Archive für Newsportal

71 Prozent des Traffics auf watson stammt bereits von mobilen Geräten (Smartphones und Tabelts). In einem Blogwerk-Interview durfte ich erklären, wieso das Newsportal App-Nutzungen anstrebt und welche Rolle zukünftig Videoinhalte spielen sollen.

Zum kompletten Interview: Mobile: Wieso watson die App ins Zentrum stellt 

blogwerk Sven Ruoss

Quelle: Blogwerk.ch

Advertisements

Bei der Story-Aggregationsseite ViralNova macht meine HSG-BWL-Seele Luftsprünge. Das sozusagen Ein-Mann-Unternehmen erzielt pro Monat mehr als 100 Millionen Visits. Die Aufwand-Ertrag-Relation scheint exzellent zu sein. Mir würde es unglaublichen Spass bereiten, die EBITDA-Margen von ViralNova zu berechnen. Anbei eine kurze Vorstellung des erfolgreichen Start-ups.

Allgemein

Im Mai 2013 startete Scott DeLong die Seite viralnova.com, welche aus emotionalen Beiträgen in Form von Bildersammlungen besteht. Der virale Faktor spielt eine zentrale Rolle bei den Geschichten. Ziel des 31-Jährigen Gründers ist es, dass die Links zu den bebilderten Geschichten auf Social-Media-Plattformen geteilt werden. Die Facebook-Page von ViralNova hat über 960’000 Likes (Stand 20. Januar 2014). Die Beiträge sind im Stil von Buzzfeed und Upworthy. Die Seite zeigt eine unglaubliche Wachstumskurve auf. Zu Beginn im Mai 2013 war die Seite gemäss Alexa.com die 443’652 beliebteste Website auf der Welt und im Januar 2014 war sie bereits auf Rang 408 der grössten Plattformen weltweit. Im November und Dezember 2013 generierte die Seite laut dem Wirtschaftsportal „Business Insider“ mehr als 100 Millionen Visits.

Redaktionelles Konzept

Oliver Burkemann hat das redaktionelle Konzept gekonnt auf den Punkt gebracht: „A constant barrage of emotional highs is all that’s left. ViralNova versucht, die Viralität zu maximieren. Die Geschichten von ViralNova sind entweder herzzerreissend, umwerfend ober überwältigend. Aus diesem Grund werden sie von vielen Lesern auf verschiedenen Social-Media-Kanälen weiterverbreitet. ViralNova versteht sich gemäss Selbstbeschreibung nicht als Newsplattform oder als Quelle für detaillierte Informationen, sondern als Story-Aggregationsseite. Dadurch ist die Plattform auch nicht der Wahrheit verpflichtet und muss seine Geschichten entsprechend nicht überprüfen.

Kommerzielles Konzept

ViralNova ist ein Low-Budget-Projekt und beschäftigt neben dem Gründer Scott DeLong lediglich zwei Freelancer. Die Monetarisierung erfolgt über den Verkauf von Display-Werbung. DeLong nutzt dabei die Werbemöglichkeiten von Google’s Display Network (Google Adsense). Business Insider geht davon aus, dass das Portal beim Werbeverkauf pro Tausend Werbeeinblendungen circa 1 Dollar erhält und pro Page Impressions mit zwei Werbeplätze zu rechnen ist. Bei monatlich circa 200 Millionen Page Impressions kann ViralNova bei Vollauslastung circa 400 Millionen Ad Impressions verkaufen. Diese Berechnung ergäbe monatliche Einnahmen von 400’000 Dollar bzw. 4,8 Millionen Dollar jährlich. Mit einem direkten Werbeverkauf könnte ViralNova die Werbeeinnahmen markant erhöhen, da der TKP bzw. CPM beim Direktverkauf deutlich höher ausfallen würde als der heute erzielte Preis über Google Adsense.

ViralNova

Vorstellung weiterer mobiler Newsplattformen: 

Können 6-Sekunden-Videos auf Vine News sein? NowThis News versucht zu beweisen, dass auch harte News als Bewegtbild-Quickies über Social Media erzählt werden können.

