Seit Donnerstag findet zum ersten Mal das «Digital Festival» in Zürich statt. Heute Nachmittag endet das «Digital Festival» mit der Ehrung der besten Hacker-Ideen am «Hack Zürich», an welchem über 500 Hacker aus der ganzen Welt während 40 Stunden an spannenden Fragestellungen von Unternehmen gearbeitet haben. Ich erlaube mir – obschon das «Digital Festival» noch läuft, bereits ein Fazit in 5 Punkten.

1. Krawatten-Quote tiefer als Hoodie-Quote

In den letzten Jahren wurden einige digitale Konferenzen lanciert. Als Teilnehmer wurden insbesondere die Anzugsträger mit Krawatten gesichtet. Die Niveau der Vorträge hat man entsprechend auf das digitale Know-how dieser Krawattenträger angepasst. Das «Digital Festival» war anders. Die Hoodie-Quote war deutlich höher als die Krawatten-Quote. Und entsprechend war das Niveau und die Stimmung komplett eine andere.

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2. Unkompliziertes Festival versus bocksteife Konferenz

Das «Digital Festival» lebt seinen Namen. Anstatt eine bocksteife Konferenz zu organisieren, veranstalteten die Organisatoren ein unkompliziertes Festival. Das Programm bestand aus spannenden Keynotes, interaktiven Labs, Sessions in der ganzen Stadt und HackZurich im Technopark. Fazit: Vielseitig. Am Donnerstagabend gab es auf der Terrasse vom Kaufleuten noch eine Grillparty. Fazit: Gemütlich. Beim «Digital Festival» wurde man nicht nur inspiriert und hat sich ausgetauscht, sondern man hatte auch noch Spass.

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3.  Unser Festival der digitalen Szene

An Konferenzen geht man häufig auch zum «Networken». Obschon ich beim «Digital Festival» überhaupt nicht genetworked habe, habe ich noch nie so viele neue, spannende Leute kennengelernt. Der Austausch funktionierte unkompliziert. Viele Personen kannte man zumindest über die digitalen Kanäle. Man duzte sich auf allen Ebenen. Ich habe während diesen vier Tagen kein einziges «Sie» gehört. Was mir aber ganz oft zu Ohren gekommen ist: «Das Digital Festival ist unser Anlass!»

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4. Sogar die Stadt hisst die Fahnen fürs «Digital Festival»

Sogar die Stadt Zürich wusste, dass mit dem «Digital Festival» endlich «Digital Switzerland» / «Digital Zürich 2025» erlebbar wird und hat in der Stadt die Fahnen dafür gehisst. Normalerweise muss ein Anlass zuerst zur Tradition werden wie das «Sächsilüüte» oder die «Street Parade». Darum war die Beflaggung durch die Stadt sicherlich mutig, aber richtig. Die Beflaggung zeigt auf, wie ernst die Stadt Zürich ihre digitale Ambition anstrebt.

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5. Der volle Saal am Samstag-Morgen um 09.00 Uhr

Jeder Konferenz-Experte hat wohl gewarnt: «Seid ihr verrückt, am Samstagmorgen Keynotes durchzuführen.». Diese Experten wurden eines besseren belehrt. Am Samstagmorgen um 09.00 Uhr war der Saal im Kaufleutensaal mit ca. 200 Teilnehmer überraschenderweise ziemlich voll. Diese Tatsache ist für mich ein sehr starkes Zeichen: Das «Digital Festival» war nicht nur eine bessere Alternative zum normalen «Arbeiten» am Donnerstag und Freitag, sondern man war auch gewillt, seine Freizeit zu «opfern». Wenn eine Konferenz dies erreicht, dann ist sie nicht nur gut, sondern sehr, sehr gut.

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Fazit: Mit dem «Digital Festival» ist «Digital Switzerland» endlich erlebbar geworden. Ein herzliches Kompliment an die vier Gründer Manuel Nappo, Schoscho Rufener, Jonathan Isenring und Rasmus Rothe und das ganze Team dahinter. Ihr sind geili Sieche! Ich freue mich jetzt schon auf das «Digital Festival 2017» – mit den spannendsten Keynotes, den innovativsten Sponsoren und den coolsten Teilnehmern. 

