Archive für Budget

Aktueller Kontostand am Montagabend, 29. April 2013: +12.45 CHF

Budgetierte Ausgaben am Dienstag, 30. April 2013: Latte Macchiato von Emmi zum Frühstück (2.20 CHF) und Mittagessen in der Kantine (09.50 CHF) ergibt in der Summe 11.70 CHF

Kontonstand Ende April 2013: 0.75 CHF (–> Falls kein a.o. Aufwand am 30. April 2013 erfolgt, ist das Experiment geglückt!)

Meine Erfahrungen:

  • Zuhause habe ich in diesem Monat jeweils abgewechselt zwischen M-Budget Tortellini Ricotta-Spinat und Migros Teigwaren in verschiedenen Formationen. Dazu jeweils Salat aus der Migros (OK, Luxus, aber gesunder Luxus musste sein)
  • Auf Käse, Fisch und Fleisch habe ich Zuhause vollständig verzichtet
  • Für das Mittagessen habe ich mich vermehrt in der Kantine verpflegt, jeweils das günstigste Menü (09.50 CHF) gewählt
  • Nicht budgetierte Ausgaben für Haushaltsartikel bzw. Hygieneartikel wie Zürich Kehrichtsäcke (20.50 CHF), Linsenmittel (23.70 CHF) oder Rasierklingen (39.90 CHF) haben das Budget arg strapaziert
  • Beim „Rundenzahlen“ bin ich vermutlich im nächsten Monat vermehrt an der Reihe 

Meine Learnings: 

  • Mit 999 CHF Haushaltsgeld zu leben war für mich möglich, jedoch mit deutlichen Einbussen 
  • Grössere Wochenendaktivitäten waren mit diesem Budget nicht möglich, lediglich kleinere Freizeitaktivitäten wie Nachtessen oder Biertrinken lagen im Budget (1x Essen, 1x Ausgang, 1x Essen und Biertrinken, 1x Biertrinken) –> Mein Freizeitprogramm musste meinem Budget angepasst werden
  • Fast alles, was Spass macht, kostet Geld. Bei der nächsten Durchführung würde ich gerne noch Freizeitaktivitäten kennenlernen, welche tatsächlich kostenlos sind
  • Habe ich in diesem Monat ganz viele Spartipps von Freunden erhalten: Nachschöpfen in der Kantine ist möglich, wenn man den Catering-Chef lieb fragt, erhält man auch noch ein kostenloses Nachtessen zum Mitnehmen, WC-Rollen aus Bars (nicht vom Arbeitgeber) mitnehmen, bei Abteilungen vorbeispazieren, welche ein Früchteabo bestellt haben, gezielt bei jedem Abschlussapéro auftauchen, etc.)
  • Mehrmals wurde ich von meinem Freundeskreis bzw. von Arbeitskollegen darauf angesprochen, dass mein Experiment für ganz viele Menschen in der Schweiz Realität ist bzw. viele mit deutlich weniger als 999 CHF Haushaltsgeld auskommen müssen und ich mir ein entsprechend tieferes Budget hätte setzten müssen. Das stimmt. Gemäss dem Motto „10% geht immer“ kann man mich herausfordern, das Experiment 2 (EXP 2) mit 888 CHF zu wiederholen. Einzige Bedingung ist jedoch: Man macht auch gleich mit! Vielleicht gibt es dann irgendwann sogar EXP 3 mit 777 CHF. Nach einem EXP 4 mit 666 CHF mach ich dann aber sicherlich nicht mehr mit. Denn solche Sparübungen sind eher weniger lustig, kreativ und geistreich. 
  • Ich bin der Ansicht, dass ich nun auch in privater Mission den Beweis erbracht habe, dass ich sparen kann bzw. könnte;-)
  • Foto[1]

Vor 13 Tagen ist mein 999-Franken-Experiment gestartet. Das Ziel des Experiments ist ganz einfach: Mein variables Monatsbudget wird für den Monat April 2013 auf 999 CHF reduziert bzw. pro Tag steht mir ein Budget von 33 Franken und 30 Rappen zur Verfügung. Mit diesem Geld muss ich sämtliche Ausgaben finanzieren, welche bei mir nicht unter Fixkosten budgetiert sind. D.h. mit diesen 999 CHF muss ich alles bezahlen, ausser meiner Wohnung, der Krankenkasse, Jahresabonnements, Steuern, regelmässige Rechnungen über 200 CHF und meinem monatlichen Sparbeitrag in die 3. Säule.

Mein Antrieb für dieses Experiment:

  • Als dipl. Wirtschaftspädagoge muss man manchmal eine Vorbildfunktion wahrnehmen und zeigen, dass langfristig die Ausgaben kleiner aus die Einnahmen sein müssen 😉
  • Als Studierender bin ich mit weniger Geld als den 999 CHF variablen Kosten ausgekommen und habe dabei sehr gut gelebt. Das müsste doch auch noch heute möglich sein
  • Die theoretischen und praktischen Erfahrungen mit „Sparen“ vom Arbeitsleben in meinen privaten Bereich transferieren
  • Durch das Experiment Transparenz über meine Ausgaben verschaffen und dadurch Einsparungspotenziale identifizieren

Der aktuelle Stand: 

  • Nach 13 Tagen sind bereits 522.25 CHF ausgegeben (Soll: 432.90 CHF). D.h. ich bin 89.35 CHF über Budget
  • Mein günstigster Tag: 02. April mit 13.60 CHF (3.10 CHF für Frühstück, 09.50 CHF für Mittagessen in der Kantine)
  • Mein teuerster Tag: 12. April mit 119.10 CHF (3.10 CHF für Frühstück, 19 CHF für Mittagessen in der Kantine, Nachtessen 55 CHF, und Bierrunde in einer Bar 34 CHF)
  • Wenn ich folglich so weiterlebe, dann wird mein Budget am 25. April 2013 aufgebraucht sein. Die letzten 5 Tage werden dementsprechend sicherlich hart

Meine Learnings: 

  • Im Detailhandel sind die Preisdifferenzen der verschieden Produktlinien enorm. Tipp: Migros-Budget-Produkte kaufen, Aktionsprodukte kaufen, kurz vor Ladenschluss Einkaufen gehen, auf Fleisch und Käse (leider zu teuer) komplett verzichten
  • Der Budgetposten „auswärtige Verpflegung“ ist bei mir sehr hoch. Vermutlich muss ich in den letzten 10 Tagen möglichst auf „auswärtige Verpflegung“ verzichten
  • Das Wochenendprogramm muss mit einem solchen Budget markant eingeschränkt werden. Fast alles, was Spass macht, kostet Geld, und sei es auch nur ein „Kinoeintritt“ oder ein „Kaffee“. Diese Einschränkung schmerzt mich am stärksten, da dadurch das soziale Leben erschwert wird
  • Auf den Luxus vom „Outsourcing Hemdenbügeln“ wurde bisher noch nicht verzichtet, ist jedoch ein markanter Budgetposten

 Ende April 2013 werdet ihr an dieser Stelle erfahren, ob ich das 999-CHF-Experiment erfolgreich überstanden habe. 

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