We are definitely finding an appetite for hard news on Instagram.“ (Ed O’Keefe, Chefredaktor NowThis News)

Allgemein

NowThis News ist laut eigenen Aussagen ein Startup, welches kurze News-Videos produziert und verbreitet. Die Verbreitung erfolgt hauptsächlich über ihre mobile App und über verschiedene Social-Media-Kanäle. Auf Vine sind die Newsvideos lediglich sechs Sekunden lang, auf Instagram 15 Sekunden und auf der Website sind die Newsvideos zwischen 30 und 120 Sekunden lang. Pro Tag werden laut NowThis News über 50 Videos für die Plattformen Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter, Vine, YouTube, die Applications und für die mobile Seite produziert. Gegründet wurde das Unternehmen von Kenneth Lerer, Mitgründer von Huffington Post, und Eric Hippeau, ehemaliger Huffington Post CEO. Im November 2012 ging das Video-Nachrichtenportal mit iPhone und iPad Apps ans Netz.

Redaktionelles Konzept

Von den 37 Mitarbeitenden bei NowThis News produzieren 22 Videoinhalte. Dabei werden die Inhalte auf die einzelnen Plattformen massgeschneidert. Beispielsweise werden die Instagram-Videos mit 15-Sekunden-Länge nicht einfach auf die 6-Sekunden-Länge bei Vine gekürzt, sondern es wird ein originärer Ansatz verfolgt. Für jede Plattform wird jeweils der effizienteste Weg gesucht, um die Geschichte zu erzählen. Dabei werden auch immer mehr „Hard News“-Themen behandelt. Der Chefredaktor Ed O’Keefe bringt dies wie folgt auf den Punkt: We are definitely finding an appetite for hard news on Instagram.“

Kommerzielles Konzept

NowThis News finanziert sich bisher über stattliche Finanzierungsrunden in Millionenhöhe von Lerer Ventures, Bedrocket Media Ventures und Oak Investment Partners. Im Januar 2014 wurde bekannt, dass auch NBC Universal in den neuen mobilen Video-News-Service NowThis News investiert. Laut einem Bericht von New York Times beteiligt sich NBC mit einer 10% Minderheitsbeteiligung an NowThis News. Das Video-Nachrichtenportal erreicht laut einem Artikel von SRF über 40 Millionen Menschen. Diese Reichweite wird den Werbekunden verkauft. Die Werbung wird bei NowThis News unter die übrigen Inhalte gemischt. Selbstverständlich mit einer klaren Kennzeichnung für die Leser.

NowThis News

Vorstellung weiterer mobiler Newsportale:

Nach Buzzfeed, OZY Media und Circa wird heute Huffington Post vorgestellt.

Huffington Post stellt ein globales digitales Social-Content-Erlebnis dar! (Huffington Post) 

Allgemein

Die US-amerikanische Onlinezeitung „The Huffington Post“ gibt es bereits seit mehr als acht Jahren. Das Online Nachrichtenportal wurde von Arianne Huffington, Kenneth Lerer und Jonah Peretti gegründet und ist seit 2011 im Besitz von AOL. Die Huffington Post gilt in den USA als linksliberales Gegengewicht zu Medien wie „Fox News“. Die Huffington Post gibt es mittlerweile in neun Ländern: USA, Kanada, United Kingdom, Frankreich, Spanien, Italien, Japan, Maghred und Deutschland. Weltweit beschäftigt das Unternehmen laut eigenen Angaben circa 700 Mitarbeitende. Pro Monat verzeichnet die Plattform weltweit über 75 Millionen Unique Visitors. Am 10. Oktober 2013 startete die deutsche Ausgabe der Huffington Post unter dem Dach des Burda-Verlags. Als Kooperationspartner für Inhalte konnte Focus Online gefunden werden. Die Ziele von Huffington Post Deutschland sind ehrgeizig: Nach zwei Jahren soll der Break-even erreicht sein und in fünf Jahren soll das Newsportal zu den fünf grössten Nachrichtenangeboten in Deutschland zählen.

