autorinnen und Autoren durfte ich das „Jahrbuch Marketing 2016“ mit dem Fokusthema „Digitale Transformation“ mit einem eigenen Fachartikel mit dem Titel „5 Fragen zur Digitalisierung, die sich jedes Unternehmen stellen muss“ mitgestalten. Ehrlichgesagt bin ich ein bisschen stolz, dass ich neben digitalen Cracks wie beispielsweise Christoph Tonini, Patrick Warnking oder Patrick Comboeuf im gleichen Buch vorkomme. Das „Jahrbuch Marketing 2016“ kann ab sofort – print oder digital – hier bestellt werden. Selbstverständlich möchte ich euch die fünf Fragen zur Digitalisierung, die sich jedes Unternehmen stellen muss, nicht vorenthalten: 

Die Ergebnisse der Studie «Digital Switzerland 2015» sprechen eine deutliche Sprache. Drei Viertel der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die Digitalisierung grosse Auswirkungen auf ihre Branche haben wird. Für eine Mehrheit der Schweizer Unternehmen wird die digitale Transformation bis 2017 sogar erfolgskritisch. Andererseits sind 50 Prozent der Unternehmen digitale Dinosaurier. Für Schweizer Unternehmen ist es also höchste Zeit, den Weg der digitalen Transformation zu starten. Doch wo soll angesetzt werden?

Allgemeingültige Kochrezepte für die digitale Transformation taugen wenig. Je nach aktuellem Reifegrad, Branche, Grösse des Unternehmens etc. wird ein unterschiedliches Vorgehen benötigt. Dennoch gibt es ein paar Fragen zur digitalen Transformation, mit welchen sich jedes Unternehmen zu beschäftigen hat.

Frage 1: Ist das Thema «Digital» integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie?

Häufig erarbeiten Unternehmen eine separate Digitalstrategie, welche sich auf digitale Kommunikation und neue digitale Transaktionswege fokussiert. Dabei wird das Thema «Digitale Transformation» jedoch zu eng betrachtet und nicht das komplette Potential ausgeschöpft. Auch die Separierung der Strategie offenbart, dass in den Köpfen der Manager das Thema noch nicht im Unternehmenskern angekommen ist. Vielmehr sollte das Thema «Digital» als wichtigen Bestandteil in die Unternehmensstrategie integriert werden. Nur so können die Chancen der digitalen Technologien vollumfänglich genutzt werden.

Frage 2: Was versteht mein Unternehmen unter «Digitaler Transformation»?

Oft wird unter digitaler Transformation die Erweiterung der Kundenbeziehungen auf digitale Kanäle verstanden. Dieses Management der unterschiedlichen «Touch Points» stellt für Unternehmen eine bedeutende Herausforderung dar, um den Kunden in der Multichannel-Welt eine einheitliche Erfahrung zu bieten. Jedoch wird unter «digitaler Transformation» nicht nur «Customer Experience» verstanden, sondern auch operationelle Prozesse und Geschäftsmodelle. Durch die Digitalisierung werden Prozesse effizienter und skalierbarer. Auch die Arbeitsweise der Mitarbeiter erfährt durch die Digitalisierung und Virtualisierungeine Veränderung . Traditionelle Geschäftsmodelle werden um eine digitale Komponente erweitert und komplette neue digitale Geschäftsmodelle wie Airbn oder Uber werden entwickelt. Es ist wichtig, dass Unternehmen in all diesen Themengebiete nach neuen Möglichkeiten suchen.

Frage 3: Unterstützt die Geschäftsleitung und das mittlere Management die Digitalisierung?

Ohne das Commitment der Geschäftsleitung und des mittleren Management ist es unmöglich, die digitale Transformation voranzutreiben. Deshalb ist es entscheidend, dass der CEO und seine Geschäftsleitungskollegen die Verantwortung für den digitalen Wandel übernehmen und ihre Zielvision vorleben. Gleichzeitig prägt das mittlere Management die Unternehmenskultur massgeblich mit, da diese Führungskräfte viel näher bei den Mitarbeitenden sind. Entsprechend reduziert die Unterstützung beim mittleren Management die Gefahr, dass digitale Projekte scheitern.

Frage 4: Verfügt mein Unternehmen über ausreichend digitales Know-how?

Ohne digitales Know-how kann der digitale Wandel nicht zum Erfolg werden. Das digitale Know-how muss sowohl auf Führungs- als auch auf Mitarbeiterstufe deutlich erhöht werden. Es genügt nicht, nur neue digitale Experten anzuheuern. Jeder Mitarbeiter muss sich eine gewisse digitale Kompetenz aufbauen – CEO inklusive. Es ist dringend notwendig, dass Investitionen ins digitale Know-how getätigt werden.

Frage 5: Lebt mein Unternehmen den digitalen Spirit?

Die Digitalisierung ist dynamisch. Die Innovationsgeschwindigkeit ist rasant gestiegen. Unternehmen müssen agil sein. Die Mitarbeiter müssen Lust und Spass daran haben, neue Technologien auszuprobieren und dauernd dazu zu lernen. Sie werden Fehler machen, doch das müssen sie auch dürfen. Nur wer diese kulturellen Voraussetzungen erfüllt, wird zukünftig ein attraktiver Arbeitgeber sein und bezüglich digitalem Wandel eine Vorreiterrolle einnehmen.

Jahrbuch Marketing 2016

Jahrbuch Marketing 2016 – Seite 79

Jahrbuch Marketing 2016 - Seite 80

Jahrbuch Marketing 2016 – Seite 80

Jahrbuch Marketing, Seite 81

Jahrbuch Marketing, Seite 81