Ich durfte Tensid ein kleines Interview zu «Social Media and Investor Relations» geben. Das komplette Interview gibt es unter dem Link https://www.tensid.ch/home-de/news/evolvere-blog/ oder untenstehend.

Sven Ruoss, 35-jährig ist Leiter des Studiengangs für das Certificate of Advanced Studies (CAS) Social Media Management an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich und Project Manager Business Development beim Medienkonzern Ringier. Der Master of Art HSG in Marketing, Dienstleistungs- und Kommunikationsmanagement (MSC) vermittelt in seiner Lehrtätigkeit die Prozesse, den Nutzen und die Risiken der Sozialen Medien in der modernen Geschäftswelt. Im Gespräch mit «Evolvere» ist er überzeugt davon: «Künftig wird es vermutlich einfach dazugehören, dass die Investor Relations auch auf den sozialen Kanälen stattfinden.»

Sven Ruoss, wie beurteilen Sie den derzeitigen Einsatz der Sozialen Medien im Bereich der Investor Relations in der Schweiz?
Sven Ruoss: Immer mehr Unternehmen in der Schweiz haben eine Social Media-Strategie und sind auf den verschiedenen Kanälen präsent. Entsprechend ist auch eine Zunahme des Social Media-Einsatzes im Bereich der Investor Relations festzustellen. Insbesondere Twitter wird immer häufiger auch als Investor Relations-Kommunikationskanal genutzt. Dies namentlich darum, weil Twitter ein sehr schneller Informationskanal ist und dort überdies viele wichtige Journalisten aktiv sind. Bislang sind es allerdings überwiegend Swiss Market Index(SMI)-Unternehmen, welche die Social Media-Kanäle systematisch für die Investor Relations einsetzen. Mittlere und kleine kotierte Unternehmen sind noch etwas weniger vertreten, holen aber auf.

Wie kann denn ein kotiertes Unternehmen eine Social Media-Strategie schön sauber aufbauen?
Sven Ruoss:
 Jedes Unternehmen hat sich zu fragen, ob und wie es auf Social Media präsent sein möchte. Grundsätzlich stehen vier Strategien zur Wahl: Erstens, auf eine Strategie verzichten. Zweitens, die Social Media lediglich für Informationen über das Unternehmen verwenden. Drittens, in den Social Media-Kanälen interaktiv tätig sein. Viertens, in den Social Media eine Community gründen. Je nach Branche, nach Grösse und nach Zielen des Unternehmens gibt es andere Gründe, die für die Wahl der Social Media-Strategie ausschlaggebend sind. Oder: Die gewählte Strategie muss zwingend zum Unternehmen und dessen Bedürfnissen passen. Von der Strategiewahl hängt dann auch der Ressourcenbedarf ab. Beispielsweise ist der personelle Aufwand bei einer Interaktionsstrategie und einer Communitystrategie deutlich höher als bei einer reinen Informationsstrategie. Doch so oder so gilt: Der sinnvolle Einsatz von Social Media kostet Geld und benötigt personelle
Ressourcen.

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Die Investor Relations sind stark reglementiert: Wie wirkt sich das auf die Social Media-Strategie aus?
Sven Ruoss: 
Dafür gibt es eine klare Antwort: Die in der Richtlinie betr. Ad hoc-Publizität und im dazugehörigen Kommentar zur Ad hoc-Publizitäts-Richtlinie festgehaltenen Regeln sind im gesamten Bereich der Investor Relations, mithin auch in der gewählten Social Media-Strategie zwingend einzuhalten. Wichtig sind namentlich die Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer, die abschliessend aufgezählten Pflichtadressaten sowie die zeitgleiche Aufschaltung der kursrelevanten Informationen auf der Internetseite des Unternehmens. Werden diese Regeln analog auf die Sozialen Medien angewandt, heisst das: Die Veröffentlichung einer kursrelevanten Tatsache darf über Twitter, Facebook und Co. frühestens gleichzeitig mit der Verbreitung der Ad hoc-Mitteilung erfolgen. Und: Die Veröffentlichung über die Sozialen Medien ist ein freiwilliger zusätzlicher Verbreitungskanal, der keinen Pflichtadressaten gemäss der Richtlinie ersetzt. Es kann sein, dass die starke Ad hoc-Publizität-Reglementierung etliche börsenkotierte Unternehmen im Bereich der Social Media vorsichtig macht.