Redaktionelles Konzept

Das Layout und das Design sind von der amerikanischen Mutter übernommen worden. Optisch sieht das Nachrichtenportal wie eine Kombination aus Blog und klassischem Nachrichtenportal aus. Die Huffington Post schreibt einerseits eigene Artikel und Kommentare, andererseits verwendet sie auch viele Beiträge von unbezahlten freiwilligen Autoren (Gastbeiträge) gemäss eigener Aussage zu den Themen Politik, Wirtschaft, Entertainment, Lifestyle und Technik. Die Huffington Post will kein weiteres Nachrichtenportal sein, sondern eine Informations- und Diskussionsplattform. Deshalb legt sie grossen Wert auf die Interaktionsmöglichkeiten der Lesenden. Sie möchte laut Werbebroschüre „ein globales digitales Social-Content-Erlebnis“ darstellen. In der Startphase beschäftigt die deutsche „Huffington Post“ gemäss einem Interview mit Arianne Huffington lediglich 15 Journalisten. Daneben schreiben um die 60 Gastautoren für das Portal, darunter auch prominente Namen wie Boris Becker oder Uschi Glas.

Kommerzielles Konzept

Das Geschäftsmodell hinter Huffington Post basiert auf Werbeeinnahmen. Für die einzelnen Device-Typen wie Smartphone, Tablet und Desktop können die unterschiedlichsten Werbeformate von Banderole Ad über Flash Layer bis Wallpaper gebucht werden. Für Zusatzleistungen wie „Expanding Formate“ oder „Targeting“ wird ein Aufpreis für den Tausender-Kontakt-Preis (TKP) verrechnet. Es können die Umfelder „Politik, News und Wirtschaft“, „Entertainment“, „Lifestyle“ und „Technik“mit einem Aufpreis gegenüber Run-of-Site gebucht werden. Daneben kann auch das komplette Netzwerk der Tomorrow Focus Media GmbH (dazu zählen beispielsweise focus.de, fitforfun.de, xing.com etc.) als „Run-of-Network“ gebucht werden. Die Preise variieren je nach Werbeformat und Platzierung stark. Die teuersten Preise erzielen grossflächige Formate mit Billboard oder Interstitial mit TKP von 85 Euro für Run-of-Site. Günstiger sind die kleineren Formate wie Skyscraper mit einem Preis von 35 Euro (TKP Run-of-Site). Für Umfeldbuchungen wird ein Zuschlag von 5 Euro verlangt. Bei den Targetings wird pro Kriterium ein Aufschlag von 5 bis 7,50 Euro verrechnet. Das Pricing beurteilt der Autor des Blogs als hochpreisig. Die Bruttopreise sind deutlich über denjenigen der grossen Schweizer Nachrichtenportale. Es stellt sich die Frage, ob diese hohen Bruttopreise auch mit hohen Nettopreisen realisiert werden können.

Huffington Post Deutschland

Vorstellung weiterer mobiler Newsportale:

 

Mit Freude habe ich die Einladung von Sarah Genner angenommen, als Referent bei der Jahrestagung 2014 der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft meine Praktikerperspektive zu „Digital Natives & Hard News“ zu erläutern. Zusammen mit Konrad Weber (SRF), Lorenz König (NZZ), Olivia Kühni (Handelszeitung) und Philipp Wampfler (Kantonsschullehrer Kantonsschule Wettingen) durften wir die jungen Medienkonsumenten unter die Lupe nehmen.

Gemäss einer Studie von PWC (PWC Media & Entertainment Outlook) werden die „Digital Natives“ ab 2020 in der Mehrheit sein. Mit der Übernahme der Mehrheit durch die „Digital Converts“ 2013 wurde die Transformationsphase eingeläutet. In dieser Transformationsphase wird die DNA der Kunden fundamental geändert. Aus Businesssicht ist es daher zwingend, dass man sich mit der neuen Generation beschäftigt? Werden „Digital Natives“ noch ein Print-Zeitungsabonnement kaufen? Sind für „Digital Natives“ Medienmarken wichtig? Werden „Digital Natives“ je bereit sein, für Informationen zu zahlen? Über welche Kanäle informieren sich „Digital Natives“ über das Weltgeschehen? Welche Art von News wird von dieser neuen Generation nachgefragt? Wie muss das Geschäftsmodell angepasst werden, um mit der neuen Generation Geld zu verdienen? Wie gelingt es den klassischen Medienunternehmen, die „Digital Natives“ für sich zu gewinnen?

Bildschirmfoto 2014-04-14 um 21.06.19

Diese wichtigen Fragen habe ich selbstverständlich nicht beantwortet, sondern lediglich 6 Thesen über „Digital Natives & Hard News“ skizziert.

