Als Dozent u.a. für «Personal Branding im digitalen Zeitalter» durfte ich für den Jahresbericht 2015 der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich ein Interview geben. Und zwar ein Doppel-Interview mit Matthias Mölleney, dem grossen HR-Experten und früheren Swissair Personalchef. Vor wenigen Jahren sass ich noch als Student bei ihm in Vorlesungen über die schöne Prinzessin und den bösen Drachen. Und heute muss ich ihm im Doppel-Interview bereits Paroli bieten.

Das ganze Interview gibt es natürlich – wie kann es anders sein – hier auf meinem Blog oder unter HWZ Jahresreport 2015. 

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Vor ca. 3 Wochen hat ein ehemaliger Arbeitskollege, Philipp Meier, folgendes auf Facebook gepostet:

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Und da wurde mir bewusst: Seit Monaten bin ich ohne persönliche Visitenkarten. Und darauf bin ich auch stolz.

Ich habe mich entschieden, dass ich für die nächsten Jahre (vielleicht auch für immer) keine persönliche Visitenkarten benötige. Und dies aus drei Gründen: Erstens sehe ich als Digital Native den Mehrwert für Visitenkarten nicht. Zweitens hat mich die Medienbranche so erzogen, dass ich nicht für meinen Arbeitgeber unnötige Kosten wie beispielsweise für Visitenkarten verursache. Und Drittens: Keine analoge Visitenkarten zu besitzen ist auch ein bewusstes Statement von mir. Darum mein Entscheid: Ich lebe per sofort ohne Visitenkarten. 

Das Leben ohne eigene Visitenkarten ist ganz gut. Die einzige Herausforderung: Die Gesellschaft erwartet von mir, dass ich Visitenkarten habe. Bei Meetings mit externen Personen gab es schon etliche verdutzte Blicke, wenn ich den Personen sagte, dass ich Ihnen leider keine physische Visitenkarten geben könne, weil ich keine habe und keine will. Ich würde mich aber gerne mit Ihnen digital über XING oder Linkedin vernetzen.

In ihren Blicken konnte ich ihre Gedanken teilweise ablesen: «Der Arme bekommt keine eigenen Visitenkarten.» 

Was lernen wir daraus: Ob man auf analoge oder digitale Visitenkarten setzt, ist für die digitale Transformation irrelevant. Ob es in 10 Jahren noch analoge Visitenkarten gibt, ist für die Menschheit irrelevant. Die Tatsache, dass ich keine Visitenkarten mehr besitze, ist sogar mehr als irrelevant. Aber an diesem total irrelevanten Visitenkarten-Beispiel erkennt man die grösste Herausforderung der digitalen Transformation: CULTURE. 

 

Alle Jahre wieder findet im April die Swiss Online Marketing Messe in Zürich statt. Die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich ist mit dem Center for Digital Business natürlich auch wieder mit einem Stand vor Ort und führt kleine Digital Marketing Schulungen durch.

Zusammen mit sämtlichen Studienleitern des HWZ Centers for Digital Business werde ich vor Ort sein und jeweils um 15.00 Uhr ein kleines Referat zum Thema „Lernen von den Profis: Wie Teenager Social Media nutzen“ halten.

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Selbstverständlich sind die Folien auch wieder digital verfügbar;-)

Diese Woche bin ich über meine Social Media Kanäle mehrfach über die Top 10 der Ratschläge, wie man als Führungskraft um die Digitalisierung herumkommt. Die Hitparade der digitalen Ingnoranz hat Der Standard visualisiert und als Basis dient der Leadership Report 2016.

Leider war dieser Printscreen von schlechter Qualität. Deshalb habe mir erlaubt, diese wertvolle Hitparade zu kopieren.

 1. Haben Sie keine Ahnung von IT, und seien Sie stolz darauf.
Schliesslich gehören Sie ja nicht zu den Digital Natives und finden sich beruflich und privat auch ohne das elektronische Klimbin gut zurecht.

2. Delegieren Sie das Thema an den CIO.
Begreifen Sie Digitalisierung bloss nicht als integrale Querschnittsmaterie, die das ganze Unternehmen erfasst und verunsichert. Wozu haben Sie schliesslich eine eigene Abteilung, die sich darum kümmert?

3. Sehen Sie in Ihrem CIO weiterhin den Cheftechniker der Firma.
Erwarten Sie, von ihm möglichst wenig zu hören. Schliesslich ist IT entweder ein enormer Kostenfaktor oder Quell steten Ärgernisses, wenn wieder einmal etwas nicht funktioniert.

4. Marginalisieren Sie das Social-Media-Gedöns.
Überantworten Sie es ein paar jungen Praktikanten als Spielwiese, die mit den anderen Abteilungen möglichst wenig Berührungspunkte hat.

5. Lächeln Sie milde über die Versuche von Digitalunternehmen, in Ihre Branche vorzudringen.
Es hat Jahrzehnte gedauert, bis Ihre Firma die Stellung eingenommen hat, die sie jetzt innehat. Diesen Vorsprung holen ein paar Jungs aus dem Silicon Valley nicht über Nacht auf.

6. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn Ihnen Big-Data-Analysen vorgelegt werden. Ihre persönliche Erfahrung zählt mehr und wird Sie auch in Zukunft nicht täuschen, da können die Daten ruhig in eine ganz andere Richtung zeigen.

7. Seien Sie Ihren Mitarbeitern gegenüber restriktiv in der Bereitstellung digitaler Ressourcen.
Die meisten Daten gehen Ihre Leute ohnehin nichts an. Und ausserdem sollten sie arbeiten und nicht mit Computern rumspielen.

8. Glorifizieren Sie die gute alte Zeit, als die Menschen noch miteinander gesprochen und nicht dauernd auf ihr Smartphone geschaut haben.
Erst kürzlich haben Sie eine Studie gelesen, dass Vinyl-Schallplatten wieder schick sind.

9. Tun Sie Roboter, AI-Systeme oder Machine-Learning als utopische Fiktion ab.
Dass Automatisierung einmal Menschen ersetzen wird, sagen Experten schon seit Jahrzenten voraus. Und seien wir mal ehrlich: Was davon wurde jemals wirklich Realität?

10. Seien Sie ganz gelassen und lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Digitalisierung ist nur einer dieser Hypes, die von Medien und sogenannten Gurus aufgeblasen werden. Nächstes Jahr wird eine andere Sau durch das Dorf getrieben. Ihr Unternehmen hat nichts zu befürchten.

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Am 23. März 2016 habe ich es in den Blick geschafft – zumindest in die Blick-Beilage „Blick Büez“ zum Thema „Digitalisierung“.

Den Artikel „Digitaler Wandel beginnt im Kopf“ findet ihr unten. Die komplette Beilage könnt ihr hier herunterladen: Blick Büez vom 23. März 2016

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Am 16. März 2016 durfte ich am C-Briefing vom IT-Unternehmen UP-GREAT ein Referat über die digitale Transformation in der Schweiz halten. Und dabei haben natürlich die digitalen Dinosaurier wiederum eine grosse Rolle gespielt.

Da Wissen das einzige Gut ist, das sich vermehrt, wenn man es teilt, findet man anbei die komplette Präsentation.

Mehr Informationen zur Studie der digitalen Dinos 2015 gibt es unter http://www.digital-switzerland.ch/. Bereits läuft die Befragung 2016. Bitte füllt den Fragenbogen unter folgendem Link aus: http://ww2.unipark.de/uc/digitalswitzerland2016/ospe.php?SES=5629c334ccf054b2dc15ea4aaa33b1ce&syid=270398&sid=270399&act=start.

Vielen Dank für das Mitmachen.

Paid Content ist auf dem Vormarsch. Gerade junge Nutzer sind bereit, für digitale Services und Inhalte Geld auszugeben, wie die Studie „Paid Content in Deutschland“ des DCI Instituts in Zusammenarbeit mit der Hochschule Fresenius in Hamburg besagt.

Die komplette Studie kann kostenlos unter folgendem Link bestellt werden: http://www.dci-publishing.com/#!paid-content-studie/odbhj

Anbei die wichtigsten 7 Erkenntnisse aus der Studie.

1. 13% haben für digitale Inhalte und Services schon mal bezahlt

Paid Content

Quelle: Paid Content Studie 2016

2. Fast jeder Fünfte Online-Nutzer zwischen 18-34 Jahre hat bereits für digitale Inhalte und Services bezahlt

Paid Content

Quelle: Paid Content Studie 2016

3. Onliner geben vor allem für Musik, Games und Filme Geld aus – Nicht für News

Paid Content

Quelle: Paid Content Studie 2016

4. Fachinformatonen werden eher in der Altersgruppe 45-54 Jahre bevorzugt – Für News und Ebooks wird prozentual am stärksten in der Gruppe der über 65 Jahre alten Onlinenutzer Geld ausgegeben

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Quelle: Paid Content Studie 2016

5. Amazon und Google Play sind die am häufigsten gewählten Plattformen, um digitale Inhalte zu kaufen

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Quelle: Paid Content Studie 2016

6. Einzelkäufe sind die wichtigste Kaufoption und deutlich beliebter als Abos

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Quelle: Paid Content Studie 2016

7. Paid Content wird weiterhin wachsen

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Quelle: Paid Content Studie 2016

Die aktuelle Ausgabe des Swissquote-Magazins (übrigens eines der besten Schweizer Corporate Magazines) widmet sich dem Schwerpunktthema „Sharing Economy“. Die Lektüre dieses Dossiers (S. 30 bis S. 62) kann ich nur empfehlen. Das komplette Magazin kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://trade.swissquote.ch/epbm/mag/num37/DE/index.htm

In den kommenden 10 Jahren soll Sharing Economy jährlich um 30% wachsen und seinen Umsatz von aktuell 15 Mrd. Dollar auf etwa 335 Mrd. Dollar im Jahr 2025 steigern. Die höchste jährliche Wachstumsrate wird im Bereich „Finanzen“ (+63%) prognostiziert. Gemäss Arun Sundararajan, Star-Ökonom an der New York University, ist der vielversprechendste Bereich die Gesundheit. In Zukunft wird man einen Arzt oder eine Krankenschwester online buchen können, wie man es heute bei Uber mit einem Taxi macht.

