In der aktuellen Ausgabe des deutschen Magazins «Medium – Magazin für Journalisten» hat Paulin Tillmann einen spannenden Artikel zu den «Innovationstreibern im Publishing» verfasst. Die Digitalisierung schafft nicht nur Disruption, sondern auch neue Rollen. Darunter: Innovationsmanager, die den Wandel und die Kreativität vorantreiben sollen. Der Fokus der Artikels liegt auf Deutschland. Doch wie machen es die Nachbarn in der Schweiz? Neben Michael Marti von Tamedia wurde ich in meiner Rolle als Head of Product und Development bei der Blick-Gruppe erwähnt.

Den kompletten Artikel findet ihr anbei oder hier als PDF-Link: Innovationstreiber

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Freitagabend, 4. Mai 2018, 20.50 Uhr, Pastaessen mit dem Sola-Team (14 Personen im Alter von ca. 25 bis 35 Jahre alt): Die Nervosität steigt. In 10 Minuten startet eine neue Runde «HQ Trivia». Die einen spielen das neue Live-App-Quiz bereits regelmässig, die anderen laden sich diese Quiz-App noch schnell herunter. Zusammen mit knapp 600’000 anderen Teilnehmer spielen wir auf etlichen Smartphones das moderierte Live-Game. Leider gehören wir nicht zu den über 700 smarten Gewinnern, welche die 12 Multiple-Choice-Fragen richtig beantwortet haben und sich die 5000 Dollar Preisgeld unter sich aufteilen können. Obschon wir nicht gewonnen haben, war der Spassfaktor riesig. Bei mir persönlich machte es plötzlich «Click» in meinem Hirn. Plötzlich wurde mir bewusst, weshalb diese Echtzeit-Gaming-App so erfolgreich ist.

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Natürlich kann man beim «HQ Trivia» Case wiederum einige bekannte Erfolgsfaktoren herauslesen. Momentan steht das Nutzerwachstum im Vordergrund, die Monetarisierung ist aktuell noch nicht im Fokus. Sie haben mit dem Dazuverdienen der «Extra Lives» durch Einladungen an Freunde einen viralen Mechanismus eingebaut. Das Community Building wird aktiv gefördert. Leute kommen zusammen, um gemeinsam ihre Chancen auf die richtige Antwort zu erhöhen. Doch für mich ist mit Abstand der wichtigste Faktor, dass dieses Game lediglich zu fixen Zeiten live stattfindet.

Gemeinsame Live-Erlebnise zu fixen Zeiten – Der Gegentrend im digitalen Zeitalter

Durch den Boom von «HQ Trivia» bin ich nochmals in meiner These bestätigt worden, dass wir Menschen auch im digitalen Zeitalter gemeinsame Live-Erlebnisse brauchen. Diese Live-Erlebnisse finden zu fixen Tageszeiten statt – und nun vermehrt auf dem Smartphone und immer weniger auf dem TV.  Im digitalen Zeitalter, in welchem jeder seine Netflix-Filme schaut, wann er will, seine personalisierte Musik auf Spotify hört und sich sein massgeschneidertes Internet-Menu zusammengestellt hat, sehnen wir uns immer noch nach gemeinsamen Live-Erlebnissen. Im Sport ist dies auch heute noch ein Fussball-WM-Finale. Im TV ist dies vielleicht noch eine Bachelor-Finalsendung. Auch auf den digitalen Kanälen wollen wir nun vermehrt Tagesfixpunkte. Durch die Digitalisierung ist unser Medienkonsum sehr individuell geworden. Jedes Smartphone ist mit den entsprechenden heruntergeladen Apps so einzigartig, dass vermutlich kein anderer Mensch die genau gleichen Apps auf seinem Smartphone hat. Und jeder dieser Apps können wir dann auch wann immer wir wollen – 24×7 – nutzen. Nicht so die «HQ Trivia» App. Während 23 Stunden 30 Minuten ist diese App komplett wertlos. Zweimal pro Tag findet jeweils eine 10 bis 15 Minuten lange Live-Sendung statt. Und wir schalten dazu. Man will dabei sein. Man spricht darüber. Man hat ein gemeinsames Erlebnis. Nur dann. Ohne On-Demand. Ohne Personalisierung. Denn wir wissen alle: »Happiness is only real when shared.»

