Archive für Digital Transformation Assessment

WARNUNG: Wer den heutigen Text zu Ende liest, ist entweder ein Hardcore-Fan der digitalen Transformation oder hat zu viel Zeit. Und wer den heutigen Text geschrieben hat, ist entweder ein Digital Transformation Junkie oder ein Digital Transformation Nerd. Am Freitag wird dann das Haus der digitalen Herausforderungen vorgestellt. 

Die beiden Modelle „Four Types of Digital Maturity“ und „Digital Transformation Assessment“ bedienen sich einer 2×2-Matrix. Damit können Unternehmen und Organisationen einfach in eine der vier Kategorien eingeteilt werden. Damit wird die komplexe Wirklichkeit der digitalen Transformation sehr vereinfacht und beschränkt abgebildet, was jedoch auch der Sinn und Zweck von Modellen ist. Beide Modelle müssen auf lediglich zwei Achsen (x- und y-Achse) bzw. zwei Dimensionen reduziert werden. Bei der Auswahl der Dimensionen unterscheiden sich die beiden Modelle.

Das Modell „Four Types of Digital Maturity“ wählt als x-Achse „Transformation Management Intensity“ und als y-Achse „Digital Intensity“, während sich das „Digital Transformation Assessment“ Modell für „Digital Operational Excellence“ als x-Achse und „Digital Customer Experience“ als y-Achse entscheidet.

Auch wenn die Dimensionen andere Namen aufweisen und andere Parameter darunter verstanden werden, sind deutlich Parallelen erkennbar. So sind beispielsweise unter der Dimension „Digital Intensity“ auch die Dimension „Digital Operational Excellence“ und teilweise die Dimension „Digital Customer Experience“ subsumiert. Das Modell „Four Types of Digital Maturity“ gewichtet die Thematik „Managementfähigkeiten für die digitale Transformation“ mit einer eigenen Achse sicherlich stärker. Hingegen legt das andere Modell „Digital Transformation Assessment“ den Schwerpunkt nebst der internen Perspektive mit dem digitalen Kundenerlebnis auch auf die externe Sicht.

Für beide Modelle lassen sich gute Argumente aufzählen, weshalb sie ihre Fokussierung vorgenommen haben. Optimalerweise liessen sich in einem neuen Modell die einzelnen Vorteile beider Modelle übernehmen und so sowohl die Kundenperspektive als auch die Führungsperspektive einzeln beleuchten. Dieses neue, verbesserte Modell hätte dann aber den grossen Nachteil, dass es mit mindestens einer neuen Dimension bedeutend komplexer wäre und für die Visualisierung die dritte Ebene (2×2×2-Würfel) hinzugezogen werden müsste.

2x2x2-Modell

12-teilige Serie zum Thema “Digitale Transformation”

Dieser Artikel ist ein Teil einer 12-teiligen Serie zum Thema “Digitale Transformation”. Die weiteren Teile findet man unter folgenden Links.

In der Literatur werden grundsätzlich zwei Modelle erläutert, um den digitalen Reifegrad von Unternehmen bzw. Organisationen festzustellen. Einerseits das Modell „Four Types of Digital Maturity“ vom Center for Digital Business des Massachusetts Institute of Technology (Teil 9) und andererseits das Digital Transformation Assessment von Forrester Research (Teil 10). In den Teilen 9 und 10 werden die beiden Modelle separat vorgestellt und anschliessend miteinander verglichen (Teil 11).

Als kleiner Vorgeschmack findet man anbei die beiden Modelle:

Four Types of Digital Maturity von der MIT Sloan School of Management

Four Types of Digital Maturity

Digital Transformation Assessment von Forrester Research

Digital Transformation Assessment von Forrester Research

12-teilige Serie zum Thema “Digitale Transformation”

Dieser Artikel ist ein Teil einer 12-teiligen Serie zum Thema “Digitale Transformation”. Die weiteren Teile findet man unter folgenden Links.

Digital Zurich 2025. Die von Marc Walder, CEO von Ringier, lancierte Initiative möchte Zürich zur digitalen Hauptstadt Europas machen. Die Schweiz möchte eine Vorreiterrolle bei der digitalen Transformation spielen. Die Visionen sind da. Wir wissen – mehr oder weniger – wohin wir möchten oder müssen.

Doch wo steht die Schweiz heute? Welchen Stellenwert hat die digitale Transformation bei Unternehmen und Organisationen in der Schweiz? Wie werden die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation eingeschätzt und welchen digitalen Reifegrad besitzen die Unternehmen momentan in der Schweiz?

