Archive für SRF

Endlich hat die Schweiz wieder TV-Zahlen. Am 02. August 2013 publizierte SRF die „Halbjahreszahlen“ 2013. In der Primetime beträgt die Marktanteil sämtlicher SRF-Sender (SRF 1, SRF zwei, SRF info) insgesamt 39,5% Marktanteil und im 24-Stunden-Schnitt 30,9% Marktanteil.

Das Finalspiel der Eishockey-WM am 19. Mai 2013 war die meistgenutzte TV-Sendung mit rund 1,2 Mio. Zuschauer (51,4% Marktanteil), gefolgt vom Klassiker „Lauberhorn-Abfahrt“ mit 909’000 Zuschauer (Marktanteil 78,1%) und den vier Folgen „Der Bestatter“ mit durchschnittlich 747’000 Zuschauer (Marktanteil 41,6%). 

Anbei zwei Erkenntnisse aus der Analyse der Zahlen, welche nicht neu sind, aber trotzdem stark auffallen:

  • Überproportional viele der TV-Zuschauer von SRF 1 sind über 60 Jahre alt. Prinzipiell lässt sich feststellen, dass die Marktanteile bei SRF 1 bei der Zielgruppe „15-59 Jahren“ tendenziell geringer als bei der Zielgruppe Drei Jahre und älter“ ausfallen. Daraus lässt sich schliessen, dass überproportionale viele Zuschauer von SRF 1 über 60 Jahre alt sind. Bei einzelnen Sendungen wie Arena, Samschtig-Jass, Potzmusig, Donschtig-Jass, etc. ist der Marktanteil der „15-59-Jährigen“ teilweise lediglich halb so gross wie derjenige Marktanteil von „Drei Jahre und älter“. Es wäre interessant zu erfahren, wie gross der Marktanteil von SRF 1 bei den 15-59-Jährigen ist.
  • SRF zwei bolzt seine Quoten mit Sport. Das zeigt bereits, dass sämtliche Spitzenwerte im Bereich „Sport“ auf dem Sender SRF zwei gezeigt werden. Falls SRF zwei in einem Monat einige Sport-Highlights senden kann, erhöht sich die durchschnittliche Quote. Beispielsweise war die Quote von SRF zwei im Mai 2013 am höchsten (11,0% Marktanteil Hauptabend, 10,5% Marktanteil ganzer Tag), weil sie sowohl Fussball mit Champions-League-Spielen, Super-League-Spielen, Europa-League-Finalspiel und Schweizer Cup-Final als auch die Eishockey-WM mit der grandiosen Schweizer WM-Mannschaft zeigte.

TV-Zahlen

Quelle:
http://www.srf.ch/medien/news/srf-erreicht-im-ersten-halbjahr-2013-in-der-primetime-395-prozent-marktanteil

Die Schweiz ist Vize-Weltmeister im Eishockey. Und laut Blick sind unsere Eisgenossen die Weltmeister der Herzen. Die beiden Verteidiger Roman Josi und Julien Vauclair haben es sogar als erste Schweizer Eishockeyspieler den Sprung ins All-Star-Team einer WM geschafft. Wer ist meiner Meinung nach ins Medien-All-Star-Team der Schweiz geschafft hat, findet ihr anbei.

1. Stürmer: Live-Ticker als bester „junger, aufstrebender Spieler“

Den Montagnachmittag, 06. Juni 2013 verbrachte ich als Zugreisender von Lausanne nach Zürich. So konnte ich das Spiel per Live-Ticker von 20Minuten Online mitverfolgen. Bisher wusste ich gar nicht, dass Live-Ticker so spannend sein können. Grosse TV-Events eignen sich aus meiner Sicht optimal für einen Live-Ticker, weil dadurch auch das Bedürfnis nach Second Screen abgedeckt wird.

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2. Stürmer: Kostenlose Online-Portals als „Most Valuable Players“

Die WM hat es wieder einmal gezeigt. Die schnellen Gratis-Medien 20Min.ch und Blick.ch befriedigen meine Bedürfnisse bestens. Ich möchte in kurzer Zeit viele Berichte lesen und viele Bilder anschauen. Ich werde vermutlich nie bereit sein, für digitale Sportnachrichten zu bezahlen.