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Weitere spannende Artikel zu «HQ Trivia»:
The Magic of HQ Trivia
– HQ Trivia is my new obsession

Der neue Global Digital Report 2018 von We Are Social und Hootsuite zeigt, dass heutzutage mehr als 4 Milliarden Menschen das Internet nutzen. In der Schweiz liegt die Internetpenetration bei 89%.

Anbei findet ihr die 13 wichtigsten Charts zur Schweiz.

1. Übersicht Schweiz

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2. Wachstumsraten

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3. Nutzung nach Devices

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4. Prozentualer Anteil Webtraffic nach Device

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5. Wöchentliche  Online-Aktivitäten

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6. Häufigkeit Konsum von Online-Videos

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7. Arten des Fernsehkonsums

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8. Soziodemografische Verteilung der Schweizer Facebook-User

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9. Durchschnittliche Reichweite von Facebook-Posts

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10. Durchschnittliche Engagement-Rate von Facebook-Posts

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11. Smartphone Aktivitäten

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12. E-Commerce Umsatz nach Kategorien

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13. E-Commerce Wachstumsraten in der Schweiz

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Die komplette Studie kann bei https://digitalreport.wearesocial.com/ heruntergeladen werden.

Globale Übersicht: 2018 Digital Yeahrbook (260 Slides)

Digital in 2018 in Western Europe (inkl. Switzerland, 284 Slides)

Vor über drei Jahren habe ich im Rahmen einer Masterthesis die Studie «Digital Switzerland» ins Leben gerufen und den Begriff «Digitale Dinsosaurier» erfunden. Heute wurden die Ergebnisse der zum dritten Mal durchgeführte Studie präsentiert. Doch leider gibt es auch heute noch in der Schweiz viel zu viele «Digitale Dinosaurier». Den Schweizer KMU fehlt es immer noch an digitalem Fachwissen. 

Die Studie «Digital Switzerland» von der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich und localsearch (Swisscom Directories AG) zeigt, dass Schweizer KMU digitalen Nachholbedarf haben: 87% der Befragten sind als Digitale Dinosaurier einzustufen. Fehlende finanzielle Mittel, technische Ausstattung und Fachwissen sind für Mikrounternehmen dabei die grössten Herausforderungen.

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Die zum dritten Mal durchgeführte KMU-Studie «Digital Switzerland» untersucht Ziele und Herausforderungen der digitalen Transformation für Schweizer Unternehmen und kommt zum Ergebnis, dass eine Mehrheit von 87% der Befragten als digitale Dinosaurier einzustufen sind. Die sogenannten digitalen Dinosaurier sind überproportional bei Mikrounternehmen (1–9 Mitarbeitende) vertreten. «Die Studie zeigt, dass viel Potenzial ungenutzt bleibt, aber gleichzeitig eben auch ein Ressourcenproblem besteht, um die digitale Transformation voranzutreiben», sagt Manuel Nappo, Leiter des Institute for Digital Business der HWZ, das die Studie verantwortet. Stefano Santinelli, CEO von localsearch überraschen die Studienergebnisse nicht: «Mit 40 Jahren Erfahrung kennt localsearch die KMUs in der Schweiz genau. Gerade Mikrounternehmen haben oft weder die Zeit noch das Know-how, um sich mit der Digitalisierung zu beschäftigen. Dabei drohen viele den Anschluss zu verlieren, denn: Wer heute online nicht präsent ist, wird schlicht nicht mehr wahrgenommen und die Konkurrenz ist nur einen Klick entfernt.»

Fehlende Ressourcen sind zentrale Herausforderung

Generelle Herausforderungen im Zuge der digitalen Transformation sind fehlende finanzielle Mittel, ungenügende technologische Ausstattung und Mangel an Fachwissen. Bei Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden zählen neben fehlendem Fachwissen, eine nicht vorhandene Veränderungskultur und unklare Verantwortlichkeiten zu den grössten Herausforderungen.