Digitale Dinosaurier

Im Rahmen meiner Masterarbeit ging ich den genannten Forschungsfragen etwas genauer nach. Da jedoch für die Schweiz nicht genügend Datenmaterial zur digitalen Transformation zur Verfügung stand, führte ich eine eigene empirische Studie quantitativer Art, mittels einer Onlinebefragung durch. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Es ist höchste Zeit, den Weg der digitalen Transformation zu starten.

Für eine Mehrheit der Unternehmen wird die digitale Transformation in den nächsten 2 Jahren erfolgskritisch

Bei mehr als der Hälfte der Unternehmen und Organisationen in der Schweiz mangelt es gewaltig an digitalem Know-how. Dieses scheint nach wie vor sowohl auf Führungs- als auch auf Mitarbeiterstufe zu fehlen – obwohl 74 Prozent der befragten Unternehmen davon ausgehen, dass die Digitalisierung grosse bis sehr grosse Auswirkungen auf ihre Branche haben wird. Für eine Mehrheit von 52 Prozent der Schweizer Unternehmen wird die digitale Transformation bis 2017 sogar erfolgskritisch. In 2020 wird die digitale Transformation für 73 Prozent der Unternehmen ein erfolgskritischer Faktor sein.

Digitale Transformation Schweiz

56 Prozent der Unternehmen sind digitale Dinosaurier

56 Prozent der befragten Unternehmen weisen einen geringen digitalen Reifegrad auf und zählen zu den sogenannten digitalen Dinosauriern. 12 Prozent sind digitale Arbeiter. Diese haben sich auf die operationelle Exzellenz fokussiert und in diesem Bereich digitale Verbesserungen vorgenommen. 6 Prozent gehören zu den digitalen Konnektoren, bei denen die Fokussierung gerade umgekehrt ist. Diese optimieren laufend und unternehmensweit das digitale Kundenerlebnis. 26 Prozent der befragten Unternehmen dürfen sich stolz digitale Master nennen. Bei ihnen ist die digitale Transformation sowohl intern bei der operationellen Exzellenz, als auch extern beim digitalen Kundenerlebnis bereits weit fortgeschritten.

Digitale Dinosaurier

«Digital Security», «Mobile», »Big Data», «Social Media» und «Cloud Computing« als wegweisende Technologien

Als wegweisende Technologien erkennt die Studie «Digital Security» sowie die Bereiche «Mobile», «Big Data», «Social Media» und «Cloud Computing». Als wichtigste Beweggründe für Unternehmen, die digitale Transformation zu vollziehen, werden Produkt- und Dienstleistungserweiterungen, ein verbessertes Kundenerlebnis und die Steigerung der Produktivität aufgeführt.

Digitale Technologien

Mangelndes Know-how auf der Führungsetage und fehlende finanzielle Ressourcen

Die digitale Transformation fordert Schweizer Unternehmen hauptsächlich aufgrund von Einschränkungen im IT-System, fehlender finanzieller Ressourcen und mangelndem Know-how, insbesondere auf der Führungsetage. Die grössten Herausforderungen der digitalen Transformation komplettieren «Unklare Rollen und Verantwortlichkeiten»und «Fehlendes Know-how bei den Mitarbeitenden».

Herausforderungen der digitalen Transformation

Wir sind in der digitalen Realität angekommen

Die Ergebnisse der empirischen Studie zeigen den Handlungsbedarf deutlich auf: Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat die Reise der digitalen Transformation noch vor sich. Und diese Reise müssen sie auf sich nehmen, sonst droht der Tod. Denn digitale Dinosaurier werden in den nächsten 10 Jahren aussterben. Die digitale Transformation macht vor keiner Branche halt – sowohl Banken als auch die öffentliche Verwaltung können durch einen sinnvollen Einsatz der digitalen Möglichkeiten, die Kundenbindung erhöhen und intern die Effizienz steigern. Veränderungskompetenz wird zum Schlüsselfaktor.

Digital Zurich 2025 – Digital Switzerland 2025

2025 werde ich 43 Jahre alt. Der Weg zu Digital Zurich 2025 oder Digital Switzerland 2025 ist weit. Ich hoffe, dass ich dann die Studie «Digital Switzerland 2025« vorstellen darf und aufzeigen kann, wie wir alle zusammen – vom C-Level-Manager bis zum jungen Digital Native – die neue digitale Welt erobert haben.

Ziele der digitalen Transformation

Mehr Informationen zur Studie

An der Befragung nahmen insgesamt 463 Personen teil. Davon 77 Prozent männlich und 23 Prozent weiblich. 62 Prozent der Befragten sind im Kader, 33 Prozent haben keine Kaderfunktion und 5 Prozent sind selbständig. Interessiert? Weitere Informationen zur «Digital Switzerland 2015» finden Sie unter bit.ly/CDBStudien. Die komplette Studie kann kostenlos per Mail bei angela.chatelain(at)fh-hwz.ch bestellt werden.