Sollten aus Ihrer Sicht die Social Media-Aktivitäten im Bereich der Ad-hoc-Publizität anders geregelt werden?
Sven Ruoss: Nein, denn die Sache ist ganz einfach: Solange kursrelevante Tatsachen auf Facebook, Twitter und den andern Social Media-Kanälen frühestens gleichzeitig mit der Verbreitung der Ad hoc-Mitteilung veröffentlicht werden, gibt es keine Probleme. Deshalb braucht es keine zusätzlichen Regeln für Social Media. Wichtiger ist es, dass Unternehmen intern genau festlegen, wie ihre Mitarbeitenden und insbesondere die Führungskräfte über die Social Media-Kanäle kommunizieren.

Was lässt sich in den Investor Relations mit Social Media erreichen?
Sven Ruoss: 
Social Media ist ein zusätzlicher und nach wie vor aufstrebender Verbreitungskanal von Investor Relations-Informationen. Das gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass Social Media insbesondere für die jüngere Generation zum wichtigsten Informationskanal geworden. Unternehmen, die Social Media nicht oder ungenügend nutzen, werden es immer schwieriger haben, die jüngeren Menschen zu erreichen. Das ist wohl der ausschlaggebende Grund, weshalb immer mehr Unternehmen die Social Media-Kanäle mit erheblichen Ressourcen professionell einsetzen.

Eine Schlussbotschaft für unsere Leserinnen und Leser?
Sven Ruoss: 
Da die Bedeutung von Social Media weiterhin zunimmt und für die jüngere Generation bereits die wichtigste Informationsquelle darstellt, wird es künftig vermutlich einfach dazugehören, dass die Investor Relations auch auf den sozialen Kanälen stattfinden.

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1982 ungelesene E-Mails, vier Facebook-Kommentare, drei Snapchat Nachrichten und eine Instagram Message. Mein iPhone nervt mich gerade mit seinen roten Hinweispunkten. Überall zeigt es mir an, dass ich mit meiner digitalen Kommunikation im Rückstand bin. Gefühlte 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche bin ich online. Wieso schaffe ich es trotzdem nicht, dass ich meine digitale Kommunikation im Griff habe?

Manchmal frage ich mich selbst, wie gesund mein Umgang mit Social Media ist. Man postet ein Bild auf Instagram und freut sich ab den vielen Likes. Ist bei einem Bild die Anzahl der Likes mal deutlich weniger als üblich, bin ich enttäuscht. Mit der Zeit habe ich sogar gelernt, welche Art von Bildern besonders viele Likes ergeben. Bei Likes von gewissen Personen freue ich mich besonders. Das Schlimmste für mich ist, wenn ich keine Likes erhalte. Ist das noch normal?

Noch schlimmer als keine Likes zu erhalten, ist für mich, wenn jemand aktiv unsere digitale Freundschaft auf einer Social-Media-Plattform beendet. Dies habe ich bisher zwei Mal erlebt bzw. zwei Mal tatsächlich realisiert, dass dem so war. Die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher. Und jedes Mal hat mich dies zumindest kurzfristig sehr beschäftigt. Vor einigen Jahren hat eine gute Freundin von mir unsere Facebook-Freundschaft beendet. Sie wollte mir auf diesem Weg zeigen, dass mein damaliges Verhalten nicht tolerierbar war. Realisiert habe ich ihre Tat erst einen Monat später. Und das tat weh. Ein anderes Mal hat ein uralter Primarschulkollege unsere Facebook-Freundschaft beendet. Wir waren nie eng befreundet, sondern einfach Schulkameraden. Ich habe diesen Typen sicherlich zehn bis 15 Jahre nicht mehr gesehen. Er hat vermutlich entschieden, dass mein Leben für ihn zu wenig Relevanz hat. Rational auch für mich nachvollziehbar. Doch trotzdem hat mich sein aktives Unfriend-Button-Klicken emotional beschäftigt. Unabhängig, wie nah mir eine Person ist, eine digitale Beendigung der Freundschaft tut weh. Bin ich deswegen krank?

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Der tagtägliche digitale Dauerbeschuss nervt mich. Hier eine Message, dort ein Like. Da eine digitale Freundschaft, dort keine WhatsApp-Antwort. Das Tempo der Kommunikation steigt. Und manchmal treibt mich diese Beschleunigung in den Wahnsinn. Zum Glück kommt nun die Sommerpause. Mein Ziel für die Sommerferien: Digital Detox. Ich mache eine digitale Diät oder besser gesagt einen kalten Entzug. Zumindest ein paar Tage werde ich komplett offline sein: Ohne Internet, ohne Smartphone und ohne Social-Media-Plattformen. Mach auch Du mit beim Digital Detox! Es wird uns allen gut tun.