Alle Jahre wieder erscheint die neue Media Use Index Studie von Y&R Group Switzerland. Ich durfte bei der Präsentation diesen Dienstagabend dabei sein. Anbei fasse ich die 11 wichtigsten Erkenntnisse zusammen

Der MUI-Flyer 2016 kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

1. Weiterhin Wachstum bei Internet per Smartphone und Tablet

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Quelle: Media Use Index 2016

2. Das Smartphone kommt überall mit – aufs Klo und ins Bett

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Quelle: Media Use Index 2016

3. Bei den Tablets sind die Digital Immigrants Spitzenreiter

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Quelle: Media Use Index 2016

4. Ad-Blocker auf dem Computer sind in der Schweiz weit verbreitet

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Quelle: Media Use Index 2016

5. Newsmedien werden immer seltener direkt anvisiert

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Quelle: Media Use Index 2016

6. WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter sind für Digital Natives in der Schweiz die wichtigsten Social Media Plattformen

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Quelle: Media Use Index 2016

7. 46% der Digital Natives nutzen Snapchat

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Quelle: Media Use Index 2016

8. Bei den 14- bis 19-Jährigen hat Snapchat Facebook überholt und Instagram eingeholt

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Quelle: Media Use Index 2016

9. Telefonieren gehört bei den Digital Natives NICHT zu 5 häufigsten Funktionen auf dem Smartphone

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Quelle: Media Use Index 2016

10. Bei Digital Natives hat das Streaming das klassische Live TV überholt

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Quelle: Media Use Index 2016

11. Kein Alkohol: OK – Kein Auto: OK – Kein Sex: OK – Kein Smartphone: Voll nicht OK

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Quelle: Media Use Index 2016

«Schauen Sie dieses Konzert bitte nicht auf dem Bildschirm Ihres Smartphone.»  Immer mehr Künstler verbieten Mobiltelefone bei ihren Konzerten. Auf Tagesspiegel Causa, dem Debattenmagazin von Der Tagesspiegel, durfte ich meine Meinung kundtun, ob ein Kamera-Verbot sinnvoll ist oder ob ausgestreckte Smartphones einfach zum Konzerterlebnis von heute dazugehören.

Zur Debatte und zu meiner Meinung geht es über folgende Links:
Zur Debatte: https://causa.tagesspiegel.de/zerstoeren-smartphones-das-konzerterlebnis
Mein Artikel: https://causa.tagesspiegel.de/musiker-sollten-die-ausgestreckten-smartphones-begruessen.html

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Als Dozent u.a. für «Personal Branding im digitalen Zeitalter» durfte ich für den Jahresbericht 2015 der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich ein Interview geben. Und zwar ein Doppel-Interview mit Matthias Mölleney, dem grossen HR-Experten und früheren Swissair Personalchef. Vor wenigen Jahren sass ich noch als Student bei ihm in Vorlesungen über die schöne Prinzessin und den bösen Drachen. Und heute muss ich ihm im Doppel-Interview bereits Paroli bieten.

Das ganze Interview gibt es natürlich – wie kann es anders sein – hier auf meinem Blog oder unter HWZ Jahresreport 2015. 

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Vor ca. 3 Wochen hat ein ehemaliger Arbeitskollege, Philipp Meier, folgendes auf Facebook gepostet:

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Und da wurde mir bewusst: Seit Monaten bin ich ohne persönliche Visitenkarten. Und darauf bin ich auch stolz.

Ich habe mich entschieden, dass ich für die nächsten Jahre (vielleicht auch für immer) keine persönliche Visitenkarten benötige. Und dies aus drei Gründen: Erstens sehe ich als Digital Native den Mehrwert für Visitenkarten nicht. Zweitens hat mich die Medienbranche so erzogen, dass ich nicht für meinen Arbeitgeber unnötige Kosten wie beispielsweise für Visitenkarten verursache. Und Drittens: Keine analoge Visitenkarten zu besitzen ist auch ein bewusstes Statement von mir. Darum mein Entscheid: Ich lebe per sofort ohne Visitenkarten. 

