Archive für Mobile

Der Countdown zum Börsengang von Snap läuft. Wird Snapchat das zweite Facebook oder das zweite Twitter? Es ist also höchste Zeit, mal ein paar Facts and Figures aus dem Börsenprospekt von Snap genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Börsenprospekt von Snap kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://content.netroadshow.com.edgesuite.net/cdn/nrsmedia/SNAP100u/static_content12/content/documents/SnapProspectus.pdf

1. Umsatz und Verlust

Snap konnte 2016 den Umsatz auf über 400 Mio. Dollar versiebenfachen gegenüber dem Vorjahr (2015: 59 Mio. Dollar). Im Jahr 2016 erwirtschaftete Snap einen Verlust von über 500 Mio. Dollar. 

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2. Tägliche Nutzer

Im 4. Quartal 2016 nutzten im Durchschnitt 158 Mio. User täglich Snapchat. Die Zunahme der User hat sich im Verlauf des letzten Jahres verlangsamt. Im letzten Quartal 2016 konnten lediglich 5 Mio. neue tägliche Nutzer gewonnen werden.

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3. Regionale Aufteilung der Nutzer

Der grösste Teil der Nutzer kommt aus Nordamerika. Dort nutzen 68 Mio. User pro Tag Snapchat. 52 Mio. der täglichen User kommen aus Europa und 39 Mio. der täglichen User stammen aus dem «Rest of World».

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4. Monetarisierung der User

Die Monetarisierung der User nimmt seit 2015 rasant zu. Im 4. Quartal 2016 konnte im Durchschnitt mit jedem User einen Ertrag von 1.05 Dollar erwirtschaftet werden.

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Der Vergleich mit Facebook: Der Average Revenue per User betrug bei Facebook im 4. Quartal 2016 weltweit 4.83 Dollar. 

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Quelle: Facebook Q4 2016 results

5. Regionale Aufteilung der Monetarisierung

Die Nutzer aus Nordamerika werden mit 2.15 Dollar (im 4. Quartal 2016) mit Abstand am besten monetarisiert. Der User aus Europa wurde im 4. Quartal 2016 lediglich mit 0.28 Dollar monetarisiert. Bei der Monetarisierung besteht grosses Wachstumgspotential.

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6. Produktentwicklung

Seit der Gründung von Snapchat 2011 wurden etliche Snapchat-Features wie Live Stories, Sponsored Lenses, Face Swap etc. lanciert.

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7. Medienkonsum

Snapchat profitiert vom wachsenden Mobile-Konsum. Der Mobile-Konsum wird weiterhin wachsen, während der prozentuale Anteil von TV rückläufig und von Desktop leicht rückläufig sind.

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8. Entwicklung des TV-Konsums

Die Entwicklung des TV-Konsums ist je nach Alterssegment unterschiedlich. Die junge US-Bevölkerung schautet 2016 deutlich weniger TV als noch 2010. Die deutlichste Abnahme ist bei den Teenagern festzustellen (-37%).

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9. Wachstumsfeld Mobile-Advertising

Snapchat profitiert vom wachsenden Mobile-Advertising-Markt, welcher sich gemäss IDC von 2016 auf 2020 verdreifachen wird.bildschirmfoto-2017-02-27-um-20-07-48

10. Snap-Sonnenbrille «Spectacles»

Im Herbst 2016 hat Snapchat sein Produkt für die Offline-Welt präsentiert: Spectacles. Mit dieser Snap-Sonnenbrille mit eingebauter Kamera können 10 Sekunden Snaps erstellt werden.

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Ich habe mal wieder in die Tasten gehauen und meine zweite Kolumne für die Werbewoche verfasst. Als Thema habe ich «10 Jahre Smartphone» genommen. Das Smartphone hat sich in dieser Zeit als Fernbedienung unseres Lebens etabliert. Weltweit gibt es mehr Mobiltelefone als Zahnbürsten. Doch die Geschäftswelt lässt sich immer noch von der alten Desktop-Welt übertölpeln.

Die Kolumne kann als PDF unter folgendem Link heruntergeladen werden: 2017_4_kolumne-werbewoche

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Wiederum hat «We are Social» und «Hootsuite» auf unzähligen Slides  weltweit die wichtigsten Facts über Internet, Mobile, Social und Video zusammengetragen.

Anbei die 7 wichtigsten Slides für den Schweizer Markt.

