Archive für SRF 1

 

In den letzten Tagen konnte man überall lesen, dass die zeitversetzte TV-Nutzung rasant steigt. Der Anteil an zeitversetzter TV-Nutzung lag im 2. Semester 2015 über alle Landesteile im Durchschnitt bei 11%. Bei den 15- bis 29-Jährigen in der Deutschschweiz lag der Anteil sogar bei 18%. Die Generation „Digital Native“ nutzt also immer mehr die neuen technischen Möglichkeiten. Doch welche TV-Sender schaut diese Generation überhaupt noch?

Die Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen schaut am häufigsten ProSieben und RTL. Erst auf Platz 3 und 4 kommen unsere staatlichen TV-Sender SRF Zwei und SRF 1. Auf Platz 5 folgt mit Sat.1. bereits ein weiterer deutscher Privat-TV-Sender. SRF 1 kommt bei der jungen Zielgruppe auf einen sehr bescheidenen Marktanteil von lediglich 6.5%.

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Eigene Darstellung, Datenquelle: mediapulse

 

Bei einer genaueren Betrachtung der einzelnen Zielgruppen (15-29, 15-49, 15-59, und 3+) wird einem schnell klar: SRF 1 ist das beliebteste Senioren-TV. In der für den Werbemarkt interessanten Zielgruppe der 15- bis 59-Jährigen kommt SRF auf einen Marktanteil von knapp 12%. Nimmt man noch die Kids und die Altersgruppe 60+ in die Betrachtung auf, so nimmt der Marktanteil rasant auf 18.4% zu. Kurz und gut: Das Fernsehpublikum von SRF 1 besteht aus ganz vielen Senioren. Bei den privaten deutschen TV-Sender sieht das Bild gegenteilig aus. RTL und ProSieben sind besonders bei den Jüngeren beliebt. Je älter das Alterssegment wird, desto weniger Marktanteile können die Sender verbuchen.

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Eigene Darstellung, Datenquelle: mediapulse

 

Doch wie sieht es bei privaten Schweizer TV-Sendern aus? TeleZüri ist insbesondere in den Zürcher Altersheimen beliebt. Bei den 15- bis 29-Jährigen ist der Sender mit einem Marktanteil von 0.1% praktisch inexistent. Der nationale TV-Sender 3+ hingegen punktet mit 3.2% bei der Generation Y und ist mit 2.9% auch beim Alterssegment 15-59 gut aufgestellt.

Fazit: Liebe Schweizer Medienbranche, denkt bitte auch mal an den Nachwuchs? Ich möchte nicht, dass sich die junge Generation (Millennials, Generation Y, Digital Natives etc.) nur noch auf internationalen Plattformen tummelt.

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Eigene Darstellung, Datenquelle: mediapulse

 

TRANSPARENZBOX: Seit über vier Jahren arbeite ich im Bereich Business Development bei verschiedenen Medienunternehmen in der Schweiz (Tamedia, AZ Medien, Ringier) und setzte mich für die digitale Transformation in der Medienbranche ein. Einen starken und vielfältigen Medienplatz Schweiz erachte ich als wichtig. Ich bin ein Fan von Schweizer Medienprodukten wie auch Schweizer TV-Sendern.

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Endlich hat die Schweiz wieder TV-Zahlen. Am 02. August 2013 publizierte SRF die „Halbjahreszahlen“ 2013. In der Primetime beträgt die Marktanteil sämtlicher SRF-Sender (SRF 1, SRF zwei, SRF info) insgesamt 39,5% Marktanteil und im 24-Stunden-Schnitt 30,9% Marktanteil.

Das Finalspiel der Eishockey-WM am 19. Mai 2013 war die meistgenutzte TV-Sendung mit rund 1,2 Mio. Zuschauer (51,4% Marktanteil), gefolgt vom Klassiker „Lauberhorn-Abfahrt“ mit 909’000 Zuschauer (Marktanteil 78,1%) und den vier Folgen „Der Bestatter“ mit durchschnittlich 747’000 Zuschauer (Marktanteil 41,6%). 

Anbei zwei Erkenntnisse aus der Analyse der Zahlen, welche nicht neu sind, aber trotzdem stark auffallen:

  • Überproportional viele der TV-Zuschauer von SRF 1 sind über 60 Jahre alt. Prinzipiell lässt sich feststellen, dass die Marktanteile bei SRF 1 bei der Zielgruppe „15-59 Jahren“ tendenziell geringer als bei der Zielgruppe Drei Jahre und älter“ ausfallen. Daraus lässt sich schliessen, dass überproportionale viele Zuschauer von SRF 1 über 60 Jahre alt sind. Bei einzelnen Sendungen wie Arena, Samschtig-Jass, Potzmusig, Donschtig-Jass, etc. ist der Marktanteil der „15-59-Jährigen“ teilweise lediglich halb so gross wie derjenige Marktanteil von „Drei Jahre und älter“. Es wäre interessant zu erfahren, wie gross der Marktanteil von SRF 1 bei den 15-59-Jährigen ist.
  • SRF zwei bolzt seine Quoten mit Sport. Das zeigt bereits, dass sämtliche Spitzenwerte im Bereich „Sport“ auf dem Sender SRF zwei gezeigt werden. Falls SRF zwei in einem Monat einige Sport-Highlights senden kann, erhöht sich die durchschnittliche Quote. Beispielsweise war die Quote von SRF zwei im Mai 2013 am höchsten (11,0% Marktanteil Hauptabend, 10,5% Marktanteil ganzer Tag), weil sie sowohl Fussball mit Champions-League-Spielen, Super-League-Spielen, Europa-League-Finalspiel und Schweizer Cup-Final als auch die Eishockey-WM mit der grandiosen Schweizer WM-Mannschaft zeigte.

TV-Zahlen

Quelle:
http://www.srf.ch/medien/news/srf-erreicht-im-ersten-halbjahr-2013-in-der-primetime-395-prozent-marktanteil