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Ziel Kundenbindung und Kostenreduktion

Als wichtigste Ziele der digitalen Transformation werden Kundenbindung, Kostenreduktion und erhöhte Reichweite für die Neukundenakquise angegeben. Bei Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden spielt zudem das verbesserte Kundenerlebnis eine zentrale Rolle.

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Potenzial nicht ausgeschöpft

Für die künftige Entwicklung der Unternehmen wird Digital Security von den Befragten am wichtigsten eingestuft, gefolgt von Social Media und digitalem Marketing. Nach Kenntnissen gefragt, geben die Umfrageteilnehmer an, dass sie sich vor allem mit Social Media, Wearables und E-Commerce auskennen.

Im Unternehmensalltag werden die digitalen Möglichkeiten aber noch kaum ausgeschöpft: so ist es bei 77% der Befragten Unternehmen mit terminierbaren Leistungen – wie Coiffeurebetrieben oder Physiotherapeuten – heute nicht möglich, online einen Termin zu buchen. 60% verfügen entsprechend auch nicht über eine Softwarelösung, um die Termine zu verwalten. Gerade die Mikrounternehmen tun sich schwer mit dem Online-Marketing: Nur etwa ein Drittel der Befragten kontaktiert die Kundinnen und Kunden online mit personalisierten Angeboten und gerade mal 11% setzen ein digitales Treuesystem ein. Im Bereich Social Media und Bewertungen sind ebenfalls noch Defizite vorhanden. 74% der Umfrageteilnehmer verfügen über keinen Mechanismus oder Ablauf, der sie über Online-Bewertungen informiert und lediglich 34% reagieren aktiv auf Bewertungen und Erfahrungsberichte im Internet. 78% verzichten daher auch darauf, Kundinnen und Kunden aktiv dazu aufzufordern, das Unternehmen, die Produkte oder die Dienstleistung online zu bewerten.

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Zur Studie

Digital Switzerland wurde vom Institute for Digital Business der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich und localsearch durchgeführt. Die Studie befasst sich mit der digitalen Transformation, deren aktuellem Stellenwert sowie Chancen und Gefahren für Schweizer Unternehmen. 1’294 Unternehmen haben an der Online-Befragung teilgenommen. Erhoben wurde von Oktober bis November 2017.

Weitere Informationen gibt es unter www.digital-switzerland.ch. Das Abstract der Studie finden Sie hier.

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Für mich persönlich war 2017 ein spannendes und intensives Jahr. Im 2017 ist mir selber bewusst geworden, dass das Tempo insgesamt enorm erhöht wurde. Um im digitalen Zeitalter mitzukommen, muss man im Sprinttempo einen Ultra-Marathon rennen. Immer wenn ich das Gefühl bekommen habe, die Kontrolle zu verlieren, habe ich folgendes Quote von Mario Andretti in Erinnerung gerufen: «If everything seems under control, you are just not going fast enough». Im 2018 wird es vermutlich in einem ähnlich hohen oder noch höheren Tempo weitergehen. Auf schnelle Beine im 2018.

Meine (beruflichen) Highlights im 2017: 

  • Neue Funktion bei Ringier AG, neu Head of Product & Business Development bei der Blick-Gruppe 
  • Doppelte Durchführung meines CAS Social Media Managements mit ingesamt 48 Studierenden (komplett ausgebucht) (geplant war lediglich eine einfache Durchführung)
  • Über 10 gehaltene Keynotes zu «Digital Business» und «Social Media» für Unternehmen und Organisationen wie Mercedes-Benz, BAKOM, ASTRA, LIPO, Post, Sport.Forum, Stadt Zug, VEB, VSG/ASDB etc.
  • Meine monatliche Kolumne in der Werbewoche
  • Statements zu «Digital Business» und «Social Media» in verschiedensten Publikationen (u.a. SRF 10vor10, 20 Minuten, Handelszeitung, Aargauer Zeitung, Der Bund)
  • Weitere deutliche Traffic-Steigerung auf meinem Blog svenruoss.ch von 17% ggü. Vorjahr bzw. um 60% ggü. dem Startjahr 2013
  • Zürich Marathon 2017 unter 3 Stunden (in genau 2 Stunden 59 Minuten 59 Sekunden ;-))