1. Verteidiger: Die SonntagsZeitung wegen ihrer Exzellenz im Bereich „Ankurbelung Einzelverkäufe“

Es war ein optimales Timing für die Sonntagspresse nach dem Sieg am Samstagabend gegen die USA, das Thema „Schweizer Eishockey“ am Sonntag gross zu bringen. Um die Einzelverkäufe (Kioske, Tankstellen, etc.) anzukurbeln, ist es relevant, welche Geschichten auf der Frontseite angerissen werden, bzw. insbesondere auf der oberen Hälfte der Frontseite, weil potenzielle Kunden am Kiosk jeweils nur diese Hälfte der Zeitung sehen. Der SonntagsZeitung ist es gelungen, die Eisgenossen sehr prominent zu platzieren.

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2. Verteidiger: Arnd Wiegmann von Reuters als Topscorer im „Fotoschiessen“

Arnd Wiegmann von Reuters ist ein gelungen, nach dem 3:0 im Halbfinal ein Bild vom Knäuel der Freude rund um den Goalie Reto Berra zu schiessen, welches sowohl von der NZZamSonntag als auch von der SonntagsZeitung abgebildet wurde.

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3. Stürmer (Center): Blick als schnellster und agilster Spieler

Für die Printmedien war das Finale am Sonntagabend vor Pfingstmontag suboptimal, weil am Pfingstmontag keine Tageszeitungen erscheinen. Der Blick ging am besten mit dieser Herausforderung um und produzierte spontan ein 16-seitiges kostenloses Eishockey-Special. Die Sonderausgabe gab es in den Boxen von „Blick am Abend“ in den grossen Städten sowie den den grossen kKiosken. Neben der Würdigung der Helden und als Geschenk für die Fans war das Eishockey-Special sicherlich auch kommerziell zufriedenstellend. Fünf ganzseitige Inserate (Postfinance, Arosa, UMB, Swisscanto und kKioske) lassen sich sehen. Wow. Die grosse Blick-Sonderausgabe findet man als e-Paper unter folgendem Link: http://issuu.com/blick_ch/docs/blick_wm-sonderausgabe/1

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Torhüter: SRF als solidester Torhüter

Wir haben in der Schweiz im TV-Markt lediglich ein Torhüter auf Weltklasseniveau. Trotzdem war die Berichterstattung von SRF wieder einmal sehr solide. Steffi Buchli quasselte sich souverän durch die Sendungen. Congratulations.

Endlich haben wir in der Schweiz wieder TV-Zahlen. Am Freitag, 05. April 2013 publizierten zumindest SRF und Tele Züri ihre Einschaltquoten. Die SRF-Zuschauerquoten sind auf hohem Niveau stabil. Im 24-Stunden-Schnitt erzielen die drei SRF-TV-Sender (SRF 1, SRF Zwei, SRF Info) einen Marktanteil von 31,1 Prozent (Januar bis März 2013). Auf http://www.srf.ch/medien/publikumszahlen/ findet man die täglichen Quoten von SRF 1 und SRF Zwei. In den letzten Tagen bin ich immer mal wieder „go schneugge“. Anbei ein paar interessante Einschaltquoten: 

  • Das Fussball Europa League Viertelfinal zwischen Basel und Tottenham am 11. April 2013 erreichte beim Penaltyschiessen nach 23.30 Uhr eine Reichweite von 650’000 auf SRF Zwei (Marktanteil von 59.8% 3+)
  • Giacobbo/Müller Special im Zirkus Knie schauten am Ostersonntag, 31. März 2013 671’000 Zuschauer (Marktanteil von 39.2% 3+)
  • Die letzte Episode „Ein Fall für Zwei“ mit Matula und Lessing erzielte am 26. März 2013 auf SRF 1 eine Reichweite von 623’000 (Marktanteil von 37.6% 3+) –> In den drei vorhergehenden Folgen hatte die Serie zwischen 475’000 und 510’000 Zuschauer
  • Die Top-5-Gäste bei „Schawinski“ auf SRF 1 hinsichtlich Marktanteil 3+:
    1. Pascal Bruderer (18.02.2013, 171’000 Zuschauer, 24.1% Marktanteil) und Christoph Blocher (04.03.2013, 171’000 Zuschauer, 24.1% Marktanteil),
    3. Roger Köppel (25.02.2013, 161’000 Zuschauer, 23.7% Marktanteil),
    4. Melanie Winiger (07.01.2013, 181’000 Zuschauer, 21.9% Marktanteil) und
    5. Thomas Minder (04.02.2013, 174’000 Zuschauer, 21.0% Marktanteil)

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