1. In der Schweiz hat es mit 10.8 Mio. deutlich mehr Mobile Subscriptions als Menschen (8.4 Mio.)

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2. Schon fast jeder 2. Erwachsene in der Schweiz nutzt ein Tablet – Wearables werden von 6% genutzt

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3. Der Schweizer geht täglich ins Internet

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4. Über 40% des Internettraffics in der Schweiz kommt von mobilen Endgeräten (Smartphone und Tablet)

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5. Für Social Media und Musikhören ist das Smartphone der präferierte Kanal

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6. Jeder 4. in der Schweiz schaut täglich Online Videos

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7. Zeitversetztes und On-Demand-Fernsehen sind weiterhin im Aufschwung in der Schweiz

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Die globale Übersichtspräsentation findest du untenstehend:

Alle Jahre wieder erscheint die neue Media Use Index Studie von Y&R Group Switzerland. Ich durfte bei der Präsentation diesen Dienstagabend dabei sein. Anbei fasse ich die 11 wichtigsten Erkenntnisse zusammen

Der MUI-Flyer 2016 kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

1. Weiterhin Wachstum bei Internet per Smartphone und Tablet

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Quelle: Media Use Index 2016

2. Das Smartphone kommt überall mit – aufs Klo und ins Bett

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Quelle: Media Use Index 2016

3. Bei den Tablets sind die Digital Immigrants Spitzenreiter

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Quelle: Media Use Index 2016

4. Ad-Blocker auf dem Computer sind in der Schweiz weit verbreitet

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Quelle: Media Use Index 2016

5. Newsmedien werden immer seltener direkt anvisiert

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Quelle: Media Use Index 2016

6. WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter sind für Digital Natives in der Schweiz die wichtigsten Social Media Plattformen

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Quelle: Media Use Index 2016

7. 46% der Digital Natives nutzen Snapchat

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Quelle: Media Use Index 2016

8. Bei den 14- bis 19-Jährigen hat Snapchat Facebook überholt und Instagram eingeholt

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Quelle: Media Use Index 2016

9. Telefonieren gehört bei den Digital Natives NICHT zu 5 häufigsten Funktionen auf dem Smartphone

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Quelle: Media Use Index 2016

10. Bei Digital Natives hat das Streaming das klassische Live TV überholt

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Quelle: Media Use Index 2016

11. Kein Alkohol: OK – Kein Auto: OK – Kein Sex: OK – Kein Smartphone: Voll nicht OK

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Quelle: Media Use Index 2016

537 Slides über die digitale Welt 2016. We are social, eine Agentur für digitale Kommunikation, hat diesen wertvollen Report „Digital in 2016“ verfasst. Es handelt sich dabei um einen richtigen Datenschatz. 

Anbei 11 Slides daraus, welche man gesehen haben muss, um wenigstens am Stammtisch mitreden zu können.

1. Global Digital Snapshot

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2. Annual Growth

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3. Internet Use Bildschirmfoto 2016-02-13 um 10.27.48

4. Share of Web Traffic by DeviceBildschirmfoto 2016-02-13 um 10.28.59

5. Mobile’s Share of Web Traffic

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6. Mobile’s Share of Web Traffic

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7. Mobile Connections

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8. Mobile Connections by Country

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9. Social Media UseBildschirmfoto 2016-02-13 um 10.29.48

10. Social Media Use by Country

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11. Active Users by Social Platform

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Bonus: Switzerland

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Die komplette Präsentation mit 537 Slides findet man anbei:

Dies war ein asoziales Wochenende. 10 Stunden vor meinem Apple-Computer verbracht und eine Präsentation erstellt. Es gibt schönere Wochenendtätigkeiten. Doch die Just-in-Time-Production der Slides für mein Referat zum Thema „Geld verdienen mit digitalen Inhalten – Herausforderungen und Best Practices“ am Dienstag, 3. März 2015, am Internet-Briefing um 17.30 Uhr in Zürich, musste vollendet werden. Wenn es euch Wunder nimmt, ob sich mein Wochenendprogramm gelohnt hat, kann sich gerne noch anmelden. Ein paar wenige Plätze hat es noch.

Ein kleiner Teaser-Text: 

Wir wollen Zeitung lesen – bloss immer weniger auf Papier. Die Online- bzw. Mobilenutzung ist in den letzten Jahren markant gestiegen. Doch nirgends ist die Schere zwischen Nutzung und Werbeerträgen so gross wie beim Mobile. Der Werbefranken wandert nur zögerlich in digitale Kanäle. Doch wie kann unter diesen schwierigen Umständen mit digitalen Inhalten Geld verdient werden? Was können wir von New York Times, BuzzFeed, Huffington Post, Circa, NowThis News und Co. lernen? Was gibt es für Learnings nach der Einführung des Metered-Bezahlmodells beim Tages-Anzeiger. Funktioniert das Premium-Modell von BILDplus? Wieso haben Axel Springer und New York Times in Blendle investiert? Wieso finde ich keine Schweizer Magazine bei Readly? Weshalb gibt es in Polen eine Medien-Flatrate? Was gibt es für Erfolgsfaktoen von mobilen Newsportalen?

Facts & Figures zum Anlass:

  • Wann: Dienstag, 03. März 2017 um 17.30 Uhr
  • Wo: Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
  • Thema „Geld verdienen mit digitalen Inhalten“ sprechen.
  • Anmeldung: Es hat noch ein paar wenige freie Plätze. Jetzt anmelden unter diesem Link.

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

 

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

Geld verdien mit digitalen Inhalten

Geld verdienen mit digitalen Inhalten

Am 28. Januar 2015 veröffentlichte Facebook die neusten Quartalszahlen vom 4. Quartal 2014. Sowohl die aktuellen Nutzer- als auch die Umsatzzahlen lassen sich mehr als sehen. Die Werbeumsätze sind deutlich angestiegen. Insbesondere der Mobile-Bereich wächst markant. So hat Facebook im 4. Quartal 2014 stolze 69% des Werbeumsatzes über Mobile-Werbeprodukte erzielt. Vor einem Jahr lag der Mobile-Umsatzanteil noch bei 53%.

Facebook Revenue Advertising

Von solchen Zahlen kann man in der Schweiz nur träumen. Obschon die Mobile-Nutzung in der Schweiz auf sehr hohem Niveau ist, gewinnt der Mobile-Umsatz erst langsam an Fahrt. Die jährlichen Wachstumsraten sind zwar beeindruckend, die absoluten Zahlen sind aber immer noch überschaubar. Die Schere zwischen Mediennutzung und Werbefranken ist nirgends grösser als beim Mobile. Es ist an der Zeit, möglichst schnell von den Grossen wie Facebook und Google zu lernen.

Facebook 4. Quartal 2014

Quelle: http://investor.fb.com

Nach Buzzfeed, Circa, Quartz, Ozy Media, ViralNova, NowThis News und Huffington Post wird heute zum Abschluss Upworthy vorgestellt. Basierend auf der Analyse der vorgestellten acht internationalen Newsplattformen sowie der Analyse der Mobile-Traffic-Entwicklung bei Schweizer Newsplattformen werde ich an dieser Stelle am Sonntag, 05. Mai 2013, exklusiv meine fünf Erfolgsfaktoren für mobile Newsplattformen vorstellen. Zuerst nun anbei die kurze Vorstellung von Upworty:

At best, things online are usually either awesome or meaningful, but everything on Upworthy.com has a little of both. Sensational and substantial. Entertaining and enlightening. Shocking and significant.“ (Upworthy)

Allgemein

Fastcompany bezeichnet Upworthy im Sommer 2013 als das am schnellsten wachsende Medienunternehmen aller Zeiten. Erst im März 2012 ist die Nachrichtenseite Upworthy gestartet. Das Unternehmen wurde von Eli Pariser und Peter Koechley gegründet. Gemäss einer öffentlichen Twitter-Liste „We Are Upworthy“ beschäftigt das Unternehmen momentan 58 Personen, davon vermutlich viele als Teilzeitbeschäftigte.

Redaktionelles Konzept

Upworthy möchte nicht nur unterhalten, sondern auch anspruchsvolle gesellschaftliche Themen behandeln. Upworthy berschreibt ihr Konzept wie folgt: At best, things online are usually either awesome or meaningful, but everything on Upworthy.com has a little of both. Sensational and substantial. Entertaining and enlightening. Shocking and significant.“ Die Moral spielt bei Upworthy eine grosse Rolle. Der Dienst hat sich linksliberal positioniert. Im Gegensatz zu Buzzfeed werden keine eigenen Inhalte erstellt, sondern es werden lediglich im Internet gefundene Videos, Infografiken und dergleichen kuratiert.

Kommerzielles Konzept

Upworthy setzt bei der Kommerzialisierung nicht auf Displaywerbung. Ein Pfeiler des Geschäftsmodells sind „Ads We Like“. Dabei bezahlt der Werbekunde, dass er einen werblichen Inhalt (Beitrag, Video etc.) auf Upworthy stellen darf. Upworthy evaluiert, ob der Inhalt die Upworthy-Kriterien erfüllt. Bei einer Bejahung wird der Inhalt von Upworthy mit der Community geteilt. Der Werbepartner wird jeweils deutlich gekennzeichnet. So findet man beispielsweise ein von Skype bezahlter Werbespot über die Trennung einer Familie aus Uganda. Eine andere Ertragsquelle ist bei Upworthy „Sponsored Sections“. Mit dem Werbepartner werden die Themen für eine „Sponsored Section“ definiert. Ein Kurator von Upworthy kuratiert anschliessend spannende Geschichten innerhalb der definierten Grenzen. Dabei wird der Werbekunde jeweils auf jeder Seite deutlich gekennzeichnet. So wird beispielsweise die Serie „All 7 Billion“ über globale Gesundheit und Armut von der Bill & Melinda Gates Foundation präsentiert, mit Artikeln wie „The Diversity Of Cancer: A Sobering Map That Shows What Forms Strike Where“. Eine weitere Geldquelle ist die Verknüpfung der Leser über Anmeldeboxen mit sozialen und anderen Organisationen.

Upworthy

Vorstellung weiterer mobiler Newsplattformen: 

Bei der Story-Aggregationsseite ViralNova macht meine HSG-BWL-Seele Luftsprünge. Das sozusagen Ein-Mann-Unternehmen erzielt pro Monat mehr als 100 Millionen Visits. Die Aufwand-Ertrag-Relation scheint exzellent zu sein. Mir würde es unglaublichen Spass bereiten, die EBITDA-Margen von ViralNova zu berechnen. Anbei eine kurze Vorstellung des erfolgreichen Start-ups.

Allgemein

Im Mai 2013 startete Scott DeLong die Seite viralnova.com, welche aus emotionalen Beiträgen in Form von Bildersammlungen besteht. Der virale Faktor spielt eine zentrale Rolle bei den Geschichten. Ziel des 31-Jährigen Gründers ist es, dass die Links zu den bebilderten Geschichten auf Social-Media-Plattformen geteilt werden. Die Facebook-Page von ViralNova hat über 960’000 Likes (Stand 20. Januar 2014). Die Beiträge sind im Stil von Buzzfeed und Upworthy. Die Seite zeigt eine unglaubliche Wachstumskurve auf. Zu Beginn im Mai 2013 war die Seite gemäss Alexa.com die 443’652 beliebteste Website auf der Welt und im Januar 2014 war sie bereits auf Rang 408 der grössten Plattformen weltweit. Im November und Dezember 2013 generierte die Seite laut dem Wirtschaftsportal „Business Insider“ mehr als 100 Millionen Visits.

Redaktionelles Konzept

Oliver Burkemann hat das redaktionelle Konzept gekonnt auf den Punkt gebracht: „A constant barrage of emotional highs is all that’s left. ViralNova versucht, die Viralität zu maximieren. Die Geschichten von ViralNova sind entweder herzzerreissend, umwerfend ober überwältigend. Aus diesem Grund werden sie von vielen Lesern auf verschiedenen Social-Media-Kanälen weiterverbreitet. ViralNova versteht sich gemäss Selbstbeschreibung nicht als Newsplattform oder als Quelle für detaillierte Informationen, sondern als Story-Aggregationsseite. Dadurch ist die Plattform auch nicht der Wahrheit verpflichtet und muss seine Geschichten entsprechend nicht überprüfen.

Kommerzielles Konzept

ViralNova ist ein Low-Budget-Projekt und beschäftigt neben dem Gründer Scott DeLong lediglich zwei Freelancer. Die Monetarisierung erfolgt über den Verkauf von Display-Werbung. DeLong nutzt dabei die Werbemöglichkeiten von Google’s Display Network (Google Adsense). Business Insider geht davon aus, dass das Portal beim Werbeverkauf pro Tausend Werbeeinblendungen circa 1 Dollar erhält und pro Page Impressions mit zwei Werbeplätze zu rechnen ist. Bei monatlich circa 200 Millionen Page Impressions kann ViralNova bei Vollauslastung circa 400 Millionen Ad Impressions verkaufen. Diese Berechnung ergäbe monatliche Einnahmen von 400’000 Dollar bzw. 4,8 Millionen Dollar jährlich. Mit einem direkten Werbeverkauf könnte ViralNova die Werbeeinnahmen markant erhöhen, da der TKP bzw. CPM beim Direktverkauf deutlich höher ausfallen würde als der heute erzielte Preis über Google Adsense.