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Meine 3 Vorsätze für 2018: 

  • 52 Lunches mit Leuten, mit welchen ich bisher noch nie Mittagessen war
  • 12 Weekends, an welchen ich überhaupt nicht arbeite
  • 12 Bücher lesen

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und auf ein spannendes 2018.

Immer wieder behaupten böse Zungen, Facebook sei tot. Das stetige Wachstum in Punkto Erlöse, Gewinn und Nutzerzahlen jedoch spricht eine deutlich andere Sprache, was auch die kürzlich präsentierten Zahlen für das 3. Quartal 2017 unterstreichen.

Facebook zählt im dritten Quartal 2017 beinahe 2.1 Milliarden monatlich und knapp 1.4 Milliarden täglich aktive Nutzer. Der Anteil der täglich aktiven Nutzer liegt konstant bei sehr hohen 66%. USA und Europa haben weltweit die aktivsten Nutzer. Über drei Viertel der Nutzer aus den USA und Europa sind täglich auf Facebook. Auch die zu Facebook gehörige Foto- und Videoplattform Instagram bereitet Freude. Im dritten Quartal verzeichnet Instagram zum ersten Mal über 500 Mio. tägliche Nutzer.

Facebook erzielte im dritten Quartal 2017 erstmals mehr als 10 Mrd. US-Dollar aus Werbung. Die Umsätze aus der Werbevermarktung stiegen um 47% gegenüber Vorjahr. Von diesen Umsätzen stammen bereits 88% aus mobiler Werbung. Die Mobile-Umsätze stiegen sogar überproportional um 56% gegenüber Vorjahr. Facebook investiert weiterhin kräftig in sein Wachstum. Die Kosten steigen auf Jahresbasis um 33%. Der grösste Kostenblock mit über 2 Mrd. Dollar-Kosten im 3. Quartal ist weiterhin Forschung und Entwicklung. Hier werden unter anderem Kosten für Data-Center und Traffic verbucht. Facebook zählte Ende September 2017 insgesamt über 23’000 Mitarbeitende, was einem Zuwachs gegenüber Vorjahr von 47% entspricht. Mit 5.122 Milliarden Dollar als operativer Erlös konnte auch der höchste Quartalsgewinn in der Geschichte von Facebook ausgewiesen werden. Die operative Marge (EBIT-Marge) konnte auf 50% zulegen. Pro Benutzer erzielte Facebook im vergangenen Quartal einen Umsatz von über 5 Dollar. Die Unterschiede in den einzelnen Regionen sind sehr gross. Am besten monetarisiert werden die Benutzer aus den USA und Kanada mit 21.20 Dollar. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer in Europa liebt bei knapp 7 Dollar. Facebook erzielt mit einem Nutzer aus den USA und Kanada einen dreifachen Umsatz im Verhältnis zu einem europäischen Nutzer. Der Anteil in der Region Asia-Pazific ist mit 2.3 Dollar und im Rest der Welt mit 1.6 Dollar noch deutlich geringer.

Kurz und gut: Facebook präsentierte die stärksten Zahlen in der noch jungen Geschichte des blauen Riesen. Das Wachstum dürfte weitergehen. Insbesondere, wenn man die Produktpipeline anschaut. Facebook hat einen neuen Videodienst namens Watch als Konkurrenz zu Over-The-Top Videoangeboten wie YouTube, Netflix und Co. vorgestellt. Weiter startete das Unternehmen eine Kleinanzeige Plattform, in welcher Nutzer Dinge zum Verkauf anbieten und nach Artikeln suchen können, für die sie sich interessieren. Facebook bietet nun auch Visual Replys in Instagram Stories an. Mit Discover on Facebook wird die Orientierung und das Suchen nach Firmen und Diensten deutlich einfacher. WhatsApp geht mit Whatsapp Business einen ersten Schritt in die Monetarisierung über Paid Messages. Facebook bereitet einen Feldtest für Paywall auf Instant Articles vor. In den USA ist die neue Sektion «Movies» gestartet, mit welcher man in den Vertrieb von Kinotickets eindringt.

