Archive für Ringier

In der aktuellen Ausgabe des deutschen Magazins «Medium – Magazin für Journalisten» hat Paulin Tillmann einen spannenden Artikel zu den «Innovationstreibern im Publishing» verfasst. Die Digitalisierung schafft nicht nur Disruption, sondern auch neue Rollen. Darunter: Innovationsmanager, die den Wandel und die Kreativität vorantreiben sollen. Der Fokus der Artikels liegt auf Deutschland. Doch wie machen es die Nachbarn in der Schweiz? Neben Michael Marti von Tamedia wurde ich in meiner Rolle als Head of Product und Development bei der Blick-Gruppe erwähnt.

Den kompletten Artikel findet ihr anbei oder hier als PDF-Link: Innovationstreiber

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Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu. Die Zeit ist gekommen, um meine persönliche Liste der 10 Schweizer Medienhighlights im Jahr 2014 zusammenzustellen. Und falls es doch noch vor Jahresende zur Megafusion „Ri-Ta-Ba-Az-NZZ“ kommen sollte, wird diese Liste selbstverständlich angepasst.

10. Dominik Kaiser lanciert seinen dritten Fernsehsender: 5+

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9. AZ Medien erweitert ihre Fernsehfamilie: Neuer TV-Sender TV24 startet am 24. Mai 2014

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8. Roger Schawinski kauft Radio 105

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7. Basler Zeitung schliesst Restrukturierung erfolgreich ab und hat neue Eigentümer

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6. Ringier und KKR investieren gemeinsam in das Wachstum von Ringiers digitalem Geschäft

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5. NZZ-Mediengruppe bereitet den Start von nzz.at in Österreich vor

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4. NZZ-Mediengruppe will Druckerei in Schlieren schliessen – Tamedia erhält Druckauftrag

DRUCK, DRUCKEREI, DRUCKZENTRUM, ZEITUNGSDRUCKEREI

3. Swisscom und Tamedia wollen Verzeichnisdienste Local.ch und Search.ch gemeinsam weiterentwickeln

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2. Swisscom kauft PubliGroupe

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1. Am 22. Januar 2014 taucht das Onlineportal watson auf

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Der Countdown läuft. Noch 8 Tage 01 Stunde 58 Minuten und 21 Sekunden bis am 12. Dezember 2013 Blick am Abend unter www.blickamabend.ch online geht. Das einfache Rezept dahinter lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Social & Mobile. Und wie zu erwarten, wird die neue digitale Newsplattform „buzzfeedig“, sprich mit Listicles und GIFs. 

Für die Werbekunden wird eine neue, moderne Werbeform angeboten, sogenannte Native Advertising. Ob www.blickamabend.ch wie Buzzfeed gänzlich auf klassische Display-Werbung verzichtet, ist nicht bekannt. Native Advertising ist momentan der neue Trend am Werbehimmel. So findet man seit einigen Wochen auch auf der mobilen Seite von 20Minuten sogenannte „Sponsored Content“.

Die Newsbranche ist in Bewegung. Der Countdown läuft. Es bleibt spannend. 

Countdown

Sponsored Content auf der mobilen Seite von 20 Minuten

Sponsored Content auf der mobilen Seite von 20 Minuten

Am 25.08.2013 hat es in der SonntagsZeitung noch so geheissen: „Ringier lehnt Einstieg bei neuem Newsportal von Hansi Voigt ab. Ringier glaubt nicht daran, mit Voigts Konzept Geld verdienen zu können.“

Heute Morgen konnte man folgende Meldung von Watson (@watson_news) auf Twitter lesen:

Das aktuelle Statement auf Watson.ch spricht für sich: Hochmut kommt vor dem Fall. Es bleibt spannend. Wir bleiben dran.

Hochmut kommt vor dem Fall

Das Schweizer Medienunternehmen Ringier plant auch ein neues Online-Portal. „Buzzfeed“ soll dabei als Vorbild dienen: Viel Unterhaltung, wenig Journalismus. Eine junge und urbane Leserschaft wird anvisiert. Die Buzzfeed-Kopie soll an die Boulevardzeitung Blick/Blick am Abend angedockt werden.

Doch Ringier ist mit der Idee eines neuen Online-Portals nicht allein. Wer hat erfunden? Ricola, Ringier oder doch Hansi Voigt?
Im ersten Quartal 2014 will Hansi Voigt sein Newsportal (Projektname Watson.ch) starten. Wird Ringier bereits früher als Watson auftauchen? Wer gewinnt das Rennen um die digitale Zukunft? Es bleibt spannend. Wir bleiben dran.

Buzzfeed Ringier

Quellen:
Kress.de
Handelsblatt.com
Meedia.com

Zuerst: Ich bin ein Fan der Kultur „Bring your own Device“. Sowohl in meiner Zeit als Unternehmensberater konnte ich jeweils alle zwei Jahre ein neues Notebook, Smartphone und Tablet über meine geschäftliche Kreditkarte beziehen als auch während meiner NGO-Zeit hatte ich Anrecht auf eine jährliche Pauschale für meine selbstmitgebrachten technischen Gadgets. Die einzige Bedingung war jeweils: Sämtliche Dokumente sind in der Cloud. Denn das Wertvolle waren jeweils die Daten und nicht die Maschinen. Anders nun in der Medienbranche. Das Wertvolle sind die Maschinen. Beispielsweise klotzt Tamedia laut einem Interview mit Hansi Voigt mit exzellenten Laptops, für welche monatlich 540 CHF bzw. jährlich 6’480 CHF verrechnet werden. Naja, diese Laptops sind teuer, jedoch sind auch sämtliche SchnickSchnack-Softwares & IT-Support inklusive. Tablets werden grundsätzlich nicht bezahlt, auch wenn man in einzelnen Funktionen zwingend einen besitzen muss, weil es vom Vorgesetzten immer mal wieder heisst: Schau dir diese und jene Applications auf deinem Tablet an. So weit, so gut. Alles mehr oder weniger in Ordnung. Damit kann man leben.

Doch heute Abend hat mir ein Mitarbeiter eines erfolgreichen Medienunternehmens in der Schweiz mir doch tatsächlich folgende Geschichte erzählt. Der enorme Spardruck sei nun so gross, dass man nun aktiv freiwillige Mitarbeitende sucht, welche auf einen geschäftlichen Computer verzichten. Man solle doch einfach private Laptops ins Büro mitnehmen, weil die einerseits sowieso besser seien als die vom Unternehmen zur Verfügung gestellten Maschinen und andererseits natürlich fürs Unternehmen nichts kosten und somit ca. 6’500 CHF jährlich pro Arbeitsplatz eingespart werden kann. Selbstverständlich werden die privaten Laptops nicht entschädigt bzw. es benötigt meistens noch private Investitionen in Software, damit diese privaten Computer mit dem Firmen-Netzwerk kompatibel sind.

Mein Kommentar: Gats no! Ich selbst würde mich als überdurchschnittlich sparsam mit geschäftlichen Ressourcen einschätzen. So fahre ich seit 2013 freiwillig jeweils in der 2. Klasse Zug, versuche wenn möglichst keine Spesen zu verursachen und meine Kollegen wissen, dass ich mich jemals am iPhone äussert kurz halte, um jeden möglichen Rappen an geschäftlichen Telefonkosten einzusparen. Doch wenn mein Arbeitgeber mir zwingend benötigtes Arbeitsmaterial wegnehmen würde, könnte ich das auf keinen Fall akzeptieren. Es stellt sich die Frage: Wo führt das noch hin? Heisst es bald: Bring your own WC-Papier?

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