Die komplette Kolumne gibt es in der aktuellen Werbewoche.

Mein Blog geht zusammen mit mir in die Sommerferien. Ich bin dann mal offline. Wie viele Tage, Stunden oder Minuten ich dann tatsächlich «offline» war, erzähle ich dann gerne nach den Sommerferien.

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Sagt uns künftig ein Sales-Bot, welche Produkte wir in einer Migros einkaufen sollten? Kommunizieren wir bald über WhatsApp mit dem Sparschwein «Miggy»? Oder jagen wir mit unserem Smartphone «Miggy» in den Filialen und streamen diese Jagd auch noch gleichzeitig auf Facebook? Und: zerstört sich dieses Jagderlebnis nach 24 Stunden automatisch?

Wann waren Sie das letzte Mal einen ganzen Tag nicht auf irgendeiner Social-Media-Plattform? In wenigen Jahren hat sich Social Media so stark mit unserem Alltag verknüpft, dass ein grosser Teil der Menschen tagtäglich viele Minuten darin verbringt. Für die junge Generation der 18- bis 24-Jährigen ist Social Media die wichtigere Newsquelle als TV, Print und Radio. Wohin auch immer sich die Mediennutzung verlagert, fliessen mit zeitlicher Verzögerung auch die Werbeausgaben hin. Werbung in den sozialen Medien ist die am schnellsten wachsende Sparte der Internetwerbung. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate beträgt gemäss Studien rund 20 Prozent bis ins Jahr 2019. Geht diese Entwicklung so weiter, werden die Werbeausgaben für Social Media 2019 eine Höhe von 55 Milliarden US-Dollar erreichen und damit die Werbeausgaben für Printmedien (rund 50 Milliarden US-Dollar) überholen. Kurz und gut: Im Bereich Social Media spielt auch 2017 die Musik. Daher lohnt sich für alle – egal ob Marketingleiter, Business Developer, Sales Experte, Branding-Spezialist oder PR-Profi – ein Blick auf folgende fünf Social-Media-Trends, die uns in Zukunft noch stark beschäftigen werden.

Den ganzen Artikel mit den 5 Social Media Trends lesen Sie im Branchenreport «Media Trends I» in der aktuellen Werbewoche.

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Als die Anfrage bei mir reinkam, wusste ich es sofort: Da mache ich mit. Die Chance, einen Fachartikel über die digitale Transformation in der Immobilienbranche für ein Immobilienmarketing-Buch zu schreiben, will ich nutzen. Es gab drei Gründe dafür.

  1. Digitale Transformation ist mein Lieblingsthema.
  2. Marketing habe ich studiert. Ich bin ein Marketier.
  3. Von Immobilien habe ich keine Ahnung. Aber schöne Bauten gefallen mir.

Herausgekommen ist das wunderschöne Buch «Hausmarke – Wege des Immoblienmarketings» mit dem Artikel «Die Immobilienbranche und die digitale Transformation» von mir. Ich kann das Buch allen Architekturinteressierten nur empfehlen.

Das Buch kann u.a. unter folgendem Link bestellt werden:
Buch «Hausmarke – Weg des Immobilienmarketings» bestellen

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Es vergeht praktisch kein Tag, an dem in Schweizer Unternehmen nicht die Buzzwords «Digitale Transformation» und «Disruption» fallen. Die Schweizer Wirtschaft steht vor grossen Herausforderungen. Es gilt die digitale Reise zu starten und die Geschäftsmodelle an das digitale Zeitalter anzupassen. Mit Blick aufs Silicon Valley fällt auf, dass viele grosse Unternehmen versuchen, sogenannte Plattformen zu kreieren. Doch haben Schweizer Plattformen überhaupt eine Chance?

Wenn wir eine Pizza nach Hause bestellen möchten, gehen wir zu foodarena.ch. Einen kurzen Citytrip nach Berlin buchen wir über ebookers.ch und airbnb. Immer öfter bringt uns ein Uber-Chauffeur nach Hause. Auf tutti.ch finden wir innert kürzester Zeit einen Käufer für das nicht mehr benötigte Sofa. Die Apps auf dem Smartphone laden wir aus dem App-Store herunter. Unsere Einkäufe erledigen wir regelmässig über siroop.ch. Auf renovero.ch finden wir einen passenden Maler, welcher uns die Wohnung neu streicht.