Die komplette Liste der neuen Produkte aus der Facebook-Familie würde den Rahmen dieser Seite deutlich sprengen. Die erwähnten Produkte jedoch sind ein deutliches Indiz dafür, dass wir 2018 neue Rekorde bei den Quartalszahlen sehen werden. Facebook lebt und die Facebook-Familie wird auch 2018 weiter wachsen.

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Werbewoche Kolumne «Facebook lebt»

Bereits zum 9. Mal untersuchte Y&R Group Switzerland das Mediennutzungs- und Informationsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Mittels repräsentativer Onlineumfrage wurden 2’000 Personen in der Deutsch- und Westschweiz befragt. Die komplette Präsentation findet man unter http://www.media-use-index.ch/ bzw. die wichtigsten zehn Slides anbei.

Tageszeitungen sind in der Schweiz out

Bezahlte Tageszeitungen bilden mittlerweile das Schlusslicht bei den fallweise genutzten Medien. Die Internet-Nutzung per Smartphone liegt erstmals gleichauf mit der Internet-Nutzung per Computer.

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Das Smartphone ist unsere Fernbedienung des Lebens

Auf Schokolade kann man verzichten, auf das eigene Auto, auf den Fernseher und auch auf Sex. Nicht aber aufs Smartphone. 56% der Digital Natives würden eher auf ein eigenes Auto als auf ein eigenes Smartphone verzichten. Beim Fernseher sind es sogar 83% der Digital Natives, welche eher auf einen Fernseher als auf ein Smartphone verzichten würden.

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Männer telefonieren häufiger per Smartphone als Frauen

Frauen hingegen senden mehr Textnachrichten und nutzen das Smartphone intensiver zum Fotografieren als Männer.

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Social-Media-Apps dominieren bei den Lieblingsapps

Bei den Digital Natives sind alle 5 Lieblingsapps auf dem Smartphone Social-Media-Apps. Facebook dominiert das Smartphone. Zum Konzern gehören neben Facebook auch WhatsApp und Instagram, welche insgesamt die Top 3 der beliebtesten Apps bilden. Dahinter folgt als einzige klassische Medienmarke die 20 Minuten App.

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Digitalmarken dominieren

Die einzige nicht-digitale Marke ist SRF 1, welche es bei den Silver Surfers noch auf den 5. Platz geschafft hat. Ansonsten gehören internationalen Digitalmarken die Spitzenplätze.

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News-Plattformen kämpfen um die Bedeutung ihrer «Titelseite»

Bei allen Generationen sinkt der Anteil derjenigen Personen, die direkt über die Frontseite der News-Plattformen auf Nachrichten stossen. Immer mehr Personen erfahren online zuerst per Social Media oder per Push-Benachrichtung von relevanten News. Bei den Digital Natives sind diese beiden Newskanäle zusammen mit 54% erstmals wichtiger als die Online-Newsportale (46%).

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Instagram ist den Digital Natives erstmals wichtiger als Facebook

Für Digital Natives ist Instagram zum ersten Mal wichtiger als Facebook. Auch Snapchat hat in dieser Altersgruppe gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich an Bedeutung gewonnen. 58% der Digital Natives nutzen Snapchat fallweise. Bei den 14-19-Jährigen sind es sogar 83%.

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Influencer sind die neuen VIPs

59 Prozent der Social-Media-Nutzer folgen virtuell mindestens einem Influencer. Bei den Digital Natives stehen mit 49% auch die neuen Social-Media-Sternchen hoch im Kurs.