Ich persönlich kann die Lektüre dieses Dossiers nur empfehlen: https://trade.swissquote.ch/epbm/mag/num37/DE/index.htm

Sharing Economy

Quelle: Swissquote-Magazin, März 2016, S. 40

 

Sharing Economy

Quelle: Swissquote-Magazin, März 2016, S. 41

 

537 Slides über die digitale Welt 2016. We are social, eine Agentur für digitale Kommunikation, hat diesen wertvollen Report „Digital in 2016“ verfasst. Es handelt sich dabei um einen richtigen Datenschatz. 

Anbei 11 Slides daraus, welche man gesehen haben muss, um wenigstens am Stammtisch mitreden zu können.

1. Global Digital Snapshot

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2. Annual Growth

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3. Internet Use Bildschirmfoto 2016-02-13 um 10.27.48

4. Share of Web Traffic by DeviceBildschirmfoto 2016-02-13 um 10.28.59

5. Mobile’s Share of Web Traffic

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6. Mobile’s Share of Web Traffic

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7. Mobile Connections

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8. Mobile Connections by Country

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9. Social Media UseBildschirmfoto 2016-02-13 um 10.29.48

10. Social Media Use by Country

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11. Active Users by Social Platform

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Bonus: Switzerland

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Die komplette Präsentation mit 537 Slides findet man anbei:

 

In den letzten Tagen konnte man überall lesen, dass die zeitversetzte TV-Nutzung rasant steigt. Der Anteil an zeitversetzter TV-Nutzung lag im 2. Semester 2015 über alle Landesteile im Durchschnitt bei 11%. Bei den 15- bis 29-Jährigen in der Deutschschweiz lag der Anteil sogar bei 18%. Die Generation „Digital Native“ nutzt also immer mehr die neuen technischen Möglichkeiten. Doch welche TV-Sender schaut diese Generation überhaupt noch?

Die Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen schaut am häufigsten ProSieben und RTL. Erst auf Platz 3 und 4 kommen unsere staatlichen TV-Sender SRF Zwei und SRF 1. Auf Platz 5 folgt mit Sat.1. bereits ein weiterer deutscher Privat-TV-Sender. SRF 1 kommt bei der jungen Zielgruppe auf einen sehr bescheidenen Marktanteil von lediglich 6.5%.

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Eigene Darstellung, Datenquelle: mediapulse

 

Bei einer genaueren Betrachtung der einzelnen Zielgruppen (15-29, 15-49, 15-59, und 3+) wird einem schnell klar: SRF 1 ist das beliebteste Senioren-TV. In der für den Werbemarkt interessanten Zielgruppe der 15- bis 59-Jährigen kommt SRF auf einen Marktanteil von knapp 12%. Nimmt man noch die Kids und die Altersgruppe 60+ in die Betrachtung auf, so nimmt der Marktanteil rasant auf 18.4% zu. Kurz und gut: Das Fernsehpublikum von SRF 1 besteht aus ganz vielen Senioren. Bei den privaten deutschen TV-Sender sieht das Bild gegenteilig aus. RTL und ProSieben sind besonders bei den Jüngeren beliebt. Je älter das Alterssegment wird, desto weniger Marktanteile können die Sender verbuchen.

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Eigene Darstellung, Datenquelle: mediapulse

 

Doch wie sieht es bei privaten Schweizer TV-Sendern aus? TeleZüri ist insbesondere in den Zürcher Altersheimen beliebt. Bei den 15- bis 29-Jährigen ist der Sender mit einem Marktanteil von 0.1% praktisch inexistent. Der nationale TV-Sender 3+ hingegen punktet mit 3.2% bei der Generation Y und ist mit 2.9% auch beim Alterssegment 15-59 gut aufgestellt.

Fazit: Liebe Schweizer Medienbranche, denkt bitte auch mal an den Nachwuchs? Ich möchte nicht, dass sich die junge Generation (Millennials, Generation Y, Digital Natives etc.) nur noch auf internationalen Plattformen tummelt.

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Eigene Darstellung, Datenquelle: mediapulse

 

TRANSPARENZBOX: Seit über vier Jahren arbeite ich im Bereich Business Development bei verschiedenen Medienunternehmen in der Schweiz (Tamedia, AZ Medien, Ringier) und setzte mich für die digitale Transformation in der Medienbranche ein. Einen starken und vielfältigen Medienplatz Schweiz erachte ich als wichtig. Ich bin ein Fan von Schweizer Medienprodukten wie auch Schweizer TV-Sendern.