1. These: Mobile First

Smartphones sind die Schaltzentrale der Digital Natives. Nachrichten werden hauptsächlich über mobile Endgeräte gelesen.

2. These: Kurze Boulevardnews

Die Aufmerksamkeitsspanne der Digital Natives ist gering. Deshalb gilt für News: Je kürzer, desto besser.

3. These: Social Media als Anker

Die Bedeutung der klassischen Medienmarken nimmt für Digital Natives ab. Über Social Media werden Geschichten von unterschiedlichsten Medien konsumiert.

4. These: Verschmelzung Hard und Soft News

Hard News und Soft News verschmelzen miteinander. Digital Natives können damit umgehen.

5. These: Interaktionsmöglichkeiten

Digital Natives wollen mitreden und mitmachen – auch in den Medien.

6. These: Identität – Lokaler Bezug

Den Digital Natives ist Identität wichtig. Ein lokaler Bezug bei den News ist für die Digital Natives essentiell.

Anbei findet man die Slides meiner Präsentation: 

 

 

watson hat heute Abend seinen LIVE-Betrieb aufgenommen. Nach monatelangen Vorarbeiten präsentieren die Watsons das neue Newsportal. Anbei acht persönliche Antworten auf acht Fragen, welche mir immer wieder gestellt werden.

1. Was ist watson überhaupt?

watson ist das neue und frische Newsportal für die Schweiz. Es handelt sich um ein reines Internetangebot, dass sowohl am Computer als auch mobile über den Browser des Smartphones genutzt werden kann (eine eigene App folgt in wenigen Tagen). An sieben Tagen die Woche rund um die Uhr findest Du auf watson jederzeit aktuelle Informationen. Aktualität, Originalität, Eigenleistung und Transparenz sind für die Watsons das Mass aller Inhalte.

2. Wer wen ist das Newsportal watson gemacht?

Bei watson findet man sowohl rasche Informationsbrocken als auch Hintergründe zum aktuellen Geschehen. Kurzum: Bei watson erfährt man, wo der Frosch die Locken hat.

3. Welche Inhalt findet man auf watson konkret?

Neben Top-News gibt es natürlich viele Interviews, Reportagen und fundierte Berichte. Immer mal wieder findet man auch sogenannte Snowfalls. Das sind aufwändige Hintergrundberichte mit Infografiken, Videos, Bildern und interaktiven Elementen. Daneben findet man auch lustige animierte Gifs. Obendrein gibt es unterhaltsame, unverblümte und knackige Beiträge von prominenten Bloggern.

4. Ist watson perfekt?

Nein. watson steckt noch in den Kinderschuhen (watson Beta). Die Watsons machen täglich sehr viele Fehler. Wir versuchen jedoch, täglich uns zu verbessern. Gib uns Feedback, was wir besser machen können. Wir setzen alles daran, immer besser zu werden. Deshalb: Sei nachsichtig mit uns, wir sind noch sehr jung.

5. Hat es im Newsmarkt Platz für watson?

Ja. Aber watson steht ein schwerer Kampf gegen viele Goliaths bevor, welche alle einen ausgezeichneten Job erledigen. Es wird unglaublich schwierig, unsere Ziele zu erreichen. Aber wir versuchen es wenigstens. Und wer weiss, mit einer Unterstützung könnte es klappen.

6. Was kann ich tun, um watson zu fördern?

Wir brauchen deine Steilpässe. Du kannst uns jederzeit über das Input-Formular Links, Bilder oder Infos zuschicken. Vielleicht gibst du den Ausschlag für die nächste grosse Top-Story. Natürlich kannst du auch kommentieren und Bilder posten. Wenn du interessante Artikel auf watson findest, freuen wir uns, wenn du ihn über Social Media mit deinen Freunden teilst. Am besten likest du unsere Social Media Kanäle:

Wir brauchen deine Unterstützung.

7. Wieso machst du eigentlich so viel Werbung für watson?

Weil auch ich das watson-Abenteuer wage und per 01.02.2014 als Leiter Unternehmensentwicklung bei watson starte.