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Die Gemeinsamkeit dieser aufgezählten Unternehmen ist: jeder dieser Dienstleister verfolgt strikt den Plattform-Gedanken. Diese digitalen Angreifer erobern durch exzellente digitale Experience die Beziehung zu uns Kunden und werden dadurch zu Gatekeeper. Sie designen Dienste, die sich in unseren Alltag integrieren. Sie rauben den traditionellen Unternehmen das Interface und im Endeffekt die Beziehung zum Kunden. Der Zugang zu den Nutzern wird von ihnen verkauft bzw. versteigert. Für uns User verringern sich die Transaktionskosten. Für die Unternehmen werden zwar die Vertriebskosten reduziert, gleichzeitig aber auch ihre Margen, da die Plattformen meistens eine Provision für ihre Dienstleistungen verrechnen. Egal, ob es sich um soziale Kommunikationsplattformen, digitale Marktplätze, Vermittlungsplattformen oder Crowdworking-Plattformen handelt, alle Plattformen ermöglichen durch digitale Technologien einen friktionslosen Zugang von Produzenten und Konsumenten.

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Die GAFA-Unternehmen sind die vier führenden Plattformen weltweit. Diese vier Buchstaben stehen für die US-Konzerne Google, Apple, Facebook und Amazon. Die GAFA-Unternehmen gehören nach der Marktkapitalisierung zu den teuersten Unternehmen und gleichzeitig wertvollsten Marken der Welt. Der Wettbewerb unter den Plattformen ist intensiv. Obschon die Eintrittshürden für neue Anbieter niedrig sind, handelt es sich bei Plattformmärkten meistens um Oligopole. Es gilt wie so häufig in der digitalen Welt: «The winner takes it all!» Die Machtpositionen und Gewinne der dominanten Player sind gewaltig.

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Viele Unternehmen, welche in den Plattformkrieg gezogen sind, werden, nachdem sie viel Geld verbrannt haben, scheitern. Die aktuelle Marketingpenetration von Siroop in der Schweiz ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Plattformkrieg in vollem Gang ist. Doch, wird sich Siroop langfristig als der Schweizer Online-Marktplatz in der Schweiz etablieren können? Werden sich hierzulande Nischen-Plattformen langfristig gegen die grossen US-Konzerne wie beispielsweise die GAFA-Unternehmen behaupten? Es bleibt zu hoffen, dass die Schweiz in der digitalen Plattformökonomie eine aktive Rolle findet. Schwierig wird es auf jeden Fall. Sehr schwierig.

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Einen kompletten Artikel findet man in der aktuellen Werbewoche: werw_20170602_0_0_22 oder www.werbewoche.ch

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Die SBB setzt auf Influencer als Service Scouts. Rivella involviert bekannte Schweizer Influencer. Viele Unternehmen in der Schweiz experimentieren derzeit mit Influencer Marketing. Doch was wird genau unter Social Influencer verstanden? Im Folgenden wird mit fünf Antworten auf zentrale Fragen zu Influencer Marketing eingegangen.

Dem Instagram-Account «ilivanilli_» von Ilenia Toma folgen knapp 50’000 Personen. Ihre Fotos aus ihrem Leben erreichen häufig über 2’000 Likes auf Instagram. Unter http://www.ilivanilli.com bloggt sie über ihre Reisen und ihre Styles. Ihre Blogbeiträge und Instagram-Posts entstehen regelmässig in Kooperation mit Werbekunden wie Louis Vuitton, Nescafé oder Bucherer. Einen Teil ihres Lebensunterhalts verdient Ilenia Toma mit bezahlten Beiträgen. Sie ist ein Social Influencer.

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Wer oder was ist ein Social Influencer?

Ein Social Influencer ist eine Person, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in den sozialen Netzwerken für das Marketing interessant wird. Ein Social Influencer bringt folgende drei Charakteristika mit: Recommender, Social Media Heavy User und Reputation als Marktkenner. Influencer sind Personen, die positive, aber auch negative Markenempfehlungen in Social Media aussprechen. Influencer sind auf verschiedenen Social Media Plattformen präsent und nutzen Social Media mindestens täglich. Und: Social Influencer haben eine überdurchschnittlich hohe Reputation als Marktkenner. Sie kommunizieren die richtigen Inhalten in der richtigen Form über die richtigen Kanäle an die richtigen Zielgruppen.

Wie unterscheidet sich Influencer Marketing von anderen Marketingformen?