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Nur Fernsehen können Männer viel besser als Frauen

Mobile Endgeräte sind unsere treuen Begleiter während dem TV-Konsum. Weibliche TV-Nutzer erledigen häufiger noch eine zweite Tätigkeit neben dem Fernsehen, am liebsten mit dem Smarphone im Internet surfen für Haushaltstätigkeiten.

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Das Zuhause wird digital

Immer mehr digitale Technologien finden den Einzug in die Schweizer Haushalte. Männer nutzen digitale Technologien wie Smartwatches, Wearables, Virtual Reality Brillen und Smart Home Devices deutlich mehr als Frauen

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Die komplette Studie kann unter http://www.media-use-index.ch/ heruntergeladen werden.

Ich durfte Tensid ein kleines Interview zu «Social Media and Investor Relations» geben. Das komplette Interview gibt es unter dem Link https://www.tensid.ch/home-de/news/evolvere-blog/ oder untenstehend.

Sven Ruoss, 35-jährig ist Leiter des Studiengangs für das Certificate of Advanced Studies (CAS) Social Media Management an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich und Project Manager Business Development beim Medienkonzern Ringier. Der Master of Art HSG in Marketing, Dienstleistungs- und Kommunikationsmanagement (MSC) vermittelt in seiner Lehrtätigkeit die Prozesse, den Nutzen und die Risiken der Sozialen Medien in der modernen Geschäftswelt. Im Gespräch mit «Evolvere» ist er überzeugt davon: «Künftig wird es vermutlich einfach dazugehören, dass die Investor Relations auch auf den sozialen Kanälen stattfinden.»

Sven Ruoss, wie beurteilen Sie den derzeitigen Einsatz der Sozialen Medien im Bereich der Investor Relations in der Schweiz?
Sven Ruoss: Immer mehr Unternehmen in der Schweiz haben eine Social Media-Strategie und sind auf den verschiedenen Kanälen präsent. Entsprechend ist auch eine Zunahme des Social Media-Einsatzes im Bereich der Investor Relations festzustellen. Insbesondere Twitter wird immer häufiger auch als Investor Relations-Kommunikationskanal genutzt. Dies namentlich darum, weil Twitter ein sehr schneller Informationskanal ist und dort überdies viele wichtige Journalisten aktiv sind. Bislang sind es allerdings überwiegend Swiss Market Index(SMI)-Unternehmen, welche die Social Media-Kanäle systematisch für die Investor Relations einsetzen. Mittlere und kleine kotierte Unternehmen sind noch etwas weniger vertreten, holen aber auf.

Wie kann denn ein kotiertes Unternehmen eine Social Media-Strategie schön sauber aufbauen?
Sven Ruoss:
 Jedes Unternehmen hat sich zu fragen, ob und wie es auf Social Media präsent sein möchte. Grundsätzlich stehen vier Strategien zur Wahl: Erstens, auf eine Strategie verzichten. Zweitens, die Social Media lediglich für Informationen über das Unternehmen verwenden. Drittens, in den Social Media-Kanälen interaktiv tätig sein. Viertens, in den Social Media eine Community gründen. Je nach Branche, nach Grösse und nach Zielen des Unternehmens gibt es andere Gründe, die für die Wahl der Social Media-Strategie ausschlaggebend sind. Oder: Die gewählte Strategie muss zwingend zum Unternehmen und dessen Bedürfnissen passen. Von der Strategiewahl hängt dann auch der Ressourcenbedarf ab. Beispielsweise ist der personelle Aufwand bei einer Interaktionsstrategie und einer Communitystrategie deutlich höher als bei einer reinen Informationsstrategie. Doch so oder so gilt: Der sinnvolle Einsatz von Social Media kostet Geld und benötigt personelle
Ressourcen.