Das Leben ohne eigene Visitenkarten ist ganz gut. Die einzige Herausforderung: Die Gesellschaft erwartet von mir, dass ich Visitenkarten habe. Bei Meetings mit externen Personen gab es schon etliche verdutzte Blicke, wenn ich den Personen sagte, dass ich Ihnen leider keine physische Visitenkarten geben könne, weil ich keine habe und keine will. Ich würde mich aber gerne mit Ihnen digital über XING oder Linkedin vernetzen.

In ihren Blicken konnte ich ihre Gedanken teilweise ablesen: «Der Arme bekommt keine eigenen Visitenkarten.» 

Was lernen wir daraus: Ob man auf analoge oder digitale Visitenkarten setzt, ist für die digitale Transformation irrelevant. Ob es in 10 Jahren noch analoge Visitenkarten gibt, ist für die Menschheit irrelevant. Die Tatsache, dass ich keine Visitenkarten mehr besitze, ist sogar mehr als irrelevant. Aber an diesem total irrelevanten Visitenkarten-Beispiel erkennt man die grösste Herausforderung der digitalen Transformation: CULTURE. 

 

Alle Jahre wieder findet im April die Swiss Online Marketing Messe in Zürich statt. Die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich ist mit dem Center for Digital Business natürlich auch wieder mit einem Stand vor Ort und führt kleine Digital Marketing Schulungen durch.

Zusammen mit sämtlichen Studienleitern des HWZ Centers for Digital Business werde ich vor Ort sein und jeweils um 15.00 Uhr ein kleines Referat zum Thema „Lernen von den Profis: Wie Teenager Social Media nutzen“ halten.

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Selbstverständlich sind die Folien auch wieder digital verfügbar;-)

Diese Woche bin ich über meine Social Media Kanäle mehrfach über die Top 10 der Ratschläge, wie man als Führungskraft um die Digitalisierung herumkommt. Die Hitparade der digitalen Ingnoranz hat Der Standard visualisiert und als Basis dient der Leadership Report 2016.

Leider war dieser Printscreen von schlechter Qualität. Deshalb habe mir erlaubt, diese wertvolle Hitparade zu kopieren.

 1. Haben Sie keine Ahnung von IT, und seien Sie stolz darauf.
Schliesslich gehören Sie ja nicht zu den Digital Natives und finden sich beruflich und privat auch ohne das elektronische Klimbin gut zurecht.

2. Delegieren Sie das Thema an den CIO.
Begreifen Sie Digitalisierung bloss nicht als integrale Querschnittsmaterie, die das ganze Unternehmen erfasst und verunsichert. Wozu haben Sie schliesslich eine eigene Abteilung, die sich darum kümmert?

3. Sehen Sie in Ihrem CIO weiterhin den Cheftechniker der Firma.
Erwarten Sie, von ihm möglichst wenig zu hören. Schliesslich ist IT entweder ein enormer Kostenfaktor oder Quell steten Ärgernisses, wenn wieder einmal etwas nicht funktioniert.

4. Marginalisieren Sie das Social-Media-Gedöns.
Überantworten Sie es ein paar jungen Praktikanten als Spielwiese, die mit den anderen Abteilungen möglichst wenig Berührungspunkte hat.

5. Lächeln Sie milde über die Versuche von Digitalunternehmen, in Ihre Branche vorzudringen.
Es hat Jahrzehnte gedauert, bis Ihre Firma die Stellung eingenommen hat, die sie jetzt innehat. Diesen Vorsprung holen ein paar Jungs aus dem Silicon Valley nicht über Nacht auf.

6. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn Ihnen Big-Data-Analysen vorgelegt werden. Ihre persönliche Erfahrung zählt mehr und wird Sie auch in Zukunft nicht täuschen, da können die Daten ruhig in eine ganz andere Richtung zeigen.