Der zentrale Unterschied zu anderen Marketingformen ist der Absender. Üblicherweise kommuniziert die Marke oder das Unternehmen selbst; beim Influencer Marketing ist der Absender ein Dritter. Die Inhalte werden von den Influencern selbst aufbereitet und verbreitet. Dadurch kommt es zu einem Kontrollverlust für das werbende Unternehmen.

Weshalb ist Influencer Marketing momentan in aller Munde?

Der Medienkonsum ist im Umbruch. Für Werbekunden wird es immer schwieriger gerade jüngere Zielgruppen über klassische Medienkanäle zu erreichen. Die klassische Werbung kämpft mit tiefen Glaubwürdigkeitswerten. Die digitalen Werbebotschaften sind in den letzten Jahren markant gewachsen. Und mit ihr auch die Nutzung von Adblocker. Die Konzentrationsfähigkeit der Nutzer hingegen nimmt ab. Da verwundert es wenig, dass Marketingexperten in den letzten Jahren mit neuen Werbeformen und Marketingstrategien wie «Content Marketing», «Product Placement», «Native Advertising», «Brand Content» und «Influencer Marketing» experimentieren. Influencer Marketing ist eine Disziplin mit deutlich höheren Glaubwürdigkeitswerten als klassische Werbung. Viele Menschen folgen bestimmen Influencern aufgrund der für sie relevanten Inhalte.

Ende April war Ilenia Toma zusammen mit weiteren Social Influencers im Bereich Fashion auf Italienreise. Unter dem Motto «We are Summer» produzierten sie verschiedenste Inhalte für Instagram, InstaStories, Snapchat, Blogposts und Co. für ihr kumuliertes Millionenpublikum. Bei näherer Betrachtung der Posts lässt sich erahnen, wer diese Reise finanziert hat. So finden sich auf den Posts dezent Hinweise auf Produkte und Dienstleistungen von verschiedenen Marken wie Zimmerli, Vespa, Cornercard, Clarins oder ifolor.

Mehr Infos: www.weloveweare.com oder @Weloveweare auf Instagram

Den vollständigen Artikel gibt es in der aktuellen Werbewoche oder unter folgendem Link: Ist Influencer Marketing der neue Heilige Gral oder nur ein kurzlebiger Hype?

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Am 2. März 2017 hat Snap den Gang an die Börse gewagt. Das Start-up ist nun rund 30 Mrd. Dollar wert. 2016 erwirtschaftete Snap einen Verlust von 500 Mio. Dollar. Ist es gerechtfertigt, dass der gelbe Geist gleich viel wert ist wie die Credit Suisse? Wird Snapchat ein zweites Facebook oder doch eher ein zweites Twitter?

Hätten Sie als 23-Jähriger ein Kaufangebot von 3 Milliarden Dollar von Facebook für ihr Start-up ausschlagen können? Evan Spiegel, Gründer von Snapchat, hatte 2013 «grosse Eier» und gab Mark Zuckerberg einen Korb. Dieses Nein zeugt von einem sehr grossen Selbstbewusstsein. Evan Spiegel – Sohn zweier erfolgreicher Anwälte – kommt aus reichem Hause. So jemand weiss natürlich, dass er weich fällt, sollte sein Projekt scheitern. Doch, braucht er überhaupt eine weiche Backup-Landung?

Das echte Leben auf Snapchat

Snapchat setzt auf folgende drei Wachstumsfelder: Mobile, Video und kreative Werbeprodukte. Aktuell nutzen über 150 Mio. User täglich Snapchat. Ein Grossteil davon sind junge Menschen zwischen 13 und 34 Jahren. Diese Zielgruppe ist äussert spannend, ist sie doch über traditionelle Medienkanäle wie lineares TV immer schwieriger zu erreichen. Der grösste USP von Snapchat jedoch ist seine Andersartigkeit. Snapchat ist authentisch, roh, vergänglich und steht für das echte Leben. Nach 24 Stunden verschwindet jeder Inhalt wieder. Dies im Gegensatz zu anderen Social-Media-Portalen wie Instagram. Ein Foto auf dieser Fotoplattform stellt eine Inszenierung dar. Das mit verschiedenen Filtern optimierte Bild ist für die Ewigkeit bestimmt. Instagram versus Snapchat ist wie Hollywood versus „real life“.