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Die Investor Relations sind stark reglementiert: Wie wirkt sich das auf die Social Media-Strategie aus?
Sven Ruoss: 
Dafür gibt es eine klare Antwort: Die in der Richtlinie betr. Ad hoc-Publizität und im dazugehörigen Kommentar zur Ad hoc-Publizitäts-Richtlinie festgehaltenen Regeln sind im gesamten Bereich der Investor Relations, mithin auch in der gewählten Social Media-Strategie zwingend einzuhalten. Wichtig sind namentlich die Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer, die abschliessend aufgezählten Pflichtadressaten sowie die zeitgleiche Aufschaltung der kursrelevanten Informationen auf der Internetseite des Unternehmens. Werden diese Regeln analog auf die Sozialen Medien angewandt, heisst das: Die Veröffentlichung einer kursrelevanten Tatsache darf über Twitter, Facebook und Co. frühestens gleichzeitig mit der Verbreitung der Ad hoc-Mitteilung erfolgen. Und: Die Veröffentlichung über die Sozialen Medien ist ein freiwilliger zusätzlicher Verbreitungskanal, der keinen Pflichtadressaten gemäss der Richtlinie ersetzt. Es kann sein, dass die starke Ad hoc-Publizität-Reglementierung etliche börsenkotierte Unternehmen im Bereich der Social Media vorsichtig macht.

Sollten aus Ihrer Sicht die Social Media-Aktivitäten im Bereich der Ad-hoc-Publizität anders geregelt werden?
Sven Ruoss: Nein, denn die Sache ist ganz einfach: Solange kursrelevante Tatsachen auf Facebook, Twitter und den andern Social Media-Kanälen frühestens gleichzeitig mit der Verbreitung der Ad hoc-Mitteilung veröffentlicht werden, gibt es keine Probleme. Deshalb braucht es keine zusätzlichen Regeln für Social Media. Wichtiger ist es, dass Unternehmen intern genau festlegen, wie ihre Mitarbeitenden und insbesondere die Führungskräfte über die Social Media-Kanäle kommunizieren.

Was lässt sich in den Investor Relations mit Social Media erreichen?
Sven Ruoss: 
Social Media ist ein zusätzlicher und nach wie vor aufstrebender Verbreitungskanal von Investor Relations-Informationen. Das gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass Social Media insbesondere für die jüngere Generation zum wichtigsten Informationskanal geworden. Unternehmen, die Social Media nicht oder ungenügend nutzen, werden es immer schwieriger haben, die jüngeren Menschen zu erreichen. Das ist wohl der ausschlaggebende Grund, weshalb immer mehr Unternehmen die Social Media-Kanäle mit erheblichen Ressourcen professionell einsetzen.

Eine Schlussbotschaft für unsere Leserinnen und Leser?
Sven Ruoss: 
Da die Bedeutung von Social Media weiterhin zunimmt und für die jüngere Generation bereits die wichtigste Informationsquelle darstellt, wird es künftig vermutlich einfach dazugehören, dass die Investor Relations auch auf den sozialen Kanälen stattfinden.

1982 ungelesene E-Mails, vier Facebook-Kommentare, drei Snapchat Nachrichten und eine Instagram Message. Mein iPhone nervt mich gerade mit seinen roten Hinweispunkten. Überall zeigt es mir an, dass ich mit meiner digitalen Kommunikation im Rückstand bin. Gefühlte 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche bin ich online. Wieso schaffe ich es trotzdem nicht, dass ich meine digitale Kommunikation im Griff habe?

Manchmal frage ich mich selbst, wie gesund mein Umgang mit Social Media ist. Man postet ein Bild auf Instagram und freut sich ab den vielen Likes. Ist bei einem Bild die Anzahl der Likes mal deutlich weniger als üblich, bin ich enttäuscht. Mit der Zeit habe ich sogar gelernt, welche Art von Bildern besonders viele Likes ergeben. Bei Likes von gewissen Personen freue ich mich besonders. Das Schlimmste für mich ist, wenn ich keine Likes erhalte. Ist das noch normal?