7. Seien Sie Ihren Mitarbeitern gegenüber restriktiv in der Bereitstellung digitaler Ressourcen.
Die meisten Daten gehen Ihre Leute ohnehin nichts an. Und ausserdem sollten sie arbeiten und nicht mit Computern rumspielen.

8. Glorifizieren Sie die gute alte Zeit, als die Menschen noch miteinander gesprochen und nicht dauernd auf ihr Smartphone geschaut haben.
Erst kürzlich haben Sie eine Studie gelesen, dass Vinyl-Schallplatten wieder schick sind.

9. Tun Sie Roboter, AI-Systeme oder Machine-Learning als utopische Fiktion ab.
Dass Automatisierung einmal Menschen ersetzen wird, sagen Experten schon seit Jahrzenten voraus. Und seien wir mal ehrlich: Was davon wurde jemals wirklich Realität?

10. Seien Sie ganz gelassen und lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Digitalisierung ist nur einer dieser Hypes, die von Medien und sogenannten Gurus aufgeblasen werden. Nächstes Jahr wird eine andere Sau durch das Dorf getrieben. Ihr Unternehmen hat nichts zu befürchten.

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Am 23. März 2016 habe ich es in den Blick geschafft – zumindest in die Blick-Beilage „Blick Büez“ zum Thema „Digitalisierung“.

Den Artikel „Digitaler Wandel beginnt im Kopf“ findet ihr unten. Die komplette Beilage könnt ihr hier herunterladen: Blick Büez vom 23. März 2016

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Am 16. März 2016 durfte ich am C-Briefing vom IT-Unternehmen UP-GREAT ein Referat über die digitale Transformation in der Schweiz halten. Und dabei haben natürlich die digitalen Dinosaurier wiederum eine grosse Rolle gespielt.

Da Wissen das einzige Gut ist, das sich vermehrt, wenn man es teilt, findet man anbei die komplette Präsentation.

Mehr Informationen zur Studie der digitalen Dinos 2015 gibt es unter http://www.digital-switzerland.ch/. Bereits läuft die Befragung 2016. Bitte füllt den Fragenbogen unter folgendem Link aus: http://ww2.unipark.de/uc/digitalswitzerland2016/ospe.php?SES=5629c334ccf054b2dc15ea4aaa33b1ce&syid=270398&sid=270399&act=start.

Vielen Dank für das Mitmachen.

Paid Content ist auf dem Vormarsch. Gerade junge Nutzer sind bereit, für digitale Services und Inhalte Geld auszugeben, wie die Studie „Paid Content in Deutschland“ des DCI Instituts in Zusammenarbeit mit der Hochschule Fresenius in Hamburg besagt.

Die komplette Studie kann kostenlos unter folgendem Link bestellt werden: http://www.dci-publishing.com/#!paid-content-studie/odbhj

Anbei die wichtigsten 7 Erkenntnisse aus der Studie.

1. 13% haben für digitale Inhalte und Services schon mal bezahlt

Paid Content

Quelle: Paid Content Studie 2016

2. Fast jeder Fünfte Online-Nutzer zwischen 18-34 Jahre hat bereits für digitale Inhalte und Services bezahlt

Paid Content

Quelle: Paid Content Studie 2016

3. Onliner geben vor allem für Musik, Games und Filme Geld aus – Nicht für News

Paid Content

Quelle: Paid Content Studie 2016

4. Fachinformatonen werden eher in der Altersgruppe 45-54 Jahre bevorzugt – Für News und Ebooks wird prozentual am stärksten in der Gruppe der über 65 Jahre alten Onlinenutzer Geld ausgegeben

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Quelle: Paid Content Studie 2016

5. Amazon und Google Play sind die am häufigsten gewählten Plattformen, um digitale Inhalte zu kaufen

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Quelle: Paid Content Studie 2016

6. Einzelkäufe sind die wichtigste Kaufoption und deutlich beliebter als Abos

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Quelle: Paid Content Studie 2016

7. Paid Content wird weiterhin wachsen

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Quelle: Paid Content Studie 2016