8. Wo finde ich mehr Informationen zu watson?

Weitere Informationen zu watson findet man unter www.watson.ch/corporate und www.watson.ch/sales. Ich freue mich auf deinen Besuch auf www.watson.ch

www.watson.ch

ViralNova.com kam aus dem Nichts. Im Mai 2013 startete Scott DeLong mit der Seite, welche aus emotionalen Beiträgen in Form von Bildersammlungen besteht. Der virale Faktor spielt eine zentrale Rolle bei den Geschichten. Die Beiträge sind im Stil von BuzzFeed und Upworthy. Im Mai 2013 war es laut Alexa.com die 443’652 beliebteste Website auf der Welt und heute platziert sich die Seite bereits auf Rang 531 der grössten Plattformen weltweit. Da kann man nur sagen: Wow, was für eine Erfolgsgeschichte.

Ein paar Fakten zu ViralNova.com:

  • Mehr als 100 Millionen Visits sowohl im November als auch im Dezember 2013
  • Über 909’000 Facebook-Likes (Stand 15. Januar 2014)
  • 3 Mitarbeitende (davon 2 Freelancer)
  • 100% der Einkünfte sind von Google Adsense. Mit einem Direktverkauf der Werbung könnten die Einkünfte markant erhöht werden

Gemäss einem Artikel von Business Insider steht nun ViralNova.com zum Verkauf. Zum Grund des Verkaufs sagt Scott DeLong:

Es ist ein bisschen zu viel für mich allein. Ich möchte keine Büroräumlichkeiten mieten und Mitarbeiter anstellen“

Da können wir also gespannt sein, welches Medienunternehmen sich dieses Start-up unter den Nagel reisst und zu welchem Preis.

Viral Nova

Mehr Berichte über ViralNova.com:

EXCLUSIVE: One-Man Juggernaut Viral Nova Is Up For Sale

A BuzzFeed in a Box: The Person Behind ViralNova

One Guy Figures Out How To Make Millions In 8 Months

Viral Nova

Der Online-Auftritt von blickamabend.ch ist seit Donnerstag, 12. Dezember 2013, „on air“. Anbei meine 5 Erkenntnisse nach einem ersten Herumstöbern auf dem neuen Newsportal von Ringier – selbstverständlich in Listenform.

1. www.blickamabend.ch orientiert sich optisch stark am Vorbild www.buzzfeed.com

2. Gute Artikel in Listenform zu erstellen, ist schwierig und benötigt Zeit

Es scheint schwierig zu sein, wirklich gute Listicles zu erstellen. Nick Lüthi bringt es im Artikel  „Listen machen heute alle in der Medienwoche auf den Punkt: „Einen Narren gefressen hat die Redaktion (…) an den sogenannten Listicles, Artikel in Listenform. Verständlich, dass sie zum Start nahezu jedes mögliche und unmögliche Thema als kommentierte, vertikale Bildstrecke durchzudeklinieren versucht. Das gelingt machmal, oft wirkt es aber erzwungen bis bemüht, zumal viele der verwendeten Bilder hinlänglich bekannte Motive der Internet-Folklore sind. Diese in einen neuen, überraschenden Kontext zu stellen, ist anspruchsvolle, kreative Arbeit.“ 

3. Native Advertising stellt eine neue, spannende Werbeform dar

Momentan zeigen sich die Migros, Ford und Graubünden Ferien als Pioniere bezüglich Native Advertising in der Schweiz. Aus meiner Sicht steckt in Native Advertising viel Potential. Ich bin gespannt, welche weiteren Firmen den Mut aufbringen, uns mit kreativem Content Marketing zu überraschen.

4. Native Advertising sollte  immer „deklariert“ werden – auch beim blickamabend.ch 

Meiner Ansicht nach sollte Native Advertising immer als „Werbung“ deklariert werden. Meistens wird auf blickamabend.ch mit Promo, grauem Hintergrund und „Präsentiert von“ auf die neue Werbeform hingewiesen. Aber nur meistens. Teilweise wird auf die Native Advertising Artikel genau gleich hingewiesen wie auf normale Artikel. Zudem findet man in der App in den Native Advertising Artikeln selbst keine Hinweise auf den Sponsor. Aus meiner Sicht muss sowohl beim Teaser als auch bei dein einzelnen Native Advertising Artikeln jeweils darauf hingewiesen werden, dass es sich dabei um Werbung handelt. Und zwar immer. 