Noch schlimmer als keine Likes zu erhalten, ist für mich, wenn jemand aktiv unsere digitale Freundschaft auf einer Social-Media-Plattform beendet. Dies habe ich bisher zwei Mal erlebt bzw. zwei Mal tatsächlich realisiert, dass dem so war. Die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher. Und jedes Mal hat mich dies zumindest kurzfristig sehr beschäftigt. Vor einigen Jahren hat eine gute Freundin von mir unsere Facebook-Freundschaft beendet. Sie wollte mir auf diesem Weg zeigen, dass mein damaliges Verhalten nicht tolerierbar war. Realisiert habe ich ihre Tat erst einen Monat später. Und das tat weh. Ein anderes Mal hat ein uralter Primarschulkollege unsere Facebook-Freundschaft beendet. Wir waren nie eng befreundet, sondern einfach Schulkameraden. Ich habe diesen Typen sicherlich zehn bis 15 Jahre nicht mehr gesehen. Er hat vermutlich entschieden, dass mein Leben für ihn zu wenig Relevanz hat. Rational auch für mich nachvollziehbar. Doch trotzdem hat mich sein aktives Unfriend-Button-Klicken emotional beschäftigt. Unabhängig, wie nah mir eine Person ist, eine digitale Beendigung der Freundschaft tut weh. Bin ich deswegen krank?

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Der tagtägliche digitale Dauerbeschuss nervt mich. Hier eine Message, dort ein Like. Da eine digitale Freundschaft, dort keine WhatsApp-Antwort. Das Tempo der Kommunikation steigt. Und manchmal treibt mich diese Beschleunigung in den Wahnsinn. Zum Glück kommt nun die Sommerpause. Mein Ziel für die Sommerferien: Digital Detox. Ich mache eine digitale Diät oder besser gesagt einen kalten Entzug. Zumindest ein paar Tage werde ich komplett offline sein: Ohne Internet, ohne Smartphone und ohne Social-Media-Plattformen. Mach auch Du mit beim Digital Detox! Es wird uns allen gut tun.

Die komplette Kolumne gibt es in der aktuellen Werbewoche.

Mein Blog geht zusammen mit mir in die Sommerferien. Ich bin dann mal offline. Wie viele Tage, Stunden oder Minuten ich dann tatsächlich «offline» war, erzähle ich dann gerne nach den Sommerferien.

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Sagt uns künftig ein Sales-Bot, welche Produkte wir in einer Migros einkaufen sollten? Kommunizieren wir bald über WhatsApp mit dem Sparschwein «Miggy»? Oder jagen wir mit unserem Smartphone «Miggy» in den Filialen und streamen diese Jagd auch noch gleichzeitig auf Facebook? Und: zerstört sich dieses Jagderlebnis nach 24 Stunden automatisch?

Wann waren Sie das letzte Mal einen ganzen Tag nicht auf irgendeiner Social-Media-Plattform? In wenigen Jahren hat sich Social Media so stark mit unserem Alltag verknüpft, dass ein grosser Teil der Menschen tagtäglich viele Minuten darin verbringt. Für die junge Generation der 18- bis 24-Jährigen ist Social Media die wichtigere Newsquelle als TV, Print und Radio. Wohin auch immer sich die Mediennutzung verlagert, fliessen mit zeitlicher Verzögerung auch die Werbeausgaben hin. Werbung in den sozialen Medien ist die am schnellsten wachsende Sparte der Internetwerbung. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate beträgt gemäss Studien rund 20 Prozent bis ins Jahr 2019. Geht diese Entwicklung so weiter, werden die Werbeausgaben für Social Media 2019 eine Höhe von 55 Milliarden US-Dollar erreichen und damit die Werbeausgaben für Printmedien (rund 50 Milliarden US-Dollar) überholen. Kurz und gut: Im Bereich Social Media spielt auch 2017 die Musik. Daher lohnt sich für alle – egal ob Marketingleiter, Business Developer, Sales Experte, Branding-Spezialist oder PR-Profi – ein Blick auf folgende fünf Social-Media-Trends, die uns in Zukunft noch stark beschäftigen werden.

Den ganzen Artikel mit den 5 Social Media Trends lesen Sie im Branchenreport «Media Trends I» in der aktuellen Werbewoche.

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