Meine ganze Kolumne gibt es wie immer in der aktuellen Werbewoche oder unter folgendem Link: 2017_6_Kolumne_Werbewoche

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Der Countdown zum Börsengang von Snap läuft. Wird Snapchat das zweite Facebook oder das zweite Twitter? Es ist also höchste Zeit, mal ein paar Facts and Figures aus dem Börsenprospekt von Snap genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Börsenprospekt von Snap kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://content.netroadshow.com.edgesuite.net/cdn/nrsmedia/SNAP100u/static_content12/content/documents/SnapProspectus.pdf

1. Umsatz und Verlust

Snap konnte 2016 den Umsatz auf über 400 Mio. Dollar versiebenfachen gegenüber dem Vorjahr (2015: 59 Mio. Dollar). Im Jahr 2016 erwirtschaftete Snap einen Verlust von über 500 Mio. Dollar. 

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2. Tägliche Nutzer

Im 4. Quartal 2016 nutzten im Durchschnitt 158 Mio. User täglich Snapchat. Die Zunahme der User hat sich im Verlauf des letzten Jahres verlangsamt. Im letzten Quartal 2016 konnten lediglich 5 Mio. neue tägliche Nutzer gewonnen werden.

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3. Regionale Aufteilung der Nutzer

Der grösste Teil der Nutzer kommt aus Nordamerika. Dort nutzen 68 Mio. User pro Tag Snapchat. 52 Mio. der täglichen User kommen aus Europa und 39 Mio. der täglichen User stammen aus dem «Rest of World».

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4. Monetarisierung der User

Die Monetarisierung der User nimmt seit 2015 rasant zu. Im 4. Quartal 2016 konnte im Durchschnitt mit jedem User einen Ertrag von 1.05 Dollar erwirtschaftet werden.

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Der Vergleich mit Facebook: Der Average Revenue per User betrug bei Facebook im 4. Quartal 2016 weltweit 4.83 Dollar. 

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Quelle: Facebook Q4 2016 results

5. Regionale Aufteilung der Monetarisierung

Die Nutzer aus Nordamerika werden mit 2.15 Dollar (im 4. Quartal 2016) mit Abstand am besten monetarisiert. Der User aus Europa wurde im 4. Quartal 2016 lediglich mit 0.28 Dollar monetarisiert. Bei der Monetarisierung besteht grosses Wachstumgspotential.

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6. Produktentwicklung

Seit der Gründung von Snapchat 2011 wurden etliche Snapchat-Features wie Live Stories, Sponsored Lenses, Face Swap etc. lanciert.

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7. Medienkonsum

Snapchat profitiert vom wachsenden Mobile-Konsum. Der Mobile-Konsum wird weiterhin wachsen, während der prozentuale Anteil von TV rückläufig und von Desktop leicht rückläufig sind.

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8. Entwicklung des TV-Konsums

Die Entwicklung des TV-Konsums ist je nach Alterssegment unterschiedlich. Die junge US-Bevölkerung schautet 2016 deutlich weniger TV als noch 2010. Die deutlichste Abnahme ist bei den Teenagern festzustellen (-37%).

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9. Wachstumsfeld Mobile-Advertising

Snapchat profitiert vom wachsenden Mobile-Advertising-Markt, welcher sich gemäss IDC von 2016 auf 2020 verdreifachen wird.bildschirmfoto-2017-02-27-um-20-07-48

10. Snap-Sonnenbrille «Spectacles»

Im Herbst 2016 hat Snapchat sein Produkt für die Offline-Welt präsentiert: Spectacles. Mit dieser Snap-Sonnenbrille mit eingebauter Kamera können 10 Sekunden Snaps erstellt werden.

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Ich habe mal wieder in die Tasten gehauen und meine zweite Kolumne für die Werbewoche verfasst. Als Thema habe ich «10 Jahre Smartphone» genommen. Das Smartphone hat sich in dieser Zeit als Fernbedienung unseres Lebens etabliert. Weltweit gibt es mehr Mobiltelefone als Zahnbürsten. Doch die Geschäftswelt lässt sich immer noch von der alten Desktop-Welt übertölpeln.

Die Kolumne kann als PDF unter folgendem Link heruntergeladen werden: 2017_4_kolumne-werbewoche

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Ich bin auch ein Kolumnist. Per sofort gibt es monatlich in der Werbewoche, dem Branchenmagazin für Marketing, Kommunikation und Medien, eine Kolumne von mir über digitale Themen.

Die erste Kolumne mit dem Titel «Liebe C-Levels, sucht euch einen 20-jährigen Mentor, welcher Snapchat versteht» gibt es bereits in der aktuellen Ausgabe der Werbewoche zu lesen.

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Das PDF der Kolumne zum Download gibt es hier: 2017-2_kolumne_werbewoche