Native Advertising

5. Die Schweizer Medienszene braucht Mut und neue Ideen

Ich erachte BlickAmAbend.ch als einen soliden Versuch, etwas Neues zu wagen. Wer es nicht versucht, kann nicht scheitern, aber auch nicht gewinnen. Ich wünsche dem neuen Projekt von Ringier „Toi Toi Toi!“

Gerne schliesse ich mich auch den Worten von Simon Bärtschi in der Medienkolumne der SonntagsZeitung vom 08.12.2013 an: Die etablierten Schweizer Medien haben das Jahr verschlafen. Mutige Ideen? Innovationen? Lancierungen von neuen Medien? Fehlanzeige. Mehr Mut und neue Ideen brauchts im nächsten Jahr auch in der Schweiz.“ 

Der Countdown läuft. Noch 8 Tage 01 Stunde 58 Minuten und 21 Sekunden bis am 12. Dezember 2013 Blick am Abend unter www.blickamabend.ch online geht. Das einfache Rezept dahinter lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Social & Mobile. Und wie zu erwarten, wird die neue digitale Newsplattform „buzzfeedig“, sprich mit Listicles und GIFs. 

Für die Werbekunden wird eine neue, moderne Werbeform angeboten, sogenannte Native Advertising. Ob www.blickamabend.ch wie Buzzfeed gänzlich auf klassische Display-Werbung verzichtet, ist nicht bekannt. Native Advertising ist momentan der neue Trend am Werbehimmel. So findet man seit einigen Wochen auch auf der mobilen Seite von 20Minuten sogenannte „Sponsored Content“.

Die Newsbranche ist in Bewegung. Der Countdown läuft. Es bleibt spannend. 

Countdown

Sponsored Content auf der mobilen Seite von 20 Minuten

Sponsored Content auf der mobilen Seite von 20 Minuten

Der Mikrokosmos „Digitale Medien“ ist in Bewegung. Fast täglich erfährt die Medienszene über ihre Branchennewsletter von personellen Änderungen. „Journalist A wechselt von Medienhaus RI zu Medienhaus TA“ oder „Verlagesleiter A wechselt von Medienunternehmen NZ zu Medienunternehmen SR“. In den letzten Wochen wiederholen sich fast täglich immer die gleichen Nachrichten: XY verlässt 20 Minuten / Tages-Anzeiger und wechselt zum Startup Watson von Hansi Voigt.

Dem Gründer von Fixxpunkt AG / Watson gelingt es, erfahrene und etablierte Journalisten für sein Risiko-Projekt zu gewinnen. Dieser Hype um ein neues Projekt und um eine spezifische Person erinnert mich an Roger Schawinski. Als der Radiopirat im November 1979 den Betrieb seines Radio 24 aufnahm und vom italienischen Pizzo Groppera mit dem damals stärksten UKW-Sender der Welt bis in den Raum Zürich sendete, entstand im Grossbraum Zürich eine eigentlich Volksbewegung mit Massendemonstrationen für sein Radio 24. 1994 und 1998 wiederholte er die Geschichte mit dem Start von TeleZüri und Tele24. Er konnte durch seine visionäre Art spannende Persönlichkeiten für seine innovativen Projekten gewinnen, welche heute noch grosse Namen im Business sind (Markus Gilli, Röbi Köller, Frank Baumann, Dani Wyler, Christian Heeb, Eva Wannemacher, Hugo Bigi etc.). Roger Schawinski hatte das Gespür für neue Talente. Er war meiner Ansicht nach ein Top-Recruiter und ein Top-Motivator. Und nun gelingt es Hansi Voigt, ein ausgezeichnetes Watson-Team aufzustellen. Ich kann da nur in Schawinskis Sprache sagen: „Findiguet.“

Laut meinem aktuellen Kenntnisstand (Stand 02.11.2013) sieht das zukünftige Watson-Team wie folgt aus:

TeamWatson2

Änderungen, Korrekturen und neue Namen dürfen mir gerne gemeldet werden.

Eine von mir erstellte Twitter-Liste der Watson-Mitarbeitenden findet man unter folgendem Link: https://twitter.com/SvenRuoss/lists/watson-mitarbeitende

Watson