ViralNova

Vorstellung weiterer mobiler Newsplattformen: 

Es gibt heutzutage nicht nur die „Mobile first“-Strategie, sondern auch die „Tablet first“-Strategie. Wie diese funktioniert, zeigt die neue Wirtschaftsplattform Quartz.

It’s become very, very clear to me that digital trumps print, and that pure digital, without any legacy costs, massively trumps print.“ (David G. Bradley, Besitzer von Atlantic Media) 

Allgemein

Im September 2012 startete die neue Wirtschaftsplattform „Quartz“ online. Das digitale Projekt produziert Nachrichten für die vernetzte globale Welt. Die Atlantic Media Company, welche unter anderem die Titel „National Journal“ oder „The Atlantic“ herausgibt, steht hinter dem jungen Unternehmen. Gemäss eigener Auflistung auf der Homepage beschäftigt Quartz über 30 Mitarbeitende, davon sind mehr als 20 Journalisten. Hauptsitz von Quartz ist in New York City. Gemäss eigenen Aussagen verfügt Quartz über Korrespondenten und Reporter in London, Paris, Indonesien, Los Angeles und Washington.

Redaktionelles Konzept

Quartz verfolgt eine „Tablet first“-Strategie. In erster Linie ist Quartz für die mobilen Endgeräte Smartphone und Tablets konzipiert. Gemäss Quartz begann das Design mit dem iPad im Kopf. Anschliessend wurde es vom Tablet auf das kleinere Endgeräte Smartphone modifiziert und erst am Schluss auf die Desktop mit der grossen Bildschirmfläche. Bei der Kategorisierung kommt Quartz von der Gruppierung nach Ressorts weg. Die Inhalte werden nach aktuellen Themen (genannt „obsessions“) wie beispielsweise „Sochi Olympics“, „Future of Finance“ oder „Mobile Web“ gegliedert. Folglich ändert sich mit der Newslage auch die Struktur der Seite.

Kommerzielles Konzept

Anders als die Wirtschaftsmedienmarken „The Economist“, „FT.com“ oder „WSJ.com“ will sich Quartz nicht hinter einer Paywall verstecken. David G. Bradley, der Besitzer von Atlantic Media, formuliert sein Glauben an die digitale Zukunft wie folgt: It’s become very, very clear to me that digital trumps print, and that pure digital, without any legacy costs, massively trumps print.“ Das Geschäftsmodell von Quartz basiert auf Werbegelder. Quartz geht davon aus, dass Erträge insbesondere aus Sponsoring und Events generiert werden können. Auf klassische Bannerwerbung wird verzichtet und stattdessen wird gesponserter Inhalt in den „Editorial-Stream“ eingebaut. Als Gründungspartner konnte Boeing, Cadillac, Chevron und Credit Suisse gefunden werden, welche die Startphase 2012 finanzierten. Teilweise werden gewisse Features von Sponsoren präsentiert. Beispielsweise wird das neue Feature „Quartz Annotations“ von Citi präsentiert. Quartz ist es gelungen, etablierte Werbepartner wie beispielsweise Adobe, Box, Harward Business School, KPMG, Morgan Stanley, Rolex oder Sony für sich zu gewinnen.

Beim Lesermarkt hat Quartz innert kürzester Zeit viele neue Leser gewonnen. Bereits im August 2013, zehn Monate nach dem Launch, erreichte Quartz über fünf Millionen Unique User. Damit wurden die optimistischsten Prognosen von den Gründern übertroffen. Der Newsletter „Quartz Daily Brief“ hat im Januar 2014 die 50’000 Abonnentenmarke geknackt. Der Newsletter erreicht eine äusserst spannende Zielgruppe aus Führungskräften, Investoren, Unternehmen und dergleichen. Laut Angaben von Quartz liegt die Öffnungsrate des Newsletters bei über 40%, was eine deutliche höhere Rate gegenüber dem Industriedurchschnitt darstellt.

Quartz

Vorstellung weiterer